Metas Musikschuppen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Metas Musikschuppen== |- | colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Metas Musikschup…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 32: Zeile 32:
|}
|}
__NOTOC__
__NOTOC__
'''Metas Musikschuppen''' ist eine seit 1960 bestehende Kneipe bzw. Diskothek mit Kultstatus. Seit ihrem Bestehen befindet sie sich an der [[Deichstraße]] 10 in [[Westermarsch II]] und nicht - wie vielfach angenommen und propagiert - in [[Norddeich]].
'''Metas Musikschuppen''' ist eine seit 1960 bestehende Kneipe bzw. Diskothek mit Kultstatus. Seit ihrem Bestehen befindet sie sich an der [[Deichstraße]] 10 in [[Westermarsch II]] und nicht - wie vielfach angenommen und propagiert - in [[Norddeich]].


Zeile 43: Zeile 42:


Im Sommer 1985 feierte ''Meta'' das 25-jährige Jubiläum. Zu dieser Zeit gehörte die Diskothek längst zu den bekanntesten Jugendtreffs in Nordwestdeutschland. Nur wenige Jahre später, Anfang der 1990er Jahre, wurde bei Meta Rogall Krebs diagnostiziert, sie verstarb im September 1994 im Alter von gerade einmal 59 Jahren.''<ref name=":0" />'' Seit dieser Zeit führt ihr Sohn Sven das Lebenswerk seiner Mutter fort.
Im Sommer 1985 feierte ''Meta'' das 25-jährige Jubiläum. Zu dieser Zeit gehörte die Diskothek längst zu den bekanntesten Jugendtreffs in Nordwestdeutschland. Nur wenige Jahre später, Anfang der 1990er Jahre, wurde bei Meta Rogall Krebs diagnostiziert, sie verstarb im September 1994 im Alter von gerade einmal 59 Jahren.''<ref name=":0" />'' Seit dieser Zeit führt ihr Sohn Sven das Lebenswerk seiner Mutter fort.
Wie alle Gastwirtschaften hatte auch ''Meta'' unter den Folgen der [[COVID 19-Pandemie]] zu leiden und war seit Frühjahr 2020 geschlossen.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 11. August 2021, 04:28 Uhr

Metas Musikschuppen

{{#multimaps: Title = Metas Musikschuppen Text = Diskothek in Westermarsch II center = 53.614161780485944, 7.150705215447656 circle = 53.614161780485944, 7.150705215447656 : 15 zoom = 18 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit 1960
Erbauer Meta Rogall
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Deichstraße 10

26506 Norden

Metas Musikschuppen ist eine seit 1960 bestehende Kneipe bzw. Diskothek mit Kultstatus. Seit ihrem Bestehen befindet sie sich an der Deichstraße 10 in Westermarsch II und nicht - wie vielfach angenommen und propagiert - in Norddeich.

Geschichte

Die auch als Musikschuppen bezeichnete Kneipe bzw. Diskothek wurde am 11. Juni 1960 als Haus Waterkant eröffnet. Um den eher strengen Auflagen für eine Schankwirtschaft zu umgehen, beantragte man eine Konzession als Milchbar, die auch recht schnell erteilt wurde. Der Gründerin Meta Rogall und ihr Ehemann Klaus Dieter revolutionierten das eher konservative Norden durch frühzeitige Anschaffung einer Jukebox sowie Aufbau eines Bühnenpodestes, um das Image eines reinen Ausflugslokals abzulegen.[1]

Zum 1. Juli 1961 übernahm Meta die Konzession von ihren Eltern, zwei Jahre später trennte sie sich von Klaus Dieter und begann, verschiedene Musiker für Live-Auftritte in ihrer Lokalität zu gewinnen. Zu den ersten Sängern im Waterkant hier zählte der 2008 verstorbene Auricher Musiker Mike Granowski. In der Zeit von 1964 und 1965 traten viele holländische Bands auf, ab 1965 gelang es Meta auch Bands aus London zu engagieren. Aus der Londoner Clubszene trat die australische Band The Twilights auf. Der Band gefiel es in Norddeich so gut, dass sie das ganze Jahr 1965 blieb und teilweise mehrere Monate auftrat. In dieser Zeit trat auch King Size Taylor im Haus Waterkant auf. Nicht zuletzt wegen dieser angesagten Bands etablierte sich die Lokalität weit über Ostfriesland hinaus als angesagteste Live-Adresse in Nordwestdeutschland. Nach und nach begann der eigentliche Name der Gaststätte in den Hintergrund zu geraten. Man sprach nun immer häufiger von: "Komm, wir geh'n zu Meta!" Hieran hat sich bis heute nichts geändert, der ursprüngliche Name ist sogar weitestgehend aus dem Bewusstsein der jüngeren Generationen verschwunden.[1]

Weitere bekannte Musikgrößen, die bei Meta auftraten, waren Otto Waalkes mit seiner Band The Rustlers. Otto spielte zu dieser Zeit Hits von den Beatles nach. Ab 1966 setzte schließlich eine Trendwende ein. Immer mehr deutsche Musiker drängten in den Vordergrund, was auch an Meta nicht vorbeiging. In den Folgejahren entwickelte sich die Gastwirtschaft von einem Live-Club zu einer Diskothek. Nach nur einer Woche Umbauphase war es im November 1968 unterhielt dann ein - oftmals prominenter - DJ die Gäste. Meta engagierte hierbei unter anderem den bekannten Engländer Simon Hind und auch Otto Waalkes gehörte kurze Zeit zu den DJs im Waterkant. Anfang der 1970er gehörte dann der Liedermacher und Komponist Hannes Flesner zu den Stammgästen bei Meta. Ihr bzw. ihrem Musikschuppen zu Ehren schrieb und sang er 1976 das bekannte Lied Bi Meta in Norddiek, das bis heute bei Kennern Kultstatus genießt.[1]

Im Sommer 1985 feierte Meta das 25-jährige Jubiläum. Zu dieser Zeit gehörte die Diskothek längst zu den bekanntesten Jugendtreffs in Nordwestdeutschland. Nur wenige Jahre später, Anfang der 1990er Jahre, wurde bei Meta Rogall Krebs diagnostiziert, sie verstarb im September 1994 im Alter von gerade einmal 59 Jahren.[1] Seit dieser Zeit führt ihr Sohn Sven das Lebenswerk seiner Mutter fort.

Wie alle Gastwirtschaften hatte auch Meta unter den Folgen der COVID 19-Pandemie zu leiden und war seit Frühjahr 2020 geschlossen.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Geschichte von Metas Musikschuppen, abgerufen am 11. August 2021

Siehe auch