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1719 gehören 100 Diemat zu diesem Vorwerk, was einer Fläche von umgerechnet etwa 570.000 Quadratmetern entspricht. Ungefähr zwischen der [[Schulstraße]] und dem [[Langer Pfad | Langen Pfad]] existierte ein Küchengarten, sprich ein Obst- und Gemüsegarten zur eigenen Versorgung. Ebenso sollen ein Hopfengarten und drei weitere Gärten zum Gut Ekel gehört haben. Die über die Jahrhunderte unveränderten Straßenzüge [[Looger Weg]], [[Heitsweg]], [[Ekeler Weg]], [[Baumstraße]] und [[Ekeler Gaste]] können als Abgrenzungen der Ausmaße der Ländereien angesehen werden. 1840 wurde das Land stückweise verkauft.
1719 gehören 100 Diemat zu diesem Vorwerk, was einer Fläche von umgerechnet etwa 570.000 Quadratmetern entspricht. Ungefähr zwischen der [[Schulstraße]] und dem [[Langer Pfad | Langen Pfad]] existierte ein Küchengarten, sprich ein Obst- und Gemüsegarten zur eigenen Versorgung. Ebenso sollen ein Hopfengarten und drei weitere Gärten zum Gut Ekel gehört haben. Die über die Jahrhunderte unveränderten Straßenzüge [[Looger Weg]], [[Heitsweg]], [[Ekeler Weg]], [[Baumstraße]] und [[Ekeler Gaste]] können als Abgrenzungen der Ausmaße der Ländereien angesehen werden. 1840 wurde das Land stückweise verkauft.


Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''. Am Tage des Kriegsendes (11. November) sprach hier ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref> Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden Haus und Garten auch als [[Schützenhaus]] genutzt. Im Jahre 1950 befand sich hier kurzfristig ein provisorisches Kino als Ersatz für das wegen baulicher Mängel geschlossene [[Metropol-Theater]], ehe der Betrieb dort wieder aufgenommen werden konnte.<ref>[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Der Garten wurde um 1960 abgeholzt und bebaut. Hier entstanden zahlreiche Wohnhäuser.
Spätestens seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] befand sich hier der ''Gasthof Dittrich'' bzw. ''Dittrichsche Gasthof''. Am Tage des Kriegsendes (11. November) sprach hier ein Arbeiter- und Soldatenrat zu einer dichtgedrängten Volksmenge.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 17</ref> Von 1921 bis 1923 wurden Haus und Garten auch als [[Schützenhaus]] genutzt, damals hieß die Gaststätte hier ''Zum Stadtpark''.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref>
 
Im Jahre 1950 befand sich im Ekeler Vorwerk kurzfristig ein provisorisches Kino als Ersatz für das wegen baulicher Mängel geschlossene [[Metropol-Theater]], ehe der Betrieb dort wieder aufgenommen werden konnte.<ref>[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Der Garten wurde um 1960 abgeholzt und bebaut. Hier entstanden zahlreiche Wohnhäuser.


2010 wurde das steinerne Wohnhaus teilweise instandgesetzt und an der Nordseite mit dem markanten Schriftzug ''Ekeler Vorwerk'' versehen. Bis etwa 2008 war hier das Geschäft ''H. Wiesner Fußboden- und Innenausbau GmbH'' ansässig. Das Hauptgebäude wird als Wohnhaus genutzt, die Scheune beherbergt seit etwa 2008 eine Freikirche (Philadelphia Community). Nebenräume der Scheune werden von der Partei [[Bündnis '90 Die Grünen]] genutzt. Dahinter befindet sich ein kleines Dojo.
2010 wurde das steinerne Wohnhaus teilweise instandgesetzt und an der Nordseite mit dem markanten Schriftzug ''Ekeler Vorwerk'' versehen. Bis etwa 2008 war hier das Geschäft ''H. Wiesner Fußboden- und Innenausbau GmbH'' ansässig. Das Hauptgebäude wird als Wohnhaus genutzt, die Scheune beherbergt seit etwa 2008 eine Freikirche (Philadelphia Community). Nebenräume der Scheune werden von der Partei [[Bündnis '90 Die Grünen]] genutzt. Dahinter befindet sich ein kleines Dojo.