Ludgerigemeinde Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest, wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 wurde daher eine neue Kirchenordnung für die lutherischen Gemeinden erarbeitet, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist. Der Gottesdienst in Norden folgte jedoch noch 1720 einer Ordnung, die Hofprediger [[Johannes Ligarius]] im Jahre 1583 entworfen hatte.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte. Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 321</ref> | Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest, wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 wurde daher eine neue Kirchenordnung für die lutherischen Gemeinden erarbeitet, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist. Der Gottesdienst in Norden folgte jedoch noch 1720 einer Ordnung, die Hofprediger [[Johannes Ligarius]] im Jahre 1583 entworfen hatte.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte. Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 321</ref> | ||
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war die [[Ludgerikirche]] erstmals am 30. Januar 1934 | Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war die [[Ludgerikirche]] erstmals am 30. Januar 1934 Schauplatz nationalsozialistischer Propaganda. Die Norder Pastoren hielten einen ''Dankgottesdienst'' ab. Doch wollten sich die Geistlichen offenbar nicht gänzlich den neuen Machthabern beugten, verhinderten sie doch bis immerhin zum Frühsommer 1942, dass die Partei dort für die nationalsozialistischen Christen eigene Veranstaltungen abhielt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 33</ref> 1943 wurde aus Sorge vor Luftangriffen die Arp-Schnitger-Orgel abgebaut und das Kloster Möllenbeck in Rinteln an der Weser verbracht und von dort im Sommer 1945 wieder nach Norden transportiert. Die Orgel überstand den Krieg und den Transport weitestgehend unversehrt und führte in den schweren Nachkriegsjahren mit ihrem Klang zur ''Erbauung und inneren Besinnung'' für die Zivilbevölkerung und (ehemalige) Wehrmachtsangehörige. Die Glocken werden im Januar 1942 abgenommen, einige von ihnen werden eingeschmolzen, andere überstehen den Krieg und werden schon kurz nach dessen Ende von der [[Spedition Peter Janssen]] wieder zurück zum Glockenturm transportiert.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 283f.</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39</ref> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||