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In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />
In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />


1910 erwarb [[Hermann Wolbergs]] nach zahlreichen Inhaberwechseln das Gebäude und richtete hier neben der Bäckerei auch ein Konditorei ein. Ab dem 1. Januar 1946 führte sein Sohn [[Wolberg Theodor Wolbergs]] das Geschäft fort.<ref name=":0" /> Nach der Schließung der Bäckerei wurde das Gebäude zu einem Restaurant (''Minna'') umgebaut.
Noch einige Zeit blieb das Haus im Besitz der Familie Voss, ehe [[Catharina Elisabeth Fischer|Catharina Elisabeth Fischer, geb. Voss]], die Witwe des Holzhändlers [[Heyke Siebens Fischer]] es für 2.000 Reichstaler an den Kaufmann [[Harm Poppen Leerhoff]] und seine Ehefrau [[Anna Lottmann]] veräußerte. 1851 wechselte das Gebäude für die gleiche Summe erneut den Besitzer. Der Kaufmann [[Hayke Hinrikus Fischer]] erwarb das Gebäude, renovierte es und zog hier zum 1. Mai 1852 ein.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 39</ref><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 40</ref> Spätestens seit dem 10. Juni 1905 gehörte das Haus offenbar dem Bäcker- und Konditormeister [[Julius Klepzig]], wie ein von ihm getätigtes Werbeinserat im [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]] belegt.<ref name=":2" />
 
1910 erwarb [[Hermann Wolbergs]] nach zahlreichen Inhaberwechseln das Gebäude und richtete hier neben der Bäckerei auch ein Konditorei ein. Ab dem 1. Januar 1946 führte sein Sohn [[Wolberg Theodor Wolbergs]] das Geschäft fort.<ref name=":0" /> Nach 44 Jahren ging er im März 1990 in Ruhestand. Vom 1. April 1990 bis zum März 1992 verpachtete Wolbergs seine Bäckerei an einen Bäcker aus Aurich-Walle.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 41</ref> Nachfolgend gelangte die Bäckerei in den Besitz der Familie [[Café ten Cate|ten Cate]], die hier eine ihrer Filialen einrichteten. Im Sommer 1993 wurde diese nach umfangreichen Restaurationsarbeiten, bei der das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes weitestgehend gewahrt wurde, eröffnet.<ref name=":1" /> Später wurde aus der Bäckerei ein Restaurant, das im Besitz der Familie blieb und fortan unter dem Namen ''Restaurant Minna'' bekannt war und bis heute ist.
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
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