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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Ursprünglich führte [[Anton Götz]] mit seiner Frau [[Marie Götz|Marie Götz, geb. Helmers]] ein Kolonialwarengeschäft mit Kohlehandlung in Altgarmssiel (bei Jever). Noch bevor der Geschäftsbetrieb seinen normalen Gang gehen konnte, wurde Götz zum Kriegsdienst berufen. Nach dem Krieg bot sich ihm die Gelegenheit, am 1. Mai 1923 das Haus [[Am Markt 23]] von [[Johann Wilhelm Janssen]] zu erwerben. Trotz der schwierigen Zeiten der Nachkriegszeit, insbesondere die gravierende Inflation, konnte Götz nicht nur sein Geschäft halten, sondern es sogar weiter ausbauen. 1926 übernahm er von der Witwe des [[Johann Bohlen]] das Lebensmittelgeschäft [[Am Markt 53]], 1931 erwarb er das Geschäft von [[Jan Loden]] am [[Burggraben 32]].<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> | Ursprünglich führte [[Anton Götz]] mit seiner Frau [[Marie Götz|Marie Götz, geb. Helmers]] seit dem 1. Mai 1914 ein Kolonialwarengeschäft mit Kohlehandlung in Altgarmssiel (bei Jever).<ref name=":1" /><ref>Ostfriesischer Kurier vom 2. Mai 2004, S. 3</ref> Noch bevor der Geschäftsbetrieb seinen normalen Gang gehen konnte, wurde Götz zum Kriegsdienst berufen. Nach dem Krieg bot sich ihm die Gelegenheit, am 1. Mai 1923 das Haus [[Am Markt 23]] von [[Johann Wilhelm Janssen]] zu erwerben, der hier einen Kaufmannsladen mit angeschlossener Kohlehandlung betrieb.<ref name=":1" /><ref>Ostfriesischer Kurier vom 22. Juli 1959</ref> Trotz der schwierigen Zeiten der Nachkriegszeit, insbesondere die gravierende Inflation, konnte Götz nicht nur sein Geschäft halten, sondern es sogar weiter ausbauen. 1926 übernahm er von der Witwe des [[Johann Bohlen]] das Lebensmittelgeschäft [[Am Markt 53]], 1931 erwarb er das Geschäft von [[Jan Loden]] am [[Burggraben 32]].<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> Bereits 1929 schloss sich Götz der ''Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin'' (kurz: EDEKA) an, um von den Vorteilen des Verbundes mit anderen Kaufleuten zu profitieren.<ref name=":2">Ostfriesischer Kurier vom 29. Januar 2004, S. 19</ref> | ||
Auch sein Sohn und Nachfolger [[Anton Edzard Götz]] baute das Geschäft mit seiner Frau [[Foline Götz|Foline Götz, geb. Folkers]] weiter aus. Sie errichteten eine dritte Filiale und bauten 1959 schließlich das Hauptgeschäft um. Für damalige Zeiten in Ostfriesland nahezu revolutionär wurde das für einen Supermarkt typische Selbstbedienungsprinzip eingeführt, nicht minder bedeutend war die Tatsache, dass das Geschäft als erstes überhaupt im Jahre 1973 eine Rolltreppe hatte.<ref name=":1" /> | Auch sein Sohn und Nachfolger [[Anton Edzard Götz]] baute das Geschäft mit seiner Frau [[Foline Götz|Foline Götz, geb. Folkers]] weiter aus. Sie errichteten eine dritte Filiale und bauten 1959 schließlich das Hauptgeschäft um bzw. erweiterten es auf 70 Quadratmeter Verkaufsfläche mit offenen Auslagen sowie Vollsicht- und Kühlvitrinen.<ref name=":1" /><ref name=":3">Werbeinserat im Ostfriesischen Kurier vom 22. Juli 1959</ref> Am 22. Juli 1959 erfolgte die große Neueröffnung.<ref name=":3" /> Für damalige Zeiten in Ostfriesland nahezu revolutionär wurde das für einen Supermarkt typische Selbstbedienungsprinzip eingeführt, nicht minder bedeutend war die Tatsache, dass das Geschäft als erstes überhaupt im Jahre 1973 eine Rolltreppe hatte.<ref name=":1" /> | ||
