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Die Geschehnisse schilderte sie später wie folgt: ''"Anfang Juli 1935 wurde ich von sechs SA-Männern aus der Wohnung meiner Mutter geholt, weil ich mit einem Juden, Julius Wolff, verlobt war. Man hat uns zusammen durch die Straßen geführt, jeder ein Plakat um den Hals: Rassenschänder. Auf offener Straße hat man mich geschlagen und die Haare aus dem Kopf gerissen und dann ins Gefängnis gebracht.".<ref name=":0">[https://www.annefrank.de/fileadmin/Redaktion/Ausstellung_Berlin/Dokumente/160315_Einfuehrung_fuer_Lehrkraefte_A4.pdf Information zur Ausstellungsvorbereitung über Anne Frank], abgerufen am 11. August 2021</ref>''
Die Geschehnisse schilderte sie später wie folgt: ''"Anfang Juli 1935 wurde ich von sechs SA-Männern aus der Wohnung meiner Mutter geholt, weil ich mit einem Juden, Julius Wolff, verlobt war. Man hat uns zusammen durch die Straßen geführt, jeder ein Plakat um den Hals: Rassenschänder. Auf offener Straße hat man mich geschlagen und die Haare aus dem Kopf gerissen und dann ins Gefängnis gebracht.".<ref name=":0">[https://www.annefrank.de/fileadmin/Redaktion/Ausstellung_Berlin/Dokumente/160315_Einfuehrung_fuer_Lehrkraefte_A4.pdf Information zur Ausstellungsvorbereitung über Anne Frank], abgerufen am 11. August 2021</ref>''


[[Polizei Norden|Polizeichef]] Limbach hatte zuvor vergeblich versucht, die Aktion zu verhindern, war mit seinem Widerspruch jedoch beim Landratsamt des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] und der Geheimen Staatspolizei in Wilhelmshaven gescheitert. Dennoch löste die Polizei den demütigenden Marsch letztlich auf und nahm Neemann und Wolff in Haft. Die Gestapo verbrachte sie von dort zunächst in das [[Gerichtsgefängnis|Norder Gerichtsgefängnis]] und anschließend nach Aurich, von wo sie beide wiederum in das KZ Esterwegen überstellt, aber später freigelassen wurden.<ref>Raim, Edith (2013): Justiz zwischen Diktatur und Demokratie, München, S. 675</ref> Danach wurde sie von ihrem Arbeitgeber entlassen und weiterhin gedemütigt. Wolff konnte in die Vereinigten Staaten fliehen.''<ref name=":0" />''
[[Polizei Norden|Polizeichef]] Limbach hatte zuvor vergeblich versucht, die Aktion zu verhindern, war mit seinem Widerspruch jedoch beim [[Landratsamt]] des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] und der Geheimen Staatspolizei in Wilhelmshaven gescheitert. Dennoch löste die Polizei den demütigenden Marsch letztlich auf und nahm Neemann und Wolff in Haft. Die Gestapo verbrachte sie von dort zunächst in das [[Gerichtsgefängnis|Norder Gerichtsgefängnis]] und anschließend nach Aurich, von wo sie beide wiederum in das KZ Esterwegen überstellt, aber später freigelassen wurden.<ref>Raim, Edith (2013): Justiz zwischen Diktatur und Demokratie, München, S. 675</ref> Danach wurde sie von ihrem Arbeitgeber entlassen und weiterhin gedemütigt. Wolff konnte in die Vereinigten Staaten fliehen.''<ref name=":0" />''


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==