Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|-
|-
|Entstehungszeit
|Entstehungszeit
|vor 1852 (um oder vor 1750)
|vor 1749
|-
|-
|Erbauer
|Erbauer
Zeile 28: Zeile 28:
|-
|-
|Genaue Lage
|Genaue Lage
|[[Kiebitznester Weg]] 12
|[[Kiebitznester Weg]] 20
26506 Norden
26506 Norden
|}
|}
Zeile 35: Zeile 35:


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Wohl wegen der Lage inmitten von Wiesen nach dem Vogel Kiebitz benannt. Im ostfriesischen Niederdeutsch bezeichnet ''kîwît'' jedoch auch eine Wasserschöpfmühle ohne Gehäuse oder Umkleidung.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Eine solche [[Wassermühle (Nadörst)|Wassermühle]] hat es beispielsweise seit mindestens 1740 in [[Nadörst]] gegeben.
Wohl wegen der Lage inmitten von Wiesen nach dem Vogel Kiebitz benannt. Im ostfriesischen Niederdeutsch bezeichnet ''kîwît'' jedoch auch eine Wasserschöpfmühle ohne Gehäuse oder Umkleidung.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Eine solche [[Wassermühle (Nadörst)|Wassermühle]] hat es beispielsweise seit mindestens 1740 in [[Nadörst]] gegeben. Allerdings waren diese ''kîwîte'' eher klein, sodass bei jener in Nadörst nicht von einem ''kîwît'' die Rede sein kann.


In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von Süderneuland I geführt. Im Jahr 1848 sollen hier bloß zwei Personen gewohnt haben; eine ungewöhnlich geringe Zahl für einen Bauernhof, insbesondere in jener Zeit.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>
Erstmalig wird der Hof 1749 erwähnt, hat zu diesem Zeitpunkt jedoch offensichtlich bereits schon länger existiert, da die genannten Eigentümer den Hof von ihren Großeltern geerbt haben sollen. Auch nachfolgend verbleibt der Hof im Familienbesitz, bis er an die Familien Ippen und Germann gelangt, denen schon der [[Hof Ippen]] in der Nähe gehörte. Seit 1911 verblieb der Hof dann im Besitz der Familie Germann.<ref>Schreiber, Gretje (2011) Die Höfe in Süderneuland, Nr. 6</ref> In der amtlichen Statistik des Königreichs Hannover wird der Hof gleichzeitig als Ortschaft innerhalb von [[Süderneuland I]] geführt. Im Jahr 1848 sollen hier bloß zwei Personen gewohnt haben; eine ungewöhnlich geringe Zahl für einen Bauernhof, insbesondere in jener Zeit.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref>


Der Hof brannte in der Nacht des 20. Aprils 2010 vollständig nieder. Bereits Jahre zuvor war es nach dem Tod des letzten Bewohners eine unbewohnbare Ruine geworden, dessen Umgebung mit Abfällen und Unrat übersät war. Die Feuerwehr ließ die Ruine kontrolliert abbrennen, da es keine Werte mehr zu retten gab und direkte Löscharbeiten zu einer unnötigen Gefährdung der Einsatzkräfte geführt hätten.<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2010/04/20/hofruine-brannte-am-kiebitznester-weg/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden], abgerufen am 12. Dezember 2020</ref>
Der Hof brannte in der Nacht des 20. Aprils 2010 vollständig nieder.<ref name=":0" /> Der letzte Eigentümer, Landwirt Willers, verstarb 2009.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 25. Oktober 2021</ref> Bereits Jahre zuvor war es nach dem Tod des letzten Bewohners eine unbewohnbare Ruine geworden, dessen Umgebung mit Abfällen und Unrat übersät war. Die Feuerwehr ließ die Ruine kontrolliert abbrennen, da es keine Sachwerte mehr zu retten gab und direkte Löscharbeiten zu einer unnötigen Gefährdung der Einsatzkräfte geführt hätten.<ref name=":0">[https://www.feuerwehr-norden.de/2010/04/20/hofruine-brannte-am-kiebitznester-weg/ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden], abgerufen am 12. Dezember 2020</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==