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An der alten Landseite, dem Langhauser Weg, ist der Boden schwärzlich und schwer, besonders in der Gegend vom [[Groß-Langhaus]], welches den schwärzesten Boden hat. Nach der südlichen Seite hin, wird der Boden sandiger und hellfarbiger.
An der alten Landseite, dem Langhauser Weg, ist der Boden schwärzlich und schwer, besonders in der Gegend vom [[Groß-Langhaus]], welches den schwärzesten Boden hat. Nach der südlichen Seite hin, wird der Boden sandiger und hellfarbiger.
==Bevölkerungsentwicklung==
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!Jahr
!Einwohner
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|1771
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|1823
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|1848
| align="right" |368
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|1867
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|2016
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|2019
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|2020
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
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Ab dem 16. bis 17. Jahrhundert begannen tiefgreifende sozialstrukturelle Veränderungen. Die Zahl der kleinen und mittleren Bauernhöfe ging zurück und einige wenige Großbauern dominierten fortan die Landwirtschaft. Während es um 1600 noch 37 Höfe in Westermarsch I gab, waren es 1719 noch 30. Die durchschnittliche Größe der Ländereien eines Hofs stieg von etwa 15 auf gut 30 bis 35 [[Diemat]]. Durch gute Erträge im fruchtbaren Marschland kamen die Großbauern zu ansehnlichem Wohlstand, während der Großteil der Westermarscher in ein wirtschaftliches Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen gerieten und in Armut fortlebten. Die [[Westerstraße]] in Norden wurde zur Einkaufsstraße der Westermarscher Großbauern. Ihren Wohlstand stellten sie gerne durch vergleichsweise prunkvolle Kutschen und eigene Logen in der [[Ludgerikirche]] zur Schau. Eines der größten Höfe der Westermarsch ist der noch heute erhaltenene Hof [[Groß-Langhaus]], der gut 150 [[Diemat]] Land besaß (etwa 855.000 Quadratmeter).
Ab dem 16. bis 17. Jahrhundert begannen tiefgreifende sozialstrukturelle Veränderungen. Die Zahl der kleinen und mittleren Bauernhöfe ging zurück und einige wenige Großbauern dominierten fortan die Landwirtschaft. Während es um 1600 noch 37 Höfe in Westermarsch I gab, waren es 1719 noch 30. Die durchschnittliche Größe der Ländereien eines Hofs stieg von etwa 15 auf gut 30 bis 35 [[Diemat]]. Durch gute Erträge im fruchtbaren Marschland kamen die Großbauern zu ansehnlichem Wohlstand, während der Großteil der Westermarscher in ein wirtschaftliches Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen gerieten und in Armut fortlebten. Die [[Westerstraße]] in Norden wurde zur Einkaufsstraße der Westermarscher Großbauern. Ihren Wohlstand stellten sie gerne durch vergleichsweise prunkvolle Kutschen und eigene Logen in der [[Ludgerikirche]] zur Schau. Eines der größten Höfe der Westermarsch ist der noch heute erhaltenene Hof [[Groß-Langhaus]], der gut 150 [[Diemat]] Land besaß (etwa 855.000 Quadratmeter).
Um 1771 grassierte in Westermarsch eine große Viehseuche, die für die rund 600 Einwohner des Dorfes zu großer wirtschaftlicher Not führte.
1774 wurde die [[Ziegelei (Westermarsch) | Ziegelei]] in der [[Ziegeleistraße]] eröffnet. Sie bestand bis in die 1970er, das Gelände liegt seither brach.
1777 wurde eine Zuckersiederei errichtet.
1825 brach der Deich erneut und es kam zu großflächigen Verwüstungen.


Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs formierte sich eine Bürgerwehr, der 73 Mann angehörten. Die Wehr hatte keine Waffen, diese waren jedoch angefordert. Zu einer Bewaffnung kam es durch die Gründung der Weimarer Republik jedoch nicht mehr.
Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs formierte sich eine Bürgerwehr, der 73 Mann angehörten. Die Wehr hatte keine Waffen, diese waren jedoch angefordert. Zu einer Bewaffnung kam es durch die Gründung der Weimarer Republik jedoch nicht mehr.
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Die Bevölkerung ist überwiegend evangelisch-lutherisch und gehört mittlerweile zur [[Andreas-Kirchengemeinde]] Norden, welche ihren Sitz im [[Warfenweg]] hat. Vereinzelt gibt es evangelisch-reformierte Bewohner, die die Kirche in Bargebur besuchen, sowie Mennoniten, die einst Schutzgeld zahlten und die in Norden am Marktplatz auf der Südseite seit 1795 ihre eigene Kirche besitzen. Die wenigen katholischen Bewohner gehen in die Kirche St. Ludgerus in Norden. In der Begegnisstätte am Altendeichsweg finden regelmäßig Teenachmittage statt.
Die Bevölkerung ist überwiegend evangelisch-lutherisch und gehört mittlerweile zur [[Andreas-Kirchengemeinde]] Norden, welche ihren Sitz im [[Warfenweg]] hat. Vereinzelt gibt es evangelisch-reformierte Bewohner, die die Kirche in Bargebur besuchen, sowie Mennoniten, die einst Schutzgeld zahlten und die in Norden am Marktplatz auf der Südseite seit 1795 ihre eigene Kirche besitzen. Die wenigen katholischen Bewohner gehen in die Kirche St. Ludgerus in Norden. In der Begegnisstätte am Altendeichsweg finden regelmäßig Teenachmittage statt.


==Bevölkerungsentwicklung==
==Gesundheit und Soziales==
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Westermarsch I war von jeher dem [[Armenverband Norden]] und dem [[Kirchspiel Norden]] angegliedert, so 1735 und 1870. Die Betreuung der Hilfsbedürftigen wurde früher von den Kirchengemeinden vorgenommen. Aus den umliegenden
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Gemeinden Westermarsch, [[Lintelermarsch]] und [[Ostermarsch]], soweit sie nach Norden eingepfarrt waren, wurde ein Kirchenverwalter bestellt. Die dafür benötigten Gelder stammten aus eigenen Ländereien (Verpachtung und Erträge) und Kapitalvermögen. Später wurde das Armenwesen auf die Kommunen übertragen. Im Gebäude der alten Schule befindet sich heute der [[Kindergarten Westermarsch]] der [[AWO Norden]] sowie die Begegnungsstätte der Stadt Norden. Die Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Westermarsch wurde 1977 gegründet, die Begräbnishilfe Westermarsch 1933.
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!Jahr
!Einwohner
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|1823
| align="right" |436
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|1848
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|1867
| align="right" |548
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|2016
| align="right" |442
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|2019
| align="right" |400
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|2020
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== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==