Sielschule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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== Ostdeutsche Heimatstube ==
== Ostdeutsche Heimatstube ==
1983 gründete sich in Räumlichkeiten der [[Vossenhus|Stadtbibliothek]] die Ostdeutsche Heimatstube, ins Leben gerufen durch Vertriebene und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] größtenteils an Polen und die Sowjetunion gefallen waren.<ref name=":0">[https://www.bkge.de/Heimatsammlungen/Verzeichnis/Ueberregional/Heimatstube-Norden.php Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa], abgerufen am 22. August 2021</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> 2000 verlegte das Museum in die Alte Sielschule.<ref name=":0" />
1983 gründete sich in Räumlichkeiten der [[Vossenhus|Stadtbibliothek]] die Ostdeutsche Heimatstube, ins Leben gerufen durch Vertriebene und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] größtenteils an Polen und die Sowjetunion gefallen waren.<ref name=":0">[https://www.bkge.de/Heimatsammlungen/Verzeichnis/Ueberregional/Heimatstube-Norden.php Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa], abgerufen am 22. August 2021</ref><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97</ref> 2000 verlegte das Museum in die Alte Sielschule.<ref name=":0" /> Ziel war es, das wenige Kulturgut, das Krieg sowie Flucht und Vertreibung überdauerte, für die Nachwelt zu erhalten.<ref name=":1" />


2014 löste sich der Trägerverein auf. Die Bestände wurden, soweit die Leihgaben nicht zurückgegeben werden konnten, dokumentiert und im Wesentlichen an das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen, an das Niedersächsische Landesarchiv Aurich sowie das [[Gnadenkirche Tidofeld|Dokumentationszentrum Gnadenkirche Tidofeld]] abgegeben.<ref name=":0" />
2014 löste sich der Trägerverein auf. Die Bestände wurden, soweit die Leihgaben nicht zurückgegeben werden konnten, dokumentiert und im Wesentlichen an das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen, an das Niedersächsische Landesarchiv in Aurich sowie das [[Gnadenkirche Tidofeld|Dokumentationszentrum Gnadenkirche Tidofeld]] abgegeben.<ref name=":0" />


==Trivia==
==Trivia==
Die Alte Sielschule wurde vor dem Auszug der Drogenberatungsstelle regelmäßig Ziel von Einbrüchen und sonstigen Diebstählen. Nach der Festnahme eines Norder Serieneinbrechers und dessen Inhaftierung in einer Justizvollzugsanstalt wurde das Objekt nicht mehr angegangen.
Die Alte Sielschule wurde vor dem Auszug der Drogenberatungsstelle gehäuft Ziel von Einbrüchen und sonstigen Diebstählen. Nach der Festnahme eines Norder Serieneinbrechers und dessen Inhaftierung wurde das Objekt nicht mehr angegangen.


==Galerie==
==Galerie==

Version vom 22. August 2021, 19:08 Uhr

Sielschule

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Basisdaten
Entstehungszeit 1893
Erbauer Stadt Norden
Bauweise Ziegelsteinbau
Entwidmung 1972
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Alten Siel 1

26506 Norden

Die Sielschule war eine mehrklassige Volksschule (Klassen 1-8) in Norden. Das Gebäude wurde von 1893 bis 1972 zu Schulzwecken genutzt. Der heutige Hauptnutzer ist der Kinderschutzbund.

Geschichte

Die Sielschule wurde 1893 auf einem freien Grundstück im Winkel von Am Alten Siel und der Heringstraße errichtet. Sie war zuständig für die Westerkluft, einem ehemaligen, westlichen Stadtteil von Norden. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde sie als eigenständige Schule geführt. Im Oktober 1949 verfügten Schulbehörde und Stadt die Dreiteilung der Markt-, Zingel- und Sielschule. Die Gliederung sah vor, dass unter "Norden I" die Marktschule mit elf Räumen, unter "Norden II" die Zingelschule mit sechs Räumen, zuzüglich einer Schulbaracke mit drei Räumen zusammengefasst wurden. "Norden III" umfasste vier Räume der Marktschule, vier Räume der Sielschule und zwei Räume an der Westgaster Schule. Die herrschenden Raumprobleme konnten erst durch den Bau der Grundschule Lintel im Jahr 1955 sowie der Grundschule Im Spiet im Jahr 1962 entspannt werden.

Heute beherbergt die alte Sielschule den Norder Ortsverband des Kinderschutzbundes. Bis 2018 befand sich zudem im Obergeschoss eine Drogenberatungsstelle.[1]

Ostdeutsche Heimatstube

1983 gründete sich in Räumlichkeiten der Stadtbibliothek die Ostdeutsche Heimatstube, ins Leben gerufen durch Vertriebene und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils an Polen und die Sowjetunion gefallen waren.[2][3] 2000 verlegte das Museum in die Alte Sielschule.[2] Ziel war es, das wenige Kulturgut, das Krieg sowie Flucht und Vertreibung überdauerte, für die Nachwelt zu erhalten.[3]

2014 löste sich der Trägerverein auf. Die Bestände wurden, soweit die Leihgaben nicht zurückgegeben werden konnten, dokumentiert und im Wesentlichen an das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen, an das Niedersächsische Landesarchiv in Aurich sowie das Dokumentationszentrum Gnadenkirche Tidofeld abgegeben.[2]

Trivia

Die Alte Sielschule wurde vor dem Auszug der Drogenberatungsstelle gehäuft Ziel von Einbrüchen und sonstigen Diebstählen. Nach der Festnahme eines Norder Serieneinbrechers und dessen Inhaftierung wurde das Objekt nicht mehr angegangen.

Galerie

Literatur

  • Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 124f.

Einzelnachweise

  1. Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 22. Juni 2018
  2. 2,0 2,1 2,2 Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa, abgerufen am 22. August 2021
  3. 3,0 3,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97

Siehe auch