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1959 wurden hinter dem Gebäude vier weitere Fahrzeughallen errichtet, weitere Hallen folgten 1974 mit dem Bau der [[Feuerwehrtechnische Zentrale|Feuerwehrtechnischen Zentrale]], die teilweise auch von der Norder Feuewehr genutzt werden konnten.
1959 wurden hinter dem Gebäude vier weitere Fahrzeughallen errichtet, weitere Hallen folgten 1974 mit dem Bau der [[Feuerwehrtechnische Zentrale|Feuerwehrtechnischen Zentrale]], die teilweise auch von der Norder Feuewehr genutzt werden konnten.


Bereits in den 1990er Jahren kamen Überlegungen auf, das bisherige Feuerwehrhaus durch einen Neubau zu errichten. Der bisherige Standort erwies sich schon bald nicht mehr als zeitgemäß. Es gab keine Sicherheitsabstände zwischen den Fahrzeugen, keine Abluftanlage und keine regulären Parkplätze für die Einsatzkräfte. Auch der einstige Vorteil, die zentrale Lage, erwies sich mit dem vermehrt aufkommenden Kraftfahrzeugverkehr als nachteilig, da die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach einer Alarmierung zunehmends länger zum Feuerwehrhaus brauchten. Die Planungen zogen sich jedoch viele Jahre hin und scheiterten immer wieder an den unterschiedlichsten Gründen, vor allem jedoch an der Finanzierung.
Bereits in den 1990er Jahren kamen Überlegungen auf, das bisherige Feuerwehrhaus durch einen Neubau zu errichten. Der bisherige Standort erwies sich schon bald nicht mehr als zeitgemäß. Es gab keine Sicherheitsabstände zwischen den Fahrzeugen, keine Abluftanlage und keine regulären Parkplätze für die Einsatzkräfte. Auch der einstige Vorteil, die zentrale Lage, erwies sich mit dem vermehrt aufkommenden Kraftfahrzeugverkehr als nachteilig, da die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach einer Alarmierung zunehmends länger zum Feuerwehrhaus brauchten. Die Planungen zogen sich jedoch viele Jahre hin und scheiterten immer wieder an den unterschiedlichsten Gründen, vor allem jedoch an der Finanzierung.[[Datei:Klosterstraße 8 - Feuerwehr 25012004.jpg|mini|Ansicht von der [[Klosterstraße]] (25. Januar 2004).|alternativtext=|links|221x221px]]Von 2001 bis 2002 wurde das Gebäude umfangreich renoviert, nahezu ausschließlich in Eigenarbeit. Im Dachgeschoss über der ehemaligen Wärterwohnung fand nun endlich auch die 1995 gegründete Jugendfeuerwehr ein eigenes Domizil. Daneben entstanden hier Räume für das Archiv und ein Sitzungssaal für das sogenannte Stadtkommando, den Vorstand der Norder Feuerwehr.
 
Von 2001 bis 2002 wurde das Gebäude umfangreich renoviert, nahezu ausschließlich in Eigenarbeit. Im Dachgeschoss über der ehemaligen Wärterwohnung fand nun endlich auch die 1995 gegründete Jugendfeuerwehr ein eigenes Domizil. Daneben entstanden hier Räume für das Archiv und ein Sitzungssaal für das sogenannte Stadtkommando, den Vorstand der Norder Feuerwehr.


Nach langen Phasen des Planens konnte 2007 mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen werden. Es wurde ein geeigneter Standort an der neu errichteten [[Umgehungsstraße]] gefunden und gemeinsam mit dem [[Technisches Hilfswerk|Technischen Hilfswerk]] wurde das [[Hilfeleistungszentrum]] errichtet, das am 31. März 2009 seiner Bestimmung übergeben wurde. Ende Mai war der Umzug vollends abgeschlossen und am 1. Juni 2009 konnte der erste Einsatz vom Hilfeleistungszentrum aus gefahren werden.
Nach langen Phasen des Planens konnte 2007 mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen werden. Es wurde ein geeigneter Standort an der neu errichteten [[Umgehungsstraße]] gefunden und gemeinsam mit dem [[Technisches Hilfswerk|Technischen Hilfswerk]] wurde das [[Hilfeleistungszentrum]] errichtet, das am 31. März 2009 seiner Bestimmung übergeben wurde. Ende Mai war der Umzug vollends abgeschlossen und am 1. Juni 2009 konnte der erste Einsatz vom Hilfeleistungszentrum aus gefahren werden.


Im Sommer 2018 schlug dann die letzte Stunde für das alte Feuerwehrhaus. Der Landkreis Aurich hatte das Gelände von der Stadt erworben und keine Nutzung mehr dafür. Nach dem Auszug der Feuerwehr verkam das Gelände zusehends und wurde nur noch als Lagerstätte genutzt. In engem Kontakt zwischen dem Abbruchunternehmer und dem Archivar der Norder Feuerwehr, [[Erich Weege]], wurde am 20. September 2018 die beim Bau in das Fundament eingelassene Kupferrolle gefunden. Bis heute ist es üblich, dass man bei (öffentlichen) Bauten eine Kupferrolle mit verschiedenen Dokumenten in das Fundament einlässt.
Im Sommer 2018 schlug dann die letzte Stunde für das alte Feuerwehrhaus. Der Landkreis Aurich hatte das Gelände von der Stadt erworben und keine Nutzung mehr dafür. Nach dem Auszug der Feuerwehr verkam das Gelände zusehends und wurde nur noch als Lagerstätte genutzt. In engem Kontakt zwischen dem Abbruchunternehmer und dem Archivar der Norder Feuerwehr, [[Erich Weege]], wurde am 20. September 2018 die beim Bau in das Fundament eingelassene Kupferrolle gefunden. Bis heute ist es üblich, dass man bei (öffentlichen) Bauten eine Kupferrolle mit verschiedenen Dokumenten in das Fundament einlässt.
[[Datei:Klosterstraße 8 - Feuerwehr 25012004.jpg|mini|Altes Feuerwehrgebäude - Aufnahme vom 25. Januar 2004]]
 
