Addinggaste: Unterschied zwischen den Versionen
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Vor der Aufgabe des Ortes lag die Addinggaste im Herrschaftsgebiet des Geschlechts der [[Addinga]], die ihre Sitz auf der [[Addingaburg]] hatten. Der Name geht wohl auf einen Ahnherren mit Namen ''Addo'' zurück.<ref>Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156ff.</ref> Die Endung ''-nga'' bedeutet soviel wie ''aus der Sippe des''. Noch heute findet sich diese aus der friesischen Sprache stammende Endung in vielen ostfriesischen Namen (Poppinga, Hayenga, Nanninga, ...). Der Begriffsbestandteil ''Gaste'' weist darauf hin, dass das Gebiet hier einen [[Geest|Geestboden]] aufwies. Sinngemäß bedeutet Addinggaste also ''Gaste der Addinga''. | Vor der Aufgabe des Ortes lag die Addinggaste im Herrschaftsgebiet des Geschlechts der [[Addinga]], die ihre Sitz auf der [[Addingaburg]] hatten. Der Name geht wohl auf einen Ahnherren mit Namen ''Addo'' zurück.<ref>Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156ff.</ref> Die Endung ''-nga'' bedeutet soviel wie ''aus der Sippe des''. Noch heute findet sich diese aus der friesischen Sprache stammende Endung in vielen ostfriesischen Namen (Poppinga, Hayenga, Nanninga, ...). Der Begriffsbestandteil ''Gaste'' weist darauf hin, dass das Gebiet hier einen [[Geest|Geestboden]] aufwies. Sinngemäß bedeutet Addinggaste also ''Gaste der Addinga''. | ||
1425 begann mit dem [[Udo-Focken-Deich]] die Wiedergewinnung des in den Folgejahren wegen seiner südlichen Lage von Nordens befindlichen ''Süderneulands''. Dieser lag nördlich der Addinggaste und bildet dessen nördliche Grenze. Die westliche Grenze zum [[Norder Tief]] bildet der [[Moordeich]], die östliche der [[Wurzeldeich]] und die südliche das [[Addinggaster Neuland]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> In den Folgejahren wurde das Land urbar gemacht und besiedelt. Das Meer führte dabei zu einer Verbesserung der Bodenqualität, ähnlich jener in der [[Marsch]], sodass die hier befindlichen Höfe äußerst ertragreich waren.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15</ref><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I und II] in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> | 1425 begann mit dem [[Udo-Focken-Deich]] die Wiedergewinnung des in den Folgejahren wegen seiner südlichen Lage von Nordens befindlichen ''Süderneulands''. Dieser lag nördlich der Addinggaste und bildet dessen nördliche Grenze. Die westliche Grenze zum [[Norder Tief]] bildet der [[Moordeich]], die östliche der [[Wurzeldeich]] und die südliche das [[Addinggaster Neuland]].<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> In den Folgejahren wurde das Land urbar gemacht und besiedelt. Das Meer führte dabei zu einer Verbesserung der Bodenqualität, ähnlich jener in der [[Marsch]], sodass die hier befindlichen Höfe äußerst ertragreich waren.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd, 12. März 2011, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 15</ref><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Suederneuland_I_und_II.pdf Beschreibung von Süderneuland I und II] in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Zur Entwässerung wurden Siele gebaut, die das Land in das [[Norder Tief]] entwässerten. Aus diesen zunächst hölzernen Sielen wurde 1775 das steinerne [[Fridericussiel]]. | ||
Über Jahrhunderte war die Addinggaste, wie das gesamte Süderneuland, äußerst spärlich besiedelt. Dies änderte sich erst mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] sowie des [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhofs]], als sich hier um die Jahrhundertwende (um 1900) nach und nach immer mehr wohlhabende Bauern einen Altersruhesitz an der neu entstandenen [[Bahnhofstraße]] errichteten. | Über Jahrhunderte war die Addinggaste, wie das gesamte Süderneuland, äußerst spärlich besiedelt. Dies änderte sich erst mit dem Bau der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] sowie des [[Alter Bahnhof Norden|Bahnhofs]], als sich hier um die Jahrhundertwende (um 1900) nach und nach immer mehr wohlhabende Bauern einen Altersruhesitz an der neu entstandenen [[Bahnhofstraße]] errichteten. | ||