Im Februar 1970 erwarben die Eheleute Götz das benachbarte [[Metropol-Theater]], das sie nachfolgend abbrachen und dadurch ihre | Im Februar 1970 erwarben die Eheleute Götz das benachbarte [[Metropol-Theater]], das sie nachfolgend abbrachen und dadurch ihre Verkaufsfläche um gut 300 qm erweiterten.<ref name=":1" /><ref name=":0">[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Drei Jahre später wurde die Verkaufsfläche noch mal um gut 1.000 qm erweitert. Eine weitere bedeutende Erweiterung folgte durch 1981 durch den Erwerb der Häuser [[Am Markt 20]] und [[Am Markt 21]]. Es entstand eine Ladenpassage, die die Eheleute verpachteten sowie Arztpraxen und eine Apotheke ([[Markt-Apotheke]]).<ref name=":1" /> | ||
1987 übernahm [[Reiner Götz]] die Geschäftsführung, die er bis heute | 1987 übernahm [[Reiner Götz]] die Geschäftsführung, die er bis heute innehat.<ref name=":1" /> Bis 2019 war auch seine mittlerweile hochbetagte Mutter Foline noch beinahe täglich im Laden, um dort zu arbeiten. So lag es auch an ihnen beiden, den Markt abermals umzubauen. Erste Modernisierungsmaßnahmen ergriff man bereits im Oktober 2003, vom 2. bis 11. Februar 2004 schloss der ''City Kauf Anton Götz'' dann kurzzeitig gänzlich seine Türen für die Kundschaft, um weitere Umbauarbeiten durchzuführen. Am 12. Februar präsentierte sich der ''E neukauf Anton Götz'' schließlich der Öffentlichkeit in neuem Gewand und feierte im selben Jahr das 100-jährige Bestehen. Die alten, weißen Kunststoffelemente im Bereich der [[Pottbackerslohne]] verschwanden und wurden durch rote Elemente ersetzt. Das Sortiment wurde teilweise erweitert, teilweise - insbesondere im Non-Food-Bereich - auf bestimmte Kernartikel begrenzt.<ref name=":2" /> Insgesamt betrug die Verkaufsfläche nun 3.500 Quadatmeter.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 13. Februar 2004, S. 5</ref> | ||
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Version vom 7. September 2021, 08:29 Uhr
EDEKA Anton Götz | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Gründung | 1923 (1914) | |||||||
| Auflösung | - | |||||||
| Rechtsform | eingetragener Kaufmann (e. K.) | |||||||
| Hauptsitz | Am Markt 23-24
26506 Norden | |||||||
Anton Götz (ehemals: City-Kauf Anton Götz bzw. Anton Götz) war bzw. ist nicht nur der Name einer Person, sondern auch eines Supermarktes Am Markt 23 - 24; im Winkel zum Burggraben. Der heutige Markt geht zurück auf vier im Stadtgebiet verteilte Tante-Emma-Läden. Die Geschäftsführung liegt in der nunmehr dritten Familiengeneration.
