Westlintel: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
! colspan="2" | | ! colspan="2" | | ||
==Westlintel== | ==Westlintel== | ||
|- | |- | ||
| colspan="2" |{{#multimaps: | | colspan="2" |{{#multimaps: | ||
| Zeile 14: | Zeile 12: | ||
| height = 300px | | height = 300px | ||
}} | }} | ||
|- | |||
! colspan="2" |Basisdaten | |||
|- | |- | ||
|Administrativer Stadtteil | |Administrativer Stadtteil | ||
| Zeile 36: | Zeile 36: | ||
Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Westlintel wurden schon bald die [[Aldersna]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie die [[Aldersnaburg]] im Winkel der heutigen [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] erbauten. | Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Westlintel wurden schon bald die [[Aldersna]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie die [[Aldersnaburg]] im Winkel der heutigen [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] erbauten. | ||
Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Westlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]]. Die Trennung zwischen Ost- und Westlintel ist seit spätestens 1645 amtlich, dort werden die Orte auch als ''Ostlinteler [[Rott]]'' und ''Westlinteler [[Rott]]'' bezeichnet.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> | Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Westlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]]. Die Trennung zwischen Ost- und Westlintel ist seit spätestens 1645 amtlich, dort werden die Orte auch als ''Ostlinteler [[Rott]]'' und ''Westlinteler [[Rott]]'' bezeichnet.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref>Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 31f.</ref> | ||
Für das Jahr 1848 sind 95 Einwohner belegt, die sich auf 16 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von fünf bis sechs Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße|Norddeicher Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. | Für das Jahr 1848 sind 95 Einwohner belegt, die sich auf 16 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von fünf bis sechs Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße|Norddeicher Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. | ||