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Im Juni 1871 beschlossen 23 Bürger aus Norden und Norderney, die ''Dampfschiffsrhederei Norden'' zu gründen, um einen regulären Schiffsverkehr mit geeigneten Schiffen zu gewährleisten. 1872 wurde das erste Dampfschiff in Dienst gestellt. Als Anleger diente eine befestigte Landungsbrücke, die sogenannte ''Schlenge''. Aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung eines geordneten Schiffsverkehrs, insbesondere durch strenge Winter und einer damit einhergehenden Vereisung der Fahrrinnen, kam Unmut bei den Norderneyern auf. Diese gründeten daraufhin im Jahr 1893 die ''Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit''. Nach einem scharfen Konkurrenzkampf entschieden sich beide Unternehmen zu einer Zusammenarbeit.
Im Juni 1871 beschlossen 23 Bürger aus Norden und Norderney, die ''Dampfschiffsrhederei Norden'' zu gründen, um einen regulären Schiffsverkehr mit geeigneten Schiffen zu gewährleisten. 1872 wurde das erste Dampfschiff in Dienst gestellt. Als Anleger diente eine befestigte Landungsbrücke, die sogenannte ''Schlenge''. Aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung eines geordneten Schiffsverkehrs, insbesondere durch strenge Winter und einer damit einhergehenden Vereisung der Fahrrinnen, kam Unmut bei den Norderneyern auf. Diese gründeten daraufhin im Jahr 1893 die ''Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit''. Nach einem scharfen Konkurrenzkampf entschieden sich beide Unternehmen zu einer Zusammenarbeit.


1906 entbrannte der Konkurrenzkampf erneut, als die ''Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia'' ihren Betrieb aufnahm. Nachdem die ''Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit'' liquidiert wurde, schlossen sich die ''Dampfschiffsrhederei Norden'' und die ''Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia'' zusammen und bildeten ab 1909 eine Betriebsgemeinschaft, die schließlich 1917 in der ''Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia'' aufging. 1922 wurde die erste Motoren- und Maschinenwerkstatt erworben und der Fuhrpark erweitert.
1906 entbrannte der Konkurrenzkampf erneut, als die ''Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia'' ihren Betrieb aufnahm. Nachdem die ''Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit'' liquidiert wurde, schlossen sich die ''Dampfschiffsrhederei Norden'' und die ''Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia'' zusammen und bildeten ab 1909 eine Betriebsgemeinschaft, die schließlich 1917 in der ''Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia'' aufging. 1920 wurde die ''Reederei Juist'' übernommen. 1922 wurde die erste Motoren- und Maschinenwerkstatt erworben und der Fuhrpark erweitert.


1923 trat [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] in den Aufsichtsrat ein, wechselte 1929 in den Vorstand, dessen Vorsitzender er über drei Jahrzehnte blieb, um dann 1960 wieder in den Aufsichtsrat einzutreten, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Nach seinem Tode wurde auf Juist die ''Carl-Stegmann-Straße'' nach ihm benannt. Bis heute ist der Name Stegmann untrennbar mit der Frisia verbunden.
1923 trat [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] in den Aufsichtsrat ein, wechselte 1929 in den Vorstand, dessen Vorsitzender er über drei Jahrzehnte blieb, um dann 1960 wieder in den Aufsichtsrat einzutreten, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Nach seinem Tode wurde auf Juist die ''Carl-Stegmann-Straße'' nach ihm benannt. Bis heute ist der Name Stegmann untrennbar mit der Frisia verbunden.