Geschichte
Ursprünglich führte Anton Götz mit seiner Frau Marie Götz, geb. Helmers seit dem 1. Mai 1914 ein Kolonialwarengeschäft mit Kohlehandlung in Altgarmssiel (bei Jever).[1][2] Noch bevor der Geschäftsbetrieb seinen normalen Gang gehen konnte, wurde Götz zum Kriegsdienst berufen. Nach dem Krieg bot sich ihm die Gelegenheit, am 1. Mai 1923 das Haus Am Markt 23 von Johann Wilhelm Janssen zu erwerben, der hier einen Kaufmannsladen mit angeschlossener Kohlehandlung betrieb.[1][3] Trotz der schwierigen Zeiten der Nachkriegszeit, insbesondere die gravierende Inflation, konnte Götz nicht nur sein Geschäft halten, sondern es sogar weiter ausbauen. 1926 übernahm er von der Witwe des Johann Bohlen das Lebensmittelgeschäft Am Markt 53, 1931 erwarb er das Geschäft von Jan Loden am Burggraben 32.[1] Bereits 1929 schloss sich Götz der Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin (kurz: EDEKA) an, um von den Vorteilen des Verbundes mit anderen Kaufleuten zu profitieren.[4]
Auch sein Sohn und Nachfolger Anton Edzard Götz baute das Geschäft mit seiner Frau Foline Götz, geb. Folkers weiter aus. Sie errichteten eine dritte Filiale und bauten 1959 schließlich das Hauptgeschäft um bzw. erweiterten es auf 70 Quadratmeter Verkaufsfläche mit offenen Auslagen sowie Vollsicht- und Kühlvitrinen.[1][5] Am 22. Juli 1959 erfolgte die große Neueröffnung.[5] Für damalige Zeiten in Ostfriesland nahezu revolutionär wurde das für einen Supermarkt typische Selbstbedienungsprinzip eingeführt, nicht minder bedeutend war die Tatsache, dass das Geschäft als erstes überhaupt im Jahre 1973 eine Rolltreppe hatte.[1]
Im Februar 1970 erwarben die Eheleute Götz das benachbarte Metropol-Theater, das sie nachfolgend abbrachen und dadurch ihre Verkaufsfläche um gut 300 qm erweiterten.[1][6] Drei Jahre später wurde die Verkaufsfläche noch mal um gut 1.000 qm erweitert. Eine weitere bedeutende Erweiterung folgte durch 1981 durch den Erwerb der Häuser Am Markt 20 und Am Markt 21. Es entstand eine Ladenpassage, die die Eheleute verpachteten sowie Arztpraxen und eine Apotheke (Markt-Apotheke).[1]
1987 übernahm Reiner Götz die Geschäftsführung, die er bis heute innehat.[1] Bis 2019 war auch seine mittlerweile hochbetagte Mutter Foline noch beinahe täglich im Laden, um dort zu arbeiten. So lag es auch an ihnen beiden, den Markt abermals umzubauen. Erste Modernisierungsmaßnahmen ergriff man bereits im Oktober 2003, vom 2. bis 11. Februar 2004 schloss der City Kauf Anton Götz dann kurzzeitig gänzlich seine Türen für die Kundschaft, um weitere Umbauarbeiten durchzuführen. Am 12. Februar präsentierte sich der E neukauf Anton Götz schließlich der Öffentlichkeit in neuem Gewand und feierte im selben Jahr das 100-jährige Bestehen. Die alten, weißen Kunststoffelemente im Bereich der Pottbackerslohne verschwanden und wurden durch rote Elemente ersetzt. Das Sortiment wurde teilweise erweitert, teilweise - insbesondere im Non-Food-Bereich - auf bestimmte Kernartikel begrenzt.[4] Insgesamt betrug die Verkaufsfläche nun 3.500 Quadatmeter.[7]
Galerie
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City-Kauf Anton Götz - Frontansicht - Aufnahmedatum 13. April 2003.
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City-Kauf Anton Götz - Ansicht Rückseite - Aufnahmedatum 15. Juni 2003.
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E Center Anton Götz - Frontansicht - Aufnahmedatum 10. November 2019.
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E Center Anton Götz - Ansicht Rückseite - Aufnahmedatum 10. November 2019.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196
- ↑ Ostfriesischer Kurier vom 2. Mai 2004, S. 3
- ↑ Ostfriesischer Kurier vom 22. Juli 1959
- ↑ 4,0 4,1 Ostfriesischer Kurier vom 29. Januar 2004, S. 19
- ↑ 5,0 5,1 Werbeinserat im Ostfriesischen Kurier vom 22. Juli 1959
- ↑ Geschichte des Metropol-Theaters, abgerufen am 17. Juni 2021
- ↑ Ostfriesischer Kurier vom 13. Februar 2004, S. 5