Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
|-
|-
|Stadtteil/-viertel
|Stadtteil/-viertel
|Westermarsch I
|[[Westermarsch I]]
|-
|-
|Erschließungsjahr
|Erschließungsjahr
|zw. 1581-1594
|vor oder um 1700
|-
|-
|Namensgebung
|Namensgebung
|1897
|unbekannt
|-
|-
|Historische Namen
|Historische Namen
|keine
|unbekannt
|}
|}
Der '''Rysdyker Weg''' ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Westermarsch I]]. Die Straße geht südlich vom [[Altendeichsweg (Westermarsch) | Altendeichsweg]] ab und endet an einer Hofstelle als Sackgasse. Ein westlicher Nebenarm verläuft gen [[Hansweg]], in den die Straße vom [[Langhauser Tief]] aus übergeht.
Der '''Rysdyker Weg''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Westermarsch I]]. Die Straße geht südlich vom [[Altendeichsweg (Westermarsch) | Altendeichsweg]] ab und endet an einer Hofstelle als Sackgasse. Ein westlicher Nebenarm verläuft gen [[Hansweg]], in den die Straße vom [[Langhauser Tief]] aus übergeht.
__TOC__
__TOC__


Zeile 33: Zeile 33:


=== Herkunft des Namens ===
=== Herkunft des Namens ===
Der Name ''Rysdyk'' ist im Wasserbau eine Fachbezeichnung für einen mit Buschwerk befestigen Deich oder Faschinendeich (Wall aus Sträuchern u.ä.). Der Straßenname bezieht sich hierbei auf den [[Hof Rysdyk]].<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Möglich ist auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein [[Jacob Rijsdijk]] in der Geschichte Nordens Erwähnung.
Der Straßenname bezieht sich hierbei auf den [[Hof Rysdyk]].<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Dieser befindet sich am Ende des Rysdyker Wegs.


=== Entwicklung ===
=== Entwicklung ===
Erstmalige Erwähnung findet die Straße bzw. der Ort Rysdyk im Jahr 1700 als ''Rysdick''.<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> Weitere überlieferte Namen sind ''Risdik'' (1745), ''Ryssdick'' und ''Rysdick'' (beide 1749). 1788 findet sich erstmalig die Schreibweise ''Rysdyk''.<ref>StAA, Rep. 37, Nr. 993</ref>
Erstmalige Erwähnung findet der Hof im Jahre 1700 als ''Rysdick''.<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> In den Folgejahren finden sich zahlreiche weitere, ähnlich lautende Bezeichnungen. Zum Hof, der heute vom Verein ''[[Tomtes Hof]]'' genutzt wird, gehörten 1848 zwei Wohngebäude, die insgesamt 22 Personen beherbergten.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch. In: Heim und Herd vom 4. Juli 2009, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 6, S. 24, Nr. 6</ref>
 
1594 stand an gleicher Stelle ein Haus oder Hof namens ''Enno Karstens Hauß''.<ref>StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889</ref> 1824 wurde das Anwesen als ''Rysedyck'' und 1895 bzw. 1897 schließlich mit heutiger Schreibung verzeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zum Hof gehörten 1848 zwei Wohngebäude, die insgesamt 22 Personen beherbergten.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch. In: Heim und Herd vom 4. Juli 2009, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 6, S. 24, Nr. 6</ref>


== Gebäude und Plätze ==
== Gebäude und Plätze ==
Der [[Hof Rysdyk]] ist noch heute erhalten. Er ist seit dem 30. Oktober 2004 Schaffensort des gemeinnützigen Verein [[Tomtes Hof]]. Weitere Gebäude, abgesehen von den Nebengebäuden des Hofes, gibt es in der Straße nicht.
Der namensgebende [[Hof Rysdyk]] ist noch heute erhalten, er fungiert seit dem 30. Oktober 2004 als Schaffensort des gemeinnützigen Verein [[Tomtes Hof|''Tomtes Hof'']]. Weitere Gebäude, abgesehen von den Nebengebäuden des Hofes, gibt es in der Straße nicht (mehr).


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==