Knullenbrücke: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 31: | Zeile 31: | ||
Nahe der Brücke befand sich noch 1594 das zweite, in das [[Gaster Siel]] führende Siel. Ein naheliegendes Haus hieß ''Jobs Haus upt Gaster Sieldiep''.<ref>StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889</ref> Im Dezember 1570 landeten hier Freibeuter, die zwei adelige Gefangenene bei sich hatten. Die Freibeuter (vermutlich in niederländischen oder spanischen Diensten) zogen in die Westermarsch und stahlen sogar das Silbergeschirr des Häuptlings [[Hayo Manninga]], während er gerade eine Mahlzeit zu sich nahm.<ref>StAA, Rep. 102, Nr. 158</ref> Freibeutereri war bis in das späte 16. Jahrhundert nichts ungewöhnliches und wurde oftmals sogar von den Nordern toleriert, da die Seeräuber nicht selten den [[Norder Hafen]] als Unterschlupf nutzten und ihre Waren an den Mann brachten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 49</ref> | Nahe der Brücke befand sich noch 1594 das zweite, in das [[Gaster Siel]] führende Siel. Ein naheliegendes Haus hieß ''Jobs Haus upt Gaster Sieldiep''.<ref>StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889</ref> Im Dezember 1570 landeten hier Freibeuter, die zwei adelige Gefangenene bei sich hatten. Die Freibeuter (vermutlich in niederländischen oder spanischen Diensten) zogen in die Westermarsch und stahlen sogar das Silbergeschirr des Häuptlings [[Hayo Manninga]], während er gerade eine Mahlzeit zu sich nahm.<ref>StAA, Rep. 102, Nr. 158</ref> Freibeutereri war bis in das späte 16. Jahrhundert nichts ungewöhnliches und wurde oftmals sogar von den Nordern toleriert, da die Seeräuber nicht selten den [[Norder Hafen]] als Unterschlupf nutzten und ihre Waren an den Mann brachten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 49</ref> | ||
==Einzelnachweise== | |||
<references/> | |||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||