Norddeich Radio: Unterschied zwischen den Versionen
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Im November 1970 wurde der letzte Sender in der Sendefunkstelle Norddeich abgeschaltet, die letzten Masten 1973 nach Osterloog verbracht.<ref name=":3" /> Neben den fernsteuerbaren Sendern in Osterloog verfügte Norddeich Radio mit seiner Betriebszentrale Utlandshörn über weitere Sendeanlagen in der Nähe von Cuxhaven und in Elmshorn. Die Inbetriebnahme des Inmarsat-Systems und Erfindungen wie das GMDSS führten dazu, dass die auf 260 Mitarbeiter ausgebaute Küstenfunkstation zu Beginn der 1980er Jahre ihren Höhepunkt der Auslastung überschritten hatte und in den darauffolgenden Jahren immer weniger gefragt war. Technische Innovationen führten dazu, dass Funkoffiziere an Bord der Schiffe nicht mehr vorgeschrieben waren und die Kommunikation immer mehr verselbstständigt wurde. Bereits 1989 war ein beachtlicher Anteil der Schiffe mit der international verfügbaren Satellitentechnik ausgerüstet, durch die im Selbstwählverfahren Verbindungen zu nahezu beliebigen Telefonanschlüssen weltweit aufgebaut werden konnten. Das Absetzen von Notrufen inklusive genauer Positionsangabe war per Knopfdruck möglich und erforderte keine umständliche Peilortung mehr. | Im November 1970 wurde der letzte Sender in der Sendefunkstelle Norddeich abgeschaltet, die letzten Masten 1973 nach Osterloog verbracht.<ref name=":3" /> Neben den fernsteuerbaren Sendern in Osterloog verfügte Norddeich Radio mit seiner Betriebszentrale Utlandshörn über weitere Sendeanlagen in der Nähe von Cuxhaven und in Elmshorn. Die Inbetriebnahme des Inmarsat-Systems und Erfindungen wie das GMDSS führten dazu, dass die auf 260 Mitarbeiter ausgebaute Küstenfunkstation zu Beginn der 1980er Jahre ihren Höhepunkt der Auslastung überschritten hatte und in den darauffolgenden Jahren immer weniger gefragt war. Technische Innovationen führten dazu, dass Funkoffiziere an Bord der Schiffe nicht mehr vorgeschrieben waren und die Kommunikation immer mehr verselbstständigt wurde. Bereits 1989 war ein beachtlicher Anteil der Schiffe mit der international verfügbaren Satellitentechnik ausgerüstet, durch die im Selbstwählverfahren Verbindungen zu nahezu beliebigen Telefonanschlüssen weltweit aufgebaut werden konnten. Das Absetzen von Notrufen inklusive genauer Positionsangabe war per Knopfdruck möglich und erforderte keine umständliche Peilortung mehr. | ||
Am 1. September 1973 besuchte Bundeskanzler Willy Brandt die Küstenfunkstelle. Dabei wurde er von seinem persönlichen Referenten Günter Guillaume begleitet, der etwa ein halbes Jahr später als Spion der DDR enttarnt wurde.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 73</ref> | |||
=== 1990 bis 1999 === | === 1990 bis 1999 === | ||