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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Ostlintel wurden schon bald die [[Idzinga]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie am [[Ulmenweg]] die [[Idzingaburg]] mitsamt Nebengebäuden wie dem [[Haus Barenbusch]] errichteten. Ein weiterer Hof, der heute so genannte [[Hof Lintel]] und später auch das [[Gut Lintel]] waren weitere bedeutende Güter. Bedeutendstes Gebäude jedoch war seit jeher das wohl bereits vor 1198 errichtete [[Kloster Marienthal]] einschließlich des [[Gasthaus|Gasthauses]] als dessen Nachfolger.
Die Bauerschaft Lintel gehörte zu den erst besiedelten Gebieten auf der [[Norder Geestinsel]]. Herren von Ostlintel wurden schon bald die [[Idzinga]], die als einflussreiche Häuptlingsfamilie am [[Ulmenweg]] die [[Idzingaburg]] mitsamt Nebengebäuden wie dem [[Haus Barenbusch]] errichteten. Ein weiterer Hof, der heute so genannte [[Hof Lintel]] und später auch das [[Gut Lintel]] waren weitere bedeutende Güter. Bedeutendstes Gebäude jedoch war seit jeher das wohl bereits vor 1198 errichtete [[Kloster Marienthal]] einschließlich des [[Gasthaus|Gasthauses]] als dessen Nachfolger. Die Trennung zwischen Ost- und Westlintel ist seit spätestens 1645 amtlich, dort werden die Orte auch als ''Ostlinteler [[Rott]]'' und ''Westlinteler [[Rott]]'' bezeichnet.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Ostlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde.
Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Ostlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde.


Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Für das Jahr 1848 sind 166 Einwohner belegt, die sich auf 27 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. Um die selbe Zeit, nämlich im Jahre 1908, wurde auch die ursprünglich aus der Zeit vor 1530 stammende [[Linteler Mühle]] neu errichtet.
Für das Jahr 1848 sind 166 Einwohner belegt, die sich auf 27 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. Um die selbe Zeit, nämlich im Jahre 1908, wurde auch die ursprünglich aus der Zeit vor 1530 stammende [[Linteler Mühle]] neu errichtet.


Der einst dichte und namensgebende Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Landkauf der Stadt wuchs der Ort mit dieser weiter zusammen, insbesondere im späten 19. Jahrhundert, beginnend mit dem [[Neuer Friedhof|Friedhofsgelände]]. Es folgte weitere Landkäufe um das spätere [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] und schließlich die vollständige Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] in die [[Stadt Norden]] zum 1. April 1919.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90f.</ref> Schon bald begann man auch hier mit der Erschließung neuen Baulands, wie beispielsweise an der [[Ubbo-Emmius-Straße]].
Der einst dichte und namensgebende Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Landkauf der Stadt wuchs der Ort mit dieser weiter zusammen, insbesondere im späten 19. Jahrhundert, beginnend mit dem [[Neuer Friedhof|Friedhofsgelände]]. Es folgte weitere Landkäufe um das spätere [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] und schließlich die vollständige Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] in die [[Stadt Norden]] zum 1. April 1919.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90f.</ref> Schon bald begann man auch hier mit der Erschließung neuen Baulands, wie beispielsweise an der [[Ubbo-Emmius-Straße]].