Rathaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Erstmalig, um ihre Macht auch in Norden für jedermann sichtbar zu demonstrieren, hissten die Nationalsozialisten die Hakenkreuzfahne am Vormittag des 6. März am Rathaus. Das gleiche Zeremoniell vollzogen sie anschließend am [[Fräuleinshof]], dem Sitz des [[Landkreis Norden]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 29</ref> Der Zeitpunkt war sicherlich nicht zufällig gewählt, ist doch Montagvormittags seit jeher stets auch [[Wochenmarkt]]. | Erstmalig, um ihre Macht auch in Norden für jedermann sichtbar zu demonstrieren, hissten die Nationalsozialisten die Hakenkreuzfahne am Vormittag des 6. März am Rathaus. Das gleiche Zeremoniell vollzogen sie anschließend am [[Fräuleinshof]], dem Sitz des [[Landkreis Norden]].<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 29</ref> Der Zeitpunkt war sicherlich nicht zufällig gewählt, ist doch Montagvormittags seit jeher stets auch [[Wochenmarkt]]. | ||
Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das [[Ulrichsgymnasium]] seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des Rathauses statt.<ref>Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.</ref> | Im Februar 1945 verfügte der Bremer Reichsverteidigungskommissar die Schließung aller Schulen im Weser-Ems-Gebiet. Im Zuge dieser Anordnung schloss auch das [[Ulrichsgymnasium]] seine Pforten auf unbestimmte Zeit. Die Kohlenvorräte wurden konfisziert und in den Klassenräumen ein Marinelazarett eingerichtet. Für die Schüler der Klasse 6 fand der Unterricht im Sitzungssaal des Rathauses statt.<ref>Kaszemek, Hildegard (1967): Das Ulrichsgymnasium Norden von Ostern 1939 bis 1. Mai 1945. In: Derk de Haan: 400 Jahre Ulrichsgymnasium Norden. Norden, S. 36f.</ref> Am späten Nachmittag des 4. Mai 1945 erscheinen plötzlich deutsche Fallschirmjäger vor dem Rathaus und sprengen den Fahnenmast, nachdem kapitulationswillige Bürger hier eine weiße Fahne gehisst hatten. Noch am gleichen Tag wird Norden jedoch zur ''offenen Stadt'' erklärt und den Alliierten kampflos übergeben.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 43</ref> | ||
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