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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Ursprünge der Theelacht reichen zurück in das Jahr 884, als die Friesen unter [[Rembertistraße|Bischof Rimbert]] die Wikinger in der [[Schlacht von Nordendi]] besiegten. Um die einst verlorenen und nun gemeinsam zurückeroberten Gebiete ebenso gemeinschaftlich zu bewirtschaften und zu verwalten, gründeten sie die Theelacht. Bewirtschafteten sie die Flächen anfangs selbst, ging man recht bald dazu über, die Ländereien zu verpachten und so ihren Nutzen daraus zu ziehen. Von anfänglich mehreren tausend Hektar Land waren um 1800 nur noch etwa 1.200 Hektar verblieben, da ein Großteil der Ländereien an Kirche, Klöster und Landesherren verkauft oder verschenkt worden waren.
Die Ursprünge der Theelacht reichen zurück in das Jahr 884, als die Friesen unter [[Rembertistraße|Bischof Rimbert]] die Wikinger in der [[Schlacht von Nordendi]] besiegten. Um die einst verlorenen und nun gemeinsam zurückeroberten Gebiete ebenso gemeinschaftlich zu bewirtschaften und zu verwalten, gründeten sie die Theelacht. Bewirtschafteten sie die Flächen anfangs selbst, ging man recht bald dazu über, die Ländereien zu verpachten und so ihren Nutzen daraus zu ziehen. Von anfänglich mehreren tausend Hektar Land waren um 1800 nur noch etwa 1.200 Hektar verblieben, da ein Großteil der Ländereien an Kirche, Klöster und Landesherren verkauft oder verschenkt worden waren.
 
[[Datei:Theelacht Thele Hilgenrieder Bucht 01.JPG|links|mini|Die historischen ''Theele'' in der Bucht von Hilgenriedersiel.]]
Unklar ist, wo die Theelacht anfangs tagte. Am naheliegendsten ist, dass sie seit jeher im Rathaus tagten. Nachdem der Vorgängerbau des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]] 1531 von [[Balthasar von Esens]] gebrandschatzt wurde, tagte die Theelacht vorübergehend im [[Weinhaus]], bis sie in die bis heute genutzte, sogenannte ''Theelkammer'' im Alten Rathaus umziehen konnte. In den Wirren des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sowie der Inflation und Währungsreform ging das Gemeinleben der Theelacht weitestgehend verloren, konnte jedoch nach 1945 wieder vom Theelachter [[Johannes Fleeth]] zu neuem Leben erweckt werden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 11</ref> Im Dezember 1949 fand dann die erste Tagung der Nachkriegszeit wie gewohnt in der [[Theelkammer]] statt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 61</ref>
Unklar ist, wo die Theelacht anfangs tagte. Am naheliegendsten ist, dass sie seit jeher im Rathaus tagten. Nachdem der Vorgängerbau des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]] 1531 von [[Balthasar von Esens]] gebrandschatzt wurde, tagte die Theelacht vorübergehend im [[Weinhaus]], bis sie in die bis heute genutzte, sogenannte ''Theelkammer'' im Alten Rathaus umziehen konnte. In den Wirren des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sowie der Inflation und Währungsreform ging das Gemeinleben der Theelacht weitestgehend verloren, konnte jedoch nach 1945 wieder vom Theelachter [[Johannes Fleeth]] zu neuem Leben erweckt werden.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 11</ref> Im Dezember 1949 fand dann die erste Tagung der Nachkriegszeit wie gewohnt in der [[Theelkammer]] statt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 61</ref>