Altstadtsanierung: Unterschied zwischen den Versionen
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Kleinere Abbruch- und Sanierungsmaßnahmen fanden bereits Anfang der 1960er Jahre statt, so fiel etwa die rechte der [[Drei Schwestern]] bereits 1963 dem Bau von Parkplätzen zum Opfer.<ref name=":0">Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Unklar ist, warum Rat und Verwaltung in Anbetracht dieser für damalige Zeiten unfassbar hohe Summe von 50 Millionen DM nicht rechtzeitig für einen Architektenwettbewerb aufgewandt wurden, der bestenfalls die Erhaltung der historischen Struktur bewirkt hätte.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 79</ref> | Kleinere Abbruch- und Sanierungsmaßnahmen fanden bereits Anfang der 1960er Jahre statt, so fiel etwa die rechte der [[Drei Schwestern]] bereits 1963 dem Bau von Parkplätzen zum Opfer.<ref name=":0">Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Unklar ist, warum Rat und Verwaltung in Anbetracht dieser für damalige Zeiten unfassbar hohe Summe von 50 Millionen DM nicht rechtzeitig für einen Architektenwettbewerb aufgewandt wurden, der bestenfalls die Erhaltung der historischen Struktur bewirkt hätte.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 79</ref> | ||
Nach einiger Planung wurde schließlich am 29. August 1968 damit begonnen, zunächst den südlich des [[Marktplatz|Marktplatzes]] gelegenen Teil abzureißen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref> Dieser ''Flächensanierung'' fielen nahezu alle historischen Bauten der [[Sielstraße]], der [[Kirchstraße]], der [[Große Lohne|Großen Lohne]] und [[Steenbalgen]] zum Opfer. Das gemeinnützige, dem Deutschen Gewerksschaftsbund gehörende Bauunternehmen ''Neue Heimat'' sowie die ''Nordwestdeutsche Siedlungsgesellschaft'' ließen hier die bis heute bestehenden Mehrparteien- bzw. Hochhäuser errichten, der Bund stellte erhebliche Finanzmittel in Höhe von 50 Millionen DM zusammen und erklärte das Projekt zu einem Studien- und Modellvorhaben.<ref name=":1" /> Mit den Gebäuden wurde auch die kleinteilige Struktur vollständig und unwiderruflich zerstört. Auch die Straßenverläufe wurden ganz oder teilweise verändert. Anhand des anliegenden [[Burggraben|Burggrabens]] lässt sich jedoch noch die ehemalige Bebauung, die vor allem aus derartigen, eingeschössigen Kleinhäusern bestand, nachvollziehen. Die Häuser dort entgingen nur knapp dem gleichen Schicksal, nachdem die Norder Bürgerschaft in erschreckendem Anbetracht der das Stadtbild verschandelnden Wohnblocks wachgerüttelt wurde. Statt den Burggraben ebenfalls zu planieren, entschied man sich hier für die Rettung und Sanierung der Häuserreihen.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24</ref> | Nach einiger Planung wurde schließlich am 29. August 1968 damit begonnen, zunächst den südlich des [[Marktplatz|Marktplatzes]] gelegenen Teil abzureißen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref> Dieser ''Flächensanierung'' fielen nahezu alle historischen Bauten der [[Sielstraße]], der [[Kirchstraße]], der [[Große Lohne|Großen Lohne]] und [[Steenbalgen]] sowie der westlichen [[Uffenstraße|Uffen-]] und [[Heringstraße]] zum Opfer.<ref name=":1" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44</ref> Das gemeinnützige, dem Deutschen Gewerksschaftsbund gehörende Bauunternehmen ''Neue Heimat'' sowie die ''Nordwestdeutsche Siedlungsgesellschaft'' ließen hier die bis heute bestehenden Mehrparteien- bzw. Hochhäuser errichten, der Bund stellte erhebliche Finanzmittel in Höhe von 50 Millionen DM zusammen und erklärte das Projekt zu einem Studien- und Modellvorhaben.<ref name=":1" /> Mit den Gebäuden wurde auch die kleinteilige Struktur vollständig und unwiderruflich zerstört. Auch die Straßenverläufe wurden ganz oder teilweise verändert. Anhand des anliegenden [[Burggraben|Burggrabens]] lässt sich jedoch noch die ehemalige Bebauung, die vor allem aus derartigen, eingeschössigen Kleinhäusern bestand, nachvollziehen. Die Häuser dort entgingen nur knapp dem gleichen Schicksal, nachdem die Norder Bürgerschaft in erschreckendem Anbetracht der das Stadtbild verschandelnden Wohnblocks wachgerüttelt wurde. Statt den Burggraben ebenfalls zu planieren, entschied man sich hier für die Rettung und Sanierung der Häuserreihen.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24</ref> | ||
Neben den Hochhäusern legte man vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Kalten Krieges und der damit immer präsenten Gefahr eines nuklearen Erstschlags durch die Sowjetunion einen atomwaffensicheren [[Tiefbunker]] unter dem heutigen [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] an. Der Bunker wird heute überwiegend als Tiefgarage genutzt, große Teile der Bunkeranlage wie Sanitär- und Maschinenräume sind nicht frei zugänglich. | Neben den Hochhäusern legte man vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Kalten Krieges und der damit immer präsenten Gefahr eines nuklearen Erstschlags durch die Sowjetunion einen atomwaffensicheren [[Tiefbunker]] unter dem heutigen [[Jan-ten-Doornkaat-Koolman-Platz]] an. Der Bunker wird heute überwiegend als Tiefgarage genutzt, große Teile der Bunkeranlage wie Sanitär- und Maschinenräume sind nicht frei zugänglich. | ||
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* [[Schöninghsches Haus]] | * [[Schöninghsches Haus]] | ||
* [[Vossenhus]] | * [[Vossenhus]] | ||
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* [[Drei Schwestern|Dritte Schwester]] (1963) | * [[Drei Schwestern|Dritte Schwester]] (1963) | ||
* [[Herrnhuter Kapelle]] (1970) | * [[Herrnhuter Kapelle]] (1970) | ||
* abgängige bzw. historische Bauten der [[Sielstraße]], [[Kirchstraße]], [[Große Lohne]] und [[ | * abgängige bzw. historische Bauten der [[Sielstraße]], [[Kirchstraße]], [[Große Lohne]], [[Steenbalgen]] sowie der westlichen [[Uffenstraße|Uffen-]] und [[Heringstraße]] | ||
* mehrere Häuser an der Osterstraße, wie beispielsweise die [[Osterstraße 10|Hausnummer 10]] | * mehrere Häuser an der Osterstraße, wie beispielsweise die [[Osterstraße 10|Hausnummer 10]] | ||