Alte Backstube: Unterschied zwischen den Versionen
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1912 übernahm sein Sohn [[Emil Themann]] mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb und führte ihn mit einigen Unterbrechungen bis in das Jahr 1962 fort. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das Gebäude zu einer Gastwirtschaft umgerichtet, wobei großer Wert auf den Erhalt des kulturgeschichtlich wertvollen Charme des altehrwürdigen Baus zu legen.<ref name=":0" /> | 1878 erwarb [[Heinrich Jacob Themann]] das Eckhaus und gründete dort eine Bäckerei.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 215</ref> Um diese Zeit wurde das Objekt wohl in nördliche Richtung erweitert. 1912 übernahm sein Sohn [[Emil Themann]] mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb und führte ihn mit einigen Unterbrechungen bis in das Jahr 1962 fort. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das Gebäude zu einer Gastwirtschaft umgerichtet, wobei großer Wert auf den Erhalt des kulturgeschichtlich wertvollen Charme des altehrwürdigen Baus zu legen.<ref name=":0" /> Im Laufe der Jahre hat die Gastwirtschaft zahlreiche Besitzer gehabt und war bereits mehrfach von der Schließung bedroht. Seit Sommer 2014 gehört sie einem Kölner Wirt. | ||
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Version vom 5. Juli 2021, 18:41 Uhr
Alte Backstube | ||||||||
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| {{#multimaps: | Title = Alte Backstube | Text = Gebäude in Norden | center = 53.59500078029252, 7.20211572820565 | circle = 53.59500078029252, 7.20211572820565 : 10 | zoom = 18 | width = 300px | height = 300px
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 17. Jahrhundert | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Westerstraße 96
26506 Norden | |||||||
Die Alte Backstube (auch: Theemannsches Haus) an der Westerstraße 96 gehört zu den ältesten noch existenten Gebäuden der westlichen Kernstadt. Seit Anfang der 1980er Jahre wird das Gebäude als Gastwirtschaft genutzt. Wegen seiner baugeschichtlichen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz.
Geschichte
Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet, wenngleich die Kellergewölbe wahrscheinlich deutlich älter sind (siehe Beschreibung). Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass das Gebäude im Kern aus dem Jahr 1194 stammt, womit es das mit Abstand älteste Gebäude - noch lange vor der Ludgerikirche - wäre.
1878 erwarb Heinrich Jacob Themann das Eckhaus und gründete dort eine Bäckerei.[1] Um diese Zeit wurde das Objekt wohl in nördliche Richtung erweitert. 1912 übernahm sein Sohn Emil Themann mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb und führte ihn mit einigen Unterbrechungen bis in das Jahr 1962 fort. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das Gebäude zu einer Gastwirtschaft umgerichtet, wobei großer Wert auf den Erhalt des kulturgeschichtlich wertvollen Charme des altehrwürdigen Baus zu legen.[1] Im Laufe der Jahre hat die Gastwirtschaft zahlreiche Besitzer gehabt und war bereits mehrfach von der Schließung bedroht. Seit Sommer 2014 gehört sie einem Kölner Wirt.
Beschreibung
Der langgestreckte, eingeschössige Bau besteht aus Ziegelsteinen im sogenannten Klosterformat. Der Giebel zur Straße ist vorgesetzt, die Kellerfenster mit Entlastungsbögen originalgetreu erhalten.
Bemerkenswert ist das mit einem massiven Mauerwerk ausgestattete Kellergewölbe im vorderen Teil (in Richtung Westerstraße). Diese weisen deutliche Ähnlichkeiten mit jenen des Alten Rathauses auf. Zeitzeugenberichten zufolge soll sich hier bis mindestens in die Mitte der 1920er Jahre eine Art unterirdischer Gang zwischen beiden Gebäuden gegeben haben.[1]