Osterpastorei: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Gebäude wurde im Jahre 1573 oder 1578 als Dienstwohnung bzw. Amtssitz für den Pastoren der [[Ludgerikirche]] erbaut. | Das Gebäude wurde im Jahre 1573 oder 1578 als Dienstwohnung bzw. Amtssitz für den Pastoren der [[Ludgerikirche]] erbaut. Sie war zugleich zuständig für die [[Osterkluft]], woraus sich ihr Name erklärt.<ref>[https://www.heiko-campen.de/theelachtii.htm Die Geschichte der Theelacht], abgerufen am 7. September 2021</ref><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref> Erstmalig erwähnt wird der oder zumindest ein Vorgängerbau des heutigen Gebäudes als ''Osthoverlehn'', benannt nach jenem an der Bucht von Hilgenriedersiel befindlichen Theel (Länderei im Besitz der [[Theelacht]]), das das Auskommen des Pastors finanzierte. | ||
1606 wurde der berühmte [[Hermann Conring]] hier geboren, dessen gleichnamiger Vater zu dieser Zeit die Norder Pastorenstelle innehatte.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 180</ref> Einen weiteren berühmten Bewohner bekam das inzwischen nicht mehr als Dienstwohnung genutzte Gebäude im 18. Jahrhundert, als der seinerzeit in Norden tätige [[Johann Christian Reil]] hier wohnte.<ref name=":0" /> | |||
Später fielen auch [[Süderneuland I]], [[Süderneuland II]], [[Bargebur]] sowie Halbemond und Lütetsburg einschließlich der Moorriegen östlich der [[Bundesstraße]], die zusammen den ländlichen Pfarrbezirk der Osterpastorei bildeten, in ihren Zuständigkeitsbereich.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 45</ref> Bis 1578 hatte der Pfarrer volles Verfügungsrecht über das [[Leegemoor]] und konnte durch Verpachtung bzw. den Torfabbau nicht unerhebliche Einkünfte erzielen. Später wurde dieses Vorrecht an die Genossenschaft der [[Altenbürgerlande]] übertragen.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 46</ref> | |||
Das auf der anderen Seite des Marktes liegende Gegenstück der Osterpastorei war die [[Westerpastorei]] (Hausnummer 33).<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 12f.</ref> | Das auf der anderen Seite des Marktes liegende Gegenstück der Osterpastorei war die [[Westerpastorei]] (Hausnummer 33).<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 12f.</ref> | ||