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26506 Norden
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Die '''Conerus-Schule''' (ehemals: "Berufsbildende Schulen Norden"; kurz "BBS Norden") ist die für den [[Landkreis Norden|Altkreis Norden]] zuständige Berufsbildende Schule. Ihre Ursprünge sind in der Zeit um 1829 zu suchen, als der Namensgeber [[Peter Conerus|Peter Friedrich Conerus]] die erste [[Gewerbeschule]] im Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, an der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]] errichtete.
Die '''Conerus-Schule''' (ehemals: ''Berufsbildende Schulen Norden''; kurz: ''BBS Norden'') ist die für den [[Landkreis Norden|Altkreis Norden]] zuständige Berufsbildende Schule. Ihre Ursprünge sind in der Zeit um 1829 zu suchen, als der Namensgeber [[Peter Conerus|Peter Friedrich Conerus]] die erste [[Gewerbeschule]] im Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, an der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]] errichtete.


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*siehe auch: [[Gewerbeschule#Geschichte|Geschichte der Norder Gewerbeschule]]
*siehe auch: [[Gewerbeschule#Geschichte|Geschichte der Norder Gewerbeschule]]


Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim (Norden)|Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" bestehe, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann." Konrekt wurden die Planungen gar erst Mitte 1957.<ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Und erst drei Jahre später wurde der Bau fertiggestellt, das alte Schulgebäude wurde 1960 abgebrochen.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch bis 1953 veranstalte der [[Schützenbund Norden|Norder Schützenbund]] auf dem heutigen Schulgelände seine alljährlichen Schützenfeste, die wegen des Baus der Schule in den Folgejahren auf dem [[Marktplatz]] stattfanden.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref>
Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim (Norden)|Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun ''"zum dritten Male die Hoffnung" bestehe, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann."'' Konrekt wurden die Planungen gar erst Mitte 1957.<ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Und erst drei Jahre später wurde der Bau fertiggestellt, das alte Schulgebäude wurde 1960 abgebrochen.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch bis 1953 veranstalte der [[Schützenbund Norden|Norder Schützenbund]] auf dem heutigen Schulgelände seine alljährlichen Schützenfeste, die wegen des Baus der Schule in den Folgejahren auf dem [[Marktplatz]] stattfanden.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref>


Nach Fertigstellung wurden in der Schule neben dem klassischen Unterricht auch weitere Schulformen angeboten, so etwa von 1971/1972 bis 1980 die Berufsaufbauschule (BAS Wirtschaft/Technik), in der seinerzeit befähigte [[Realschule|Realschulabsolventen]] die Möglichkeit hatten, sich in Abendkursen fortzubilden, zum Beispiel für ein Studium an einer Fachhochschule. Ab 1975 gab es die Fachoberschule Technik (FOS-T) und Wirtschaft (FOS-W).<ref name=":3" /> Von 1977 bis 1983 existierte die Höhere Handelsschule. Seit 1978 bzw. 1980 gibt es das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) sowie das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Ab 1989/1990 richtete man die Berufsschulfachklassen (BFS) mit den Schwerpunkten Informatik und Sozialpflege sowie die Berufsfachschulen Wirtschaft und Altenpflege ein. Letztere befinden sich seitdem in der [[Pestalozzischule]]. Zum 1. August 1994 wurde ein Fachgymnasium Wirtschaft (FGW) eingeführt, wo seitdem die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 82</ref>
Nach Fertigstellung wurden in der Schule neben dem klassischen Unterricht auch weitere Schulformen angeboten, so etwa von 1971/1972 bis 1980 die Berufsaufbauschule (BAS Wirtschaft/Technik), in der seinerzeit befähigte [[Realschule|Realschulabsolventen]] die Möglichkeit hatten, sich in Abendkursen fortzubilden, zum Beispiel für ein Studium an einer Fachhochschule. Ab 1975 gab es die Fachoberschule Technik (FOS-T) und Wirtschaft (FOS-W).<ref name=":3" /> Von 1977 bis 1983 existierte die Höhere Handelsschule. Seit 1978 bzw. 1980 gibt es das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) sowie das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Ab 1989/1990 richtete man die Berufsschulfachklassen (BFS) mit den Schwerpunkten Informatik und Sozialpflege sowie die Berufsfachschulen Wirtschaft und Altenpflege ein. Letztere befinden sich seitdem in der [[Pestalozzischule]]. Zum 1. August 1994 wurde ein Fachgymnasium Wirtschaft (FGW) eingeführt, wo seitdem die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 82</ref>
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Erstmalig hielt die Digitalisierung bzw. Elektronische Datenverarbeitung im Jahr 1992 Einzug in die Schule.<ref name=":4" /> Seit 1998 verfügt die Schule über einen Zugang zum Internet und wurde 1995 umfangreich erweitert.<ref name=":1" /><ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 84</ref>
Erstmalig hielt die Digitalisierung bzw. Elektronische Datenverarbeitung im Jahr 1992 Einzug in die Schule.<ref name=":4" /> Seit 1998 verfügt die Schule über einen Zugang zum Internet und wurde 1995 umfangreich erweitert.<ref name=":1" /><ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 84</ref>


Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 10. Mai 2021</ref> Die Umbenennung der Schule dürfte nicht zuletzt auch auf Initiative von [[Gerhard Canzler]] zurückzuführen sein, der dies ausdrücklich in seinem Buch "Die Norder Schulen" aus dem Jahr 2005 forderte.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76</ref>
Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 10. Mai 2021</ref> Die Umbenennung der Schule dürfte nicht zuletzt auch auf Initiative von [[Gerhard Canzler]] zurückzuführen sein, der dies ausdrücklich in seinem Buch Die ''Norder Schulen'' aus dem Jahr 2005 forderte.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76</ref>
==Schuldirektoren==
==Schuldirektoren==
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|[[Volker Cammans]]
|[[Volker Cammans]]
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==Galerie==
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Datei:Schulstraße 55 - 05052006.jpg|Das Schulgebäude am 5. Mai 2006.
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==Literatur==
==Literatur==
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76-84
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76 - 84


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==