Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 32: Zeile 32:
|}
|}
__NOTOC__
__NOTOC__
Das '''Ceka Centralkaufhaus''' (kurz: ''Ceka'') an der [[Osterstraße]] 15 - 16 blickt auf eine bis in das Jahr 1572 zurückreichende Historie zurück. In weiten Teilen seiner Geschichte war das hier befindliche Gebäude ein Gasthof bzw. ein Hotel. Letztmalig 1924 neu erbaut, beherbergt es seit 1956 ein Kaufhaus.  
Das '''Ceka Centralkaufhaus''' (kurz: ''Ceka'') an der [[Osterstraße]] 15 - 16 blickt auf eine bis in das Jahr 1572 zurückreichende Historie zurück. In weiten Teilen seiner Geschichte war das hier befindliche Gebäude ein Gasthof bzw. ein Hotel. 1924 erhielt das Gebäude im wesentlichen seine heutigen Form und beherbergt seit 1956 ein Kaufhaus.  


==Geschichte==
==Geschichte==
Zeile 40: Zeile 40:
Um 1812 besaß der Bierbrauer und Kaufmann [[Jan Gerjets Cremer]] das Grundstück. Bis zum Jahr 1897 wurde hier eine Schankwirtschaft mit kleinem Saal betrieben. In dieser Zeit werden zwei unverheiratete Schwestern mit Namen Taddigs als Eigentümer im Grundbuch genannt.<ref name=":0" />
Um 1812 besaß der Bierbrauer und Kaufmann [[Jan Gerjets Cremer]] das Grundstück. Bis zum Jahr 1897 wurde hier eine Schankwirtschaft mit kleinem Saal betrieben. In dieser Zeit werden zwei unverheiratete Schwestern mit Namen Taddigs als Eigentümer im Grundbuch genannt.<ref name=":0" />


Kurze Zeit später kauft ein C. Carstens die Gastwirtschaft und richtete hier nach einem Umbau mehrere Gästezimmer ein. Aufgrund seiner zentralen Lage nannte er das Gebäude (nach alter Schreibweise) ''Central-Hotel''. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erwarb Carstens das Nebengebäude (nach heutiger Nummerierung wäre dies die Nummer 15) hinzu, das bis dahin einem Schuster namens Teekenbörg gehörte und ließ es 1924 mitsamt des Stammgebäudes abbrechen.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 185</ref> Auf beiden Grundstücken errichtete er das bis heute bestehende Gebäude.
1899 kauft ein C. Carstens die Gastwirtschaft und richtete hier nach einem Umbau mehrere Gästezimmer ein.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 72</ref><ref name=":1" /> Aufgrund seiner zentralen Lage nannte er das Gebäude (nach alter Schreibweise) ''Central-Hotel''. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erwarb Carstens das Nebengebäude (nach heutiger Nummerierung wäre dies die Nummer 15) hinzu, das bis dahin einem Schuster namens Teekenbörg gehörte und ließ es 1924 mitsamt des Stammgebäudes abbrechen.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 185</ref> Auf beiden Grundstücken errichtete er das bis heute bestehende Gebäude.


Die Kosten für diesen imposanten Bau waren jedoch so umfangreich, dass der Sohn des Erbauers, [[Wilhelm Carstens]], schon bald gezwungen war, das Gebäude mitsamt Grundstück in einer Zwangsversteigerung zu veräußern. Hier sprang die Stiefmutter von Wilhelm, [[Anna Carstens]], in die Bresche und erwarb das Hotel. Sie bewirtschaftete es bis zum 1. Januar 1944 weiter, ehe sie es an eine Familie Heidelbach verkaufte. Diese wiederum veräußerte es nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] an [[Heinrich Siwek]] aus [[Tidofeld]], der hier eine Schlachterei betrieb. Einen Teil der Räume vermietete er an ''Möbel Gerdsmeier''.<ref name=":1" />
Die Kosten für diesen imposanten Bau waren jedoch so umfangreich, dass der Sohn des Erbauers, [[Wilhelm Carstens]], schon bald gezwungen war, das Gebäude mitsamt Grundstück in einer Zwangsversteigerung zu veräußern. Hier sprang die Stiefmutter von Wilhelm, [[Anna Carstens]], in die Bresche und erwarb das Hotel. Sie bewirtschaftete es bis zum 1. Januar 1944 weiter, ehe sie es an eine Familie Heidelbach verkaufte. Diese wiederum veräußerte es nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] an [[Heinrich Siwek]] aus [[Tidofeld]], der hier eine Schlachterei betrieb. Einen Teil der Räume vermietete er an ''Möbel Gerdsmeier''.<ref name=":1" />