Hinrich Donner: Unterschied zwischen den Versionen
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Donner erlernte ursprünglich den Beruf des Schriftsetzers und blieb diesem Handwerk bis zu seiner Rente treu. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde er zum Kriegsdienst einberufen, aus dem er jedoch körperlich unversehrt zurückkehrte. Noch im letzten Kriegsjahr wurde er politisch aktiv und 1930 erstmals für die [[SPD Norden|Sozialdemokraten]] in den [[Stadtrat]] gewählt. Hier setzte er sich insbesondere für die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen ein.<ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 15. September 2021</ref> | Donner erlernte ursprünglich den Beruf des Schriftsetzers und blieb diesem Handwerk bis zu seiner Rente treu. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde er zum Kriegsdienst einberufen, aus dem er jedoch körperlich unversehrt zurückkehrte. Noch im letzten Kriegsjahr wurde er politisch aktiv und 1930 erstmals für die [[SPD Norden|Sozialdemokraten]] in den [[Stadtrat]] gewählt.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Hier setzte er sich insbesondere für die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen ein.<ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 15. September 2021</ref> | ||
Nach der Machtergreifung musste er wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD von seinen politischen Ämtern zurücktreten. Seine Ablehnung gegenüber den neuen Machthabern zeigte er mehr oder weniger offen, sodass er nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat im Juli 1944 mit weiteren seiner Genossen verhaftet und in das KZ Neuengamme deportiert wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 117</ref> Auch dieses einschneidende Erlebnis überlebte er. | Nach der Machtergreifung musste er wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD von seinen politischen Ämtern zurücktreten. Seine Ablehnung gegenüber den neuen Machthabern zeigte er mehr oder weniger offen, sodass er nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat im Juli 1944 mit weiteren seiner Genossen verhaftet und in das KZ Neuengamme deportiert wurde.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 117</ref> Auch dieses einschneidende Erlebnis überlebte er. | ||
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er einer der ersten Mitglieder des neuen Norder Stadtrats und arbeitete zunächst für die ''Ostfriesische Rundschau'' und - nachdem diese ihren Betrieb einstellte - für den [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]]. 1946 war er auch Gründungsmitglied der neu gegründeten Norder SPD. Darüber hinaus gehörte er von 1945 bis 1956 dem Kreistag des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] an.<ref name=":0" /> | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er einer der ersten Mitglieder des neuen Norder Stadtrats und arbeitete zunächst für die ''Ostfriesische Rundschau'' und - nachdem diese ihren Betrieb einstellte - für den [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]]. 1946 war er auch Gründungsmitglied der neu gegründeten Norder SPD. Darüber hinaus gehörte er von 1945 bis 1956 dem Kreistag des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] an.<ref name=":0" /> | ||