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26506 Norden
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__NOTOC__
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Das '''Zweite Siel''' (auch: ''Zweites Norder Siel'')  
Das '''Zweite Siel''' (auch: ''Zweites Norder Siel'') war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]].


==Geschichte==
==Geschichte==


Nachdem das [[Erstes Siel|Erste Siel]] durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] und den Bau des [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeiches]] bis 1583 seine Bedeutung verlor, übernahm das schon ab etwa 1570 errichtete Zweite Siel die Aufgabe der Stadtentwässerung.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref>


Der Bau kostete 4.537 Gulden und 9 Stüber kostete. Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein. Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.<ref name=":0" /> Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute Überbleibsel des Siels als Andenken an dieses.
==Funktionsweise==
==Funktionsweise==
Siele dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: ''Schloot'') drückte.
Siele dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: ''Schloot'') drückte.