Am 25. Oktober 2018 wurde die Kupferrolle im benachbarten Sanitärgeschäft Kleen vorsichtig geöffnet. In einer versiegelten Glasflasche lagerte die Urkunde der Grundsteinlegung. Darin wird der Zweck des Baus erläutert und darauf hingewiesen, dass er "unter der genialen Führung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler [...] entstanden ist." Vorder- und Rückseite sind von Unterschriften zahlreicher Politiker, Führungskräften der Feuerwehren sowie Ehrengästen geziert. Neben der historisch wertvollen Urkunde waren die Brandordnung für die Stadt Norden von 1783, das Exerzierreglement für die Feuerwehr Norden von 1887, die Satzungen der Norder Wehr von 1907 und 1934, die Entwicklungsgeschichte der Feuerwehr Norden, eine Dienstanweisung von 1934 des Kreisfeuerwehrführers Norden, ein Tätigkeitsbericht des Kreisfeuerwehrverbandes Norden für das Geschäftsjahr 1936/37, zwei Norder Zeitungen mit Bildern und Berichten zum Neubau sowie eine Bekleidungsverordnung von 1934 in der Kapsel eingeschlossen.
Am 25. Oktober 2018 wurde die Kupferrolle im benachbarten Sanitärgeschäft Kleen vorsichtig geöffnet. In einer versiegelten Glasflasche lagerte die Urkunde der Grundsteinlegung. Darin wird der Zweck des Baus erläutert und darauf hingewiesen, dass er "unter der genialen Führung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler [...] entstanden ist." Vorder- und Rückseite sind von Unterschriften zahlreicher Politiker, Führungskräften der Feuerwehren sowie Ehrengästen geziert. Neben der historisch wertvollen Urkunde waren die Brandordnung für die Stadt Norden von 1783, das Exerzierreglement für die Feuerwehr Norden von 1887, die Satzungen der Norder Wehr von 1907 und 1934, die Entwicklungsgeschichte der Feuerwehr Norden, eine Dienstanweisung von 1934 des Kreisfeuerwehrführers Norden, ein Tätigkeitsbericht des Kreisfeuerwehrverbandes Norden für das Geschäftsjahr 1936/37, zwei Norder Zeitungen mit Bildern und Berichten zum Neubau sowie eine Bekleidungsverordnung von 1934 in der Kapsel eingeschlossen.


==Beschreibung==
==Beschreibung==
[[Datei:Klosterstrasse Altes Feuerwehrhaus FTZ Feuerwehrtechnische Zentrale 07052021 04.jpg|links|mini|219x219px|Ehemaliger Standort des Feuerwehrhauses. Vom einstigen Gebäude ist nichts mehr zu erkennen.]]
[[Datei:Klosterstrasse Altes Feuerwehrhaus FTZ Feuerwehrtechnische Zentrale 07052021 04.jpg|links|mini|221x221px|Ehemaliger Standort des Feuerwehrhauses. Vom einstigen Gebäude ist nichts mehr zu erkennen.]]
Der (erste) Gebäudekomplex bestand im Wesentlichen aus drei Teilen. Von der [[Klosterstraße]] aus betrachtet befand sich links die Kreisschlauchpflegerei, Vorläufer der [[Feuerwehrtechnische Zentrale|Feuerwehrtechnischen Zentrale]]. Dieser Gebäudeteil wurde giebelständig zur Klosterstraße errichtet. Er bestand aus zwei Garagen, hinter denen sich ein Flur befand. Von diesem Flur ging es wiederum in den Keller, der aus zwei Lager- und Versorgungsräumen (Gas, Wasser, Strom) bestand. In den Garagen befand sich später rechts der Waschraum und links die Kleiderkammer (jeweils von der Klosterstraße aus betrachtet). Dort, wo anfänglich die Schläuche gereinigt wurden, entstanden später Sanitäranlagen und eine Stiefelwaschanlage.
Der (erste) Gebäudekomplex bestand im Wesentlichen aus drei Teilen. Von der [[Klosterstraße]] aus betrachtet befand sich links die Kreisschlauchpflegerei, Vorläufer der [[Feuerwehrtechnische Zentrale|Feuerwehrtechnischen Zentrale]]. Dieser Gebäudeteil wurde giebelständig zur Klosterstraße errichtet. Er bestand aus zwei Garagen, hinter denen sich ein Flur befand. Von diesem Flur ging es wiederum in den Keller, der aus zwei Lager- und Versorgungsräumen (Gas, Wasser, Strom) bestand. In den Garagen befand sich später rechts der Waschraum und links die Kleiderkammer (jeweils von der Klosterstraße aus betrachtet). Dort, wo anfänglich die Schläuche gereinigt wurden, entstanden später Sanitäranlagen und eine Stiefelwaschanlage.