Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 16: Zeile 16:
Das zweite wichtige verbandspolitische Arbeitsfeld Stegmanns war der Landesfremdenverkehrsverband Ostfriesland. Seine Gründung in den 1920er Jahren geschah auf Stegmanns Anregung, und er gehörte mehr als vier Jahrzehnte lang zu seinen führenden Mitgliedern. 1945 übernahm er für mehrere Jahre den Vorsitz und engagierte sich dann auch auf Bundesebene in der Fremdenverkehrsorganisation.
Das zweite wichtige verbandspolitische Arbeitsfeld Stegmanns war der Landesfremdenverkehrsverband Ostfriesland. Seine Gründung in den 1920er Jahren geschah auf Stegmanns Anregung, und er gehörte mehr als vier Jahrzehnte lang zu seinen führenden Mitgliedern. 1945 übernahm er für mehrere Jahre den Vorsitz und engagierte sich dann auch auf Bundesebene in der Fremdenverkehrsorganisation.


Neben seinen wirtschaftlichen Aktivitäten spielte für Stegmann immer auch der Einsatz für seine Heimat Ostfriesland eine zentrale Rolle. Dies begann schon mit seinem kommunalpolitischen Engagement in Norden als Senator und Kreistagsmitglied nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bzw. als erster [[Landrat]] nach 1945 in Norden sowie als Mitglied des Kreistags. Er gehörte zudem zu den ersten vier [[Ratsherr|Ratsherren]] der Nachkriegszeit. Als solcher unterlag er bei der Wahl zum stellvertretenden Bürgermeister nur knapp gegen [[Johann Fischer]], da er dem bürgerlich-konservativen Lager aufgrund seiner Mitgliedschaft in der ''Deutschen Union'' (ehemalige Partei) als zu liberal erschien.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 51</ref>
Neben seinen wirtschaftlichen Aktivitäten spielte für Stegmann immer auch der Einsatz für seine Heimat Ostfriesland eine zentrale Rolle. Dies begann schon mit seinem kommunalpolitischen Engagement in Norden als Senator und Kreistagsmitglied nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bzw. als erster ''richtiger'' [[Landrat]] (nach [[Wessel Georg Nordbeck|Dr. Wessel Nordbeck]]) nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in Norden sowie als Mitglied des Kreistags. Er gehörte zudem zu den ersten vier [[Ratsherr|Ratsherren]] der Nachkriegszeit. Als solcher unterlag er bei der Wahl zum stellvertretenden Bürgermeister nur knapp gegen [[Johann Fischer]], da er dem bürgerlich-konservativen Lager aufgrund seiner Mitgliedschaft in der ''Deutschen Union'' (ehemalige Partei) als zu liberal erschien.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 51</ref>


Weiterhin hatte Stegmann zahlreiche Vorstandsmitgliedschaften von Vereinen seiner Heimatstadt inne und war Mitglied der [[Freimaurerloge Zu den drei Sternen]] in Norden.<ref>[http://www.westdoerp.eu/ Internetseite der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 19. April 2021</ref>. Sein umfangreiches Engagement gipfelte in seiner Tätigkeit für die Ostfriesische Landschaft. Zunächst als Landschaftsrat, dann, von 1954 bis 1965, auch als Landschaftspräsident in der Nachfolge Jann Berghaus' leitete er die Ostfriesische Landschaft in den schwierigen Jahren nach dem grundlegenden Verfassungsumbau von 1949 bis 1950. In seiner Amtszeit gelang unter anderem die Schaffung einer wissenschaftlichen Bibliothek, die für die kulturelle Identität der Region von großer Bedeutung war und ist.
Weiterhin hatte Stegmann zahlreiche Vorstandsmitgliedschaften von Vereinen seiner Heimatstadt inne und war Mitglied der [[Freimaurerloge Zu den drei Sternen]] in Norden.<ref>[http://www.westdoerp.eu/ Internetseite der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 19. April 2021</ref>. Sein umfangreiches Engagement gipfelte in seiner Tätigkeit für die Ostfriesische Landschaft. Zunächst als Landschaftsrat, dann, von 1954 bis 1965, auch als Landschaftspräsident in der Nachfolge Jann Berghaus' leitete er die Ostfriesische Landschaft in den schwierigen Jahren nach dem grundlegenden Verfassungsumbau von 1949 bis 1950. In seiner Amtszeit gelang unter anderem die Schaffung einer wissenschaftlichen Bibliothek, die für die kulturelle Identität der Region von großer Bedeutung war und ist.