Sägemühle Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 29. September 2021, 12:49 Uhr
Sägemühle Tidofeld | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1717 (1826) | |||||||
| Erbauer | Familie Inn- und Knyphausen | |||||||
| Bauweise | Hölzerne Sägemühle | |||||||
| Erhaltungszustand | um 1919 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Westekelbur 3
26506 Norden | |||||||
Eine Sägemühle wurde 1717 in Tidofeld durch die Herren von Lütetsburg, den Innhausen und Knyphausen auf dem Gelände der geschliffenen (zerstörten) Burg Tidofeld erbaut. Sie wurde 1919 abgebrochen, der Straßenname An der Sägemühle erinnert jedoch bis heute an sie.
Geschichte
Noch in der Neuzeit war es verboten, ohne Genehmigung des obersten Landesherren Mühlen zu unterrichten bzw. zu betreiben. So kam es, dass die Innhausen und Knyphausen in einen Rechtsstreit mit den Cirksenas gerieten, da sie 1717 begannen, in Tidofeld - damals noch Teil der Gemeinde Lütetsburg - eine Sägemühle zu errichten. Die landesherrliche Kanzlei der Cirksenas untersagte ihnen den Weiterbau.
Möglicherweise ging man irrig in der Annahme, dies sei ohne Zustimmung des Grafen möglich, da man an der Örtlichkeit bereits eine Roggen- und Peldemühle betrieb. Als Pelden bezeichnet man den Vorgang des Schälens von Roggen oder Gerste. Die zu Inn- und Knyphausen ließen den Prozess daraufhin an das von der Landesherrschaft relativ unabhängige Hofgericht verweisen, wo die Sache jedoch versandete.[1] Später kam es offenkundig zu einer Einigung.
Die Höhe der Steuern, das sogenannte Windgeld, betrug 10 Reichstaler und musste von den Betreibern direkt an das ostfriesische Grafenhaus entrichtet werden. Als Mahlgeld (Gebühr für das Sägen von Holz) verlangten die Betreiber 1 1/2 Stüber (6 Pfennig) pro Fuß (ca. 30-31 cm).[2]
1826 wird die Mühle neu erbaut, die bisherige Größe wird beibehalten. Um 1919 wird sie abgebrochen. Man zündete ihre Ständer einseitig an, sodass sie dadurch einstürzte.[1]
Beschreibung
Die hölzerne Sägemühle wurde im Stile einer sogenannten Paltrockmühle errichtet und war 44 Fuß (ca. 13,4 Meter) und 14 Fuß breit bzw. lang (ca. 4,3 Meter). Mit Mühlwerk und Oberbau war sie sogar 75 Fuß (ca. 22,8 Meter) hoch.[3]
Das Haus des Müllers befand sich auf dem höchsten Punkt des einstigen Tidofelder Schlosses.
