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Zur gemeinsamen Nutzung und Verwaltung gründeten sie die Leegemoorgesellschaft. Die Weiden wurden praktisch ausschließlich zur Viehhaltung genutzt. Dazu beschäftigte man einen eigenen Hirten, der im [[Hirtenhaus (Leegemoorgesellschaft)|Hirtenhaus]] wohnte. In einem Raum dieses Hauses hielt die Leegemoorgesellschaft früher auch ihre jährlichen Treffen statt. Das Gebäude ist bis heute erhalten und befindet sich am Ende der [[Zinngießerstraße]]. An dieses Hirtenhaus erinnert die Straße [[Zum Hirtenhaus]].
Zur gemeinsamen Nutzung und Verwaltung gründeten sie die Leegemoorgesellschaft. Die Weiden wurden praktisch ausschließlich zur Viehhaltung genutzt. Dazu beschäftigte man einen eigenen Hirten, der im [[Hirtenhaus (Leegemoorgesellschaft)|Hirtenhaus]] wohnte. In einem Raum dieses Hauses hielt die Leegemoorgesellschaft früher auch ihre jährlichen Treffen statt. Das Gebäude ist bis heute erhalten und befindet sich am Ende der [[Zinngießerstraße]]. An dieses Hirtenhaus erinnert die Straße [[Zum Hirtenhaus]].


An jedem 2. Februar (Maria Lichtmess) im Jahr trifft sich die Leegemoorgesellschaft zur Abrechnungsversammlung an der alle Anteilseigner teilnehmen können. Diese können grundsätzlich auch einen bevollmächtigten Vertreter (''Lepelgasten'') zur Versammlung schicken. In der Abrechnungsversammlung werden alle Angelegenheiten, die die Leegemoorgesellschaft betreffen, verhandelt. Während dieser ''Ofrekensversammeln'' darf ausschließlich ostfriesisches Plattdeutsch gesprochen werden. Frauen sind grundsätzlich nicht bei der Versammlung erlaubt; dies ist ihnen lediglich alle 25 Jahre anlässlich der Jubiläen gestattet. Auch die Servicekräfte dürfen ausschließlich männlich sein. Den Frauen wird jedoch bei jeder Abrechnungsversammlung in einer Ansprache (''Proot för de Frolü'') gedacht. Bedingt durch die [[COVID 19-Pandemie|Corona-Pandemie]] konnte diese Tradition - vermutlich erstmalig in der Geschichte - im Februar 2021 nicht stattfinden.
An jedem 2. Februar (Maria Lichtmess) im Jahr trifft sich die Leegemoorgesellschaft zur Abrechnungsversammlung an der alle Anteilseigner teilnehmen können. Diese können grundsätzlich auch einen bevollmächtigten Vertreter (''Lepelgasten'') zur Versammlung schicken. In der Abrechnungsversammlung werden alle Angelegenheiten, die die Leegemoorgesellschaft betreffen, verhandelt. Während dieser ''Ofrekensversammeln'' darf ausschließlich ostfriesisches Plattdeutsch gesprochen werden. Frauen sind grundsätzlich nicht bei der Versammlung erlaubt; dies ist ihnen lediglich alle 25 Jahre anlässlich der Jubiläen gestattet. Auch die Servicekräfte dürfen ausschließlich männlich sein. Den Frauen wird jedoch bei jeder Abrechnungsversammlung in einer Ansprache (''Proot för de Frolü'') gedacht.


Die Versammlung fand früher im Hirtenhaus statt, heute trifft man sich in der Scheune des [[Hotel Reichshof|Reichshofs]]. Neben einem traditionell deftigem Essen, dem ''Leegemoorschmus'' auf Kosten der Gesellschaft, wird gemeinsam Tabak aus langen, weißen Tonpfeifen geraucht. Dazu wird ein [[Doornkaat]], versehen mit einem Magenbitterschnaps, serviert. Angestoßen und getrunken wird ''up Leegemoors Wohlfahrt,'' also auf das Wohlergehen und Fortbestehen der Genossenschaft.
Bedingt durch die [[COVID 19-Pandemie|Corona-Pandemie]] konnte diese Tradition - erstmalig in der Geschichte - im Februar 2021 nicht stattfinden. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts fand sie dann in verschiedenen Gastwirtschaften und Hotels statt. Seit etwa 1850 tagte man im [[Vossenhus]], dann ab ungefähr 1875 im [[Reichshof]]. Später verlegte man die Zusammenkunft in die [[Gastwirtschaft Zum Elephanten]] und dann in den [[Lentzhof]]. Bis zur Schließung des [[Deutsches Haus|Deutschen Hauses]] traf man sich dort und seitdem wieder im Reichshof. Neben einem traditionell deftigem Essen, dem ''Leegemoorschmus'' auf Kosten der Gesellschaft, wird gemeinsam Tabak aus langen, weißen Tonpfeifen geraucht. Dazu wird ein [[Doornkaat]], versehen mit einem Magenbitterschnaps, serviert. Angestoßen und getrunken wird ''up Leegemoors Wohlfahrt,'' also auf das Wohlergehen und Fortbestehen der Genossenschaft.
 
Zum 350-jährigen Jubiläum im Jahr 1982 verfasste [[Ufke Cremer]] eine Festschrift, eine weitere wurde 25 Jahre später von [[Johann Haddinga]] verfasst.


==Verwaltung==
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