Zweites Siel: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 40: | Zeile 40: | ||
Der Bau kostete die Stadt insgesamt 4.537 Gulden und 9 Stüber.<ref name=":0" /> Auch die Wartung verschlang nicht unerhebliche Summen. In dem eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.<ref>Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20</ref> Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.<ref name=":0" /> | Der Bau kostete die Stadt insgesamt 4.537 Gulden und 9 Stüber.<ref name=":0" /> Auch die Wartung verschlang nicht unerhebliche Summen. In dem eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.<ref>Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20</ref> Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.<ref name=":0" /> | ||
Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.<ref name=":0" /> Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute Überbleibsel des Siels als Andenken an dieses. | Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.<ref name=":0" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44</ref> Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute Überbleibsel des Siels als Andenken an dieses. | ||
==Funktionsweise== | ==Funktionsweise== | ||
Siele dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: ''Schloot'') drückte. | Siele dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: ''Schloot'') drückte. | ||