Gräfliches Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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Bis zum Bau des [[Postamt|Postamtes]] im Jahre 1908 diente das Gebäude als solches.<ref name=":2" /> Um Platz für den Bau zu schaffen, wurde der linke Teil abgebrochen, sodass heute nur noch der rechte übrig ist, in dem sich seit 1922 die Druckerei [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Seit dem 30. April 2015 ist hier zudem der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> | Bis zum Bau des [[Postamt|Postamtes]] im Jahre 1908 diente das Gebäude als solches.<ref name=":2" /> Um Platz für den Bau zu schaffen, wurde der linke Teil abgebrochen, sodass heute nur noch der rechte übrig ist, in dem sich seit 1922 die Druckerei [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Seit dem 30. April 2015 ist hier zudem der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Das Gebäude ist ein zweigeschössiger Backstein- bzw. Klinkerbau. Von dem ehemaligen Treppenturm ist nichts mehr vorhanden. | Das Gebäude ist ein zweigeschössiger Backstein- bzw. Klinkerbau. Von dem ehemaligen Treppenturm ist nichts mehr vorhanden. | ||
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Datei:Am Markt 6 - Radio Nordseewelle - (2 Tage nach Sendestartbeginn).jpg|mini|Am Markt 6 - Radio Nordseewelle - (2 Tage nach Sendestartbeginn) - Aufnahme vom 2. Mai 2015. | |||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 12. Juli 2021, 10:20 Uhr
Gräfliches Haus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | frühes 17. Jahrhundert | |||||||
| Erbauer | Katharina von Schweden | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Am Markt 6
26506 Norden | |||||||
Das (Hoch-)Gräfliche Haus wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von Edzard Ferdinand Cirksena erhalten, der hier als Graf von Norden residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma Otto G. Soltau GmbH.
Geschichte
Das Gebäude wurde vermutlich im 16. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert erstmalig ausgebaut. Erster bekannter Eigentümer war der Hofgerichtsassessor Dr. Caspar Alteneich.[1] Erbaut wurde das Gebäude jedoch wahrscheinlich von Katharina von Schweden (1584 - 1638) aus dem Hause Wasa, Witwe des Edzard II. Cirksena.[2]
1665 wurde das Gebäude von Edzard Ferdinand, dem dritten Sohn von Ulrich II. Cirksena bezogen, der sich hier nachfolgend einen eigenen, kleinen Hofstaat einrichtete und daher auch als Graf von Norden in die ostfriesische Geschichte eingegangen ist. Sein Vater hatte das Haus im Jahre 1630 von der Witwe des Caspar Alteneich erworben. Drei Jahre zuvor erwarb Edzard Ferdinand bereits das Ekeler Torenhus.[1]
1668 starb Edzard Ferdinand, sodass der Besitz an seinen Sohn Friedrich Ulrich fiel. Nach dessen Tod im Jahre 1710 wiederum fiel es an den Grafen von Wied-Runkel, der die Tochter von Friedrich Ulrich geheiratet hatte und damit erbberechtigt war. 1694 und 1708 wurde das ohnehin schon stattliche Gebäude durch den Ankauf und den Ausbau in nördlicher Richtung weiter vergrößert und erhielt einen Treppenturm ähnlich der des Torenhuses und des Alten Rathauses. 1755 wurde der rechte Gebäudeteil von der Familie von Closter erworben, weshalb es zu dieser Zeit auch Kloster genannt wurde, obgleich es mit einem solchen nichts gemein hatte.[1][2] Der linke Teil gehörte vom gleichen Jahr an dem Ratsherren aus der niederländisch-ostfriesischen Familie Thoden van Felsen.[2] 1791 fiel das Gebäude an das Geschlecht derer von Innhausen und Knyphausen (vermutlich in Person des Abkömmlings Carl-Gustav aus Leer).[3]
Bis zum Bau des Postamtes im Jahre 1908 diente das Gebäude als solches.[3] Um Platz für den Bau zu schaffen, wurde der linke Teil abgebrochen, sodass heute nur noch der rechte übrig ist, in dem sich seit 1922 die Druckerei Otto G. Soltau befindet.[4] Seit dem 30. April 2015 ist hier zudem der Radiosender Radio Nordseewelle ansässig.[5]
Beschreibung
Das Gebäude ist ein zweigeschössiger Backstein- bzw. Klinkerbau. Von dem ehemaligen Treppenturm ist nichts mehr vorhanden.
Galerie
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Am Markt 6 - Radio Nordseewelle - (2 Tage nach Sendestartbeginn) - Aufnahme vom 2. Mai 2015.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 70
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 191
- ↑ 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192
- ↑ Internetseite des Soltau Kurier Norden, abgerufen am 12. März 2021
- ↑ Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, abgerufen am 8. Mai 2021
