Leybucht: Unterschied zwischen den Versionen
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== Namensherkunft == | == Namensherkunft == | ||
Zum Ursprung des Namens gibt es zwei Herleitungen. Die wahrscheinlichere bezieht sich auf eine Verkürzung des Wortes [[Leide]]. Die Leide war praktisch der Vorläufer des [[Norder Tief|Norder Tiefs]], verlief jedoch weiter nördlich. Die Bezeichnung entstammt dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie | Zum Ursprung des Namens gibt es zwei Herleitungen. Die wahrscheinlichere bezieht sich auf eine Verkürzung des Wortes [[Leide]]. Die Leide war praktisch der Vorläufer des [[Norder Tief|Norder Tiefs]], verlief jedoch weiter nördlich. Die Bezeichnung entstammt dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie ''(Wasser-)Leitung''. Im Laufe der Jahrhundert wurde daraus Ley. Der Ausfall des ''D'' nach dem Tonvokal ist eine häufige Erscheinung im Niederdeutschen.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Leybuchtpolder.pdf Beschreibung von Leybuchtpolder] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> | ||
Die zweite Herleitung bezieht sich auf das frühere Schieferdach der Marienhafener Kirche, die nach dem Einbruch der Leybucht im 14. Jahrhundert für lange Zeit, ebenso wie der Turm der [[Andreaskirche]], ein wichtiges Seezeichen für den Schiffsverkehr war. Das niederdeutsche Wort | Die zweite Herleitung bezieht sich auf das frühere Schieferdach der Marienhafener Kirche, die nach dem Einbruch der Leybucht im 14. Jahrhundert für lange Zeit, ebenso wie der Turm der [[Andreaskirche]], ein wichtiges Seezeichen für den Schiffsverkehr war. Das niederdeutsche Wort ''Ley'' bedeutet insofern ''Schiefer''.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 149</ref> | ||
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In den folgenden Jahren gab es Pläne, die gesamte Bucht einzudeichen, um so die Deichlinie deutlich zu verkürzen und den Küstenschutz zu verbessern. Diese Maßnahme wurde 1980 jedoch aus Gründen des Naturschutzes wieder verworfen. Es wurden lediglich kleinere Küstenschutzmaßnahmen realisiert (wie beispielsweise die 1991 erfolgte Eindeichung der seit Ende 1994 unter Naturschutz stehenden Leyhörn; siehe [[Leysiel]]). Zur Verstärkung der Deichanlagen begannen 1985 erste Vorbereitungen zum Bau des im Jahr 2000 fertiggestellten (neuen) [[Störtebekerdeich|Störtebekerdeiches]], der dem alten Deich vorgelagert ist.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 88</ref> | In den folgenden Jahren gab es Pläne, die gesamte Bucht einzudeichen, um so die Deichlinie deutlich zu verkürzen und den Küstenschutz zu verbessern. Diese Maßnahme wurde 1980 jedoch aus Gründen des Naturschutzes wieder verworfen. Es wurden lediglich kleinere Küstenschutzmaßnahmen realisiert (wie beispielsweise die 1991 erfolgte Eindeichung der seit Ende 1994 unter Naturschutz stehenden Leyhörn; siehe [[Leysiel]]). Zur Verstärkung der Deichanlagen begannen 1985 erste Vorbereitungen zum Bau des im Jahr 2000 fertiggestellten (neuen) [[Störtebekerdeich|Störtebekerdeiches]], der dem alten Deich vorgelagert ist.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 88</ref> | ||
Insgesamt wurden der Leybucht im Laufe der Geschichte rund 28 Quadratkilometer entrissen.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref> | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||