Nadörst: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Haltestelle wurde bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder aufgegeben, da sie infolge des aufkommenden Individual- und Kraftfahrzeugverkehrs unrentabel wurde und nicht mehr den zeitgemäßen Sicherheitsanforderungen gerecht wurde. Zeitzeugen stellen jedoch noch der [[Bahnhofsweg]] und das noch erhaltene [[Schrankenwärterhaus (Bahnhofsweg)|Schrankenwärterhaus]] dar. | Die Haltestelle wurde bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder aufgegeben, da sie infolge des aufkommenden Individual- und Kraftfahrzeugverkehrs unrentabel wurde und nicht mehr den zeitgemäßen Sicherheitsanforderungen gerecht wurde. Zeitzeugen stellen jedoch noch der [[Bahnhofsweg]] und das noch erhaltene [[Schrankenwärterhaus (Bahnhofsweg)|Schrankenwärterhaus]] dar. | ||
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde in Nadörst ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In einer Holzbaracke waren zwischen 30 und 44 Personen inhaftiert, von denen die meisten Franzosen waren. Einige weitere Kriegsgefangene waren Niederländer. Nadörst besaß | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde in Nadörst ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In einer Holzbaracke waren zwischen 30 und 44 Personen inhaftiert, von denen die meisten Franzosen waren. Einige weitere Kriegsgefangene waren Niederländer. Nadörst besaß [[Liste der Bunker|mehrere Bunker]]. Nördlich der [[Nadörster Straße]] wurden zudem 2017 beim Umpflügen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, etwa in Höhe Hausnummer 7, einige Betonfragmente entdeckt. Zeitzeugen berichten, dass dies Überreste einer dort befindlichen [[Liste der Flakstellungen|Flakstellung]] sein könnten. | ||
Im Jahr 1951 wurde eine [[Nadörster Schule|neue Schule]] gebaut. Das Gebäude ist bis heute äußerlich originalgetreu erhalten und wird für Wohnzwecke genutzt. In den nächsten Jahren erhielt der Ort weitere Bedeutung durch sich im Umfeld des [[Leegemoor|Leegemoors]] ansiedelnde Industrie. Einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam der Ort indes erst 2003 mit dem Bau des [[Südring|Südrings]]. Bis dahin nutzte jedes Haus eine eigene Kläranlage oder Sickergrube. Dieser altertümliche Umstand besteht heute nur noch in den abgelegenen Hofstellen und Siedlungen, insbesondere in [[Westermarsch]] und [[Ostermarsch]]. Im gleichen Zuge mit dem Straßenbau erhielten die Straßen und Häuser des Ortes ihre heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummern]]. Bis dahin waren die Häuser noch gemäß der alten, chronologischen Nummerierung adressiert, wonach das erst gebaute Haus in [[Süderneuland II]] die Nummer 1 bekam, das zweite die 2 und so weiter. Dieses alte System findet sich heute - auf das Stadtgebiet bezogen - nur noch am [[Verschönerungsweg]] und der [[Bundesstraße]].<ref>Zeitzeugenbefragung vom 6. Oktober 2021</ref> | Im Jahr 1951 wurde eine [[Nadörster Schule|neue Schule]] gebaut. Das Gebäude ist bis heute äußerlich originalgetreu erhalten und wird für Wohnzwecke genutzt. In den nächsten Jahren erhielt der Ort weitere Bedeutung durch sich im Umfeld des [[Leegemoor|Leegemoors]] ansiedelnde Industrie. Einen Anschluss an die [[Kanalisation]] bekam der Ort indes erst 2003 mit dem Bau des [[Südring|Südrings]]. Bis dahin nutzte jedes Haus eine eigene Kläranlage oder Sickergrube. Dieser altertümliche Umstand besteht heute nur noch in den abgelegenen Hofstellen und Siedlungen, insbesondere in [[Westermarsch]] und [[Ostermarsch]]. Im gleichen Zuge mit dem Straßenbau erhielten die Straßen und Häuser des Ortes ihre heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummern]]. Bis dahin waren die Häuser noch gemäß der alten, chronologischen Nummerierung adressiert, wonach das erst gebaute Haus in [[Süderneuland II]] die Nummer 1 bekam, das zweite die 2 und so weiter. Dieses alte System findet sich heute - auf das Stadtgebiet bezogen - nur noch am [[Verschönerungsweg]] und der [[Bundesstraße]].<ref>Zeitzeugenbefragung vom 6. Oktober 2021</ref> | ||