Kankena: Unterschied zwischen den Versionen
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Borgholt. Nach Lage und Zeitstellung (12.-14. Jahrhundert) muss man annehmen, dass es sich um eine Landesburg der Östringer Landesgemeinde handelt. Angesichts der Position der Kankena im Reepsholter Gebiet und in Wittmund kommt am ehesten ein Kankena als Befehlshaber bzw. Inhaber der Burg in Betracht. | Borgholt. Nach Lage und Zeitstellung (12.-14. Jahrhundert) muss man annehmen, dass es sich um eine Landesburg der Östringer Landesgemeinde handelt. Angesichts der Position der Kankena im Reepsholter Gebiet und in Wittmund kommt am ehesten ein Kankena als Befehlshaber bzw. Inhaber der Burg in Betracht. | ||
Spätestens um die Mitte des 14. Jahrhunderts müssen die Kankena in Wittmund Fuß gefasst haben. Wahrscheinlich haben sie hier eine der alten vornehmen Familien des Harlingerlandes beerbt. Durch seine Sendkirche war Wittmund der Mittelpunkt eines großen Sendgerichtsbezirks. Außerdem war es der Hauptort dieses Landesviertels. Nachdem Wittmund durch den Einbruch der Harlebucht zu einem Hafenort geworden war, wurde der Besitz dieses Ortes noch erstrebenswerter. Daher war die Burg von Wittmund auf der Kirchwarf auch immer wieder umkämpft seit die [[tom | Spätestens um die Mitte des 14. Jahrhunderts müssen die Kankena in Wittmund Fuß gefasst haben. Wahrscheinlich haben sie hier eine der alten vornehmen Familien des Harlingerlandes beerbt. Durch seine Sendkirche war Wittmund der Mittelpunkt eines großen Sendgerichtsbezirks. Außerdem war es der Hauptort dieses Landesviertels. Nachdem Wittmund durch den Einbruch der Harlebucht zu einem Hafenort geworden war, wurde der Besitz dieses Ortes noch erstrebenswerter. Daher war die Burg von Wittmund auf der Kirchwarf auch immer wieder umkämpft seit die [[tom Brook]] begonnen hatten, ihren Machtbereich auf das Harlingerland auszuweiten. Als 1400 Landesgemeinden und Häuptlinge einen Frieden mit den Hansestädten schlossen, befand sich Wittmund im Besitz Keno tom Broks. Die in der Urkunde genannten Konko Hikna und sein Sohn Hikka müssen auf einer ihrer anderen Burgen im Harlingerland ansässig gewesen sein. | ||
Erst [[Focko Ukena]] verhalf ihnen wieder zu ihrer Burg Wittmund. Gegen den Machtanspruch der [[Cirksena]] und Junker Sibos von Esens und Stedesdorf konnten sie sich aber nicht behaupten. Tanne Kankena verlor zuerst 1442 die Westerburg in Dornum, das Erbe seiner Gemahlin Idze von Dornum, an [[Ulrich Cirksena]], dann 1461 durch Verrat auch Burg und Herrlichkeit Wittmund an Junker Sibo. Durch fortgesetzte Kriegszüge brachte er diesen dazu, ihm im Tausch für Wittmund sein väterliches Erbe, die Osterburg in Dornum, wiederzugeben. | Erst [[Focko Ukena]] verhalf ihnen wieder zu ihrer Burg Wittmund. Gegen den Machtanspruch der [[Cirksena]] und Junker Sibos von Esens und Stedesdorf konnten sie sich aber nicht behaupten. Tanne Kankena verlor zuerst 1442 die Westerburg in Dornum, das Erbe seiner Gemahlin Idze von Dornum, an [[Ulrich Cirksena]], dann 1461 durch Verrat auch Burg und Herrlichkeit Wittmund an Junker Sibo. Durch fortgesetzte Kriegszüge brachte er diesen dazu, ihm im Tausch für Wittmund sein väterliches Erbe, die Osterburg in Dornum, wiederzugeben. | ||