Schokoladenmanufaktur Heddinga: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Betrieb wuchs immer weiter und umfasste neben dem Vossenhus auch das Gelände des heutigen [[Weiterbildungszentrum|Weiterbildungszentrums]]. Zu den Außendienstmitarbeitern gehörten um 1880 sogar der spätere Teefabrikant [[Onno Behrends]]. Bis in das 20. Jahrhundert war der Betrieb ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerbringer für die Stadt Norden. Doch in den 1930er Jahren geriet das Unternehmen offenbar in wirtschaftliche Schwierigkeiten, obgleich es weiterhin 75 Mitarbeiter in Lohn und Brot halten konnte. Titelte der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] noch am 24. April 1934, dass die Produktpalette um mehrere Artikel erweitert werden konnte, heißt es dort am 25. April 1935, dass das Unternehmen am Vortage zwangsversteigert werden musste. Während das Packhaus an der [[Uffenstraße]] von der Bäcker-Einkauf eGmbH für 3.000 Reichsmark übernommen wurde, fand sich für das Vossenhus zunächst kein neuer Besitzer. Kurze Zeit später - noch im selben Jahr - erwarb die Landhandlung [[Mennenga & Poppinga]] den Komplex.<ref name=":0" /> | Der Betrieb wuchs immer weiter und umfasste neben dem Vossenhus auch das Gelände des heutigen [[Weiterbildungszentrum|Weiterbildungszentrums]]. Zu den Außendienstmitarbeitern gehörten um 1880 sogar der spätere Teefabrikant [[Onno Behrends]]. Bis in das 20. Jahrhundert war der Betrieb ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerbringer für die Stadt Norden. Doch in den 1930er Jahren geriet das Unternehmen offenbar in wirtschaftliche Schwierigkeiten, obgleich es weiterhin 75 Mitarbeiter in Lohn und Brot halten konnte. Titelte der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] noch am 24. April 1934, dass die Produktpalette um mehrere Artikel erweitert werden konnte, heißt es dort am 25. April 1935, dass das Unternehmen am Vortage zwangsversteigert werden musste. Während das Packhaus an der [[Uffenstraße]] von der Bäcker-Einkauf eGmbH für 3.000 Reichsmark übernommen wurde, fand sich für das Vossenhus zunächst kein neuer Besitzer. Kurze Zeit später - noch im selben Jahr - erwarb die Landhandlung [[Mennenga & Poppinga]] den Komplex.<ref name=":0" /> | ||
== Trivia == | |||
Laut einer Aufstellung aus dem Jahr 1881 über die Arbeitszeiten der zeitweise rund 100 Beschäftigten ergibt sich ein nach heutigen Maßstäben unglaubliches Bild. So betrug die Arbeitszeit für Beschäftigte über 16 Jahren wochentags von 06:00 - 12:00 Uhr und nach einer einstündigen Mittagspause von 13:00 - 19:00 Uhr. Beschäftigte im Alter von 14 bis 16 Jahren erhielten vormittags und nachmittags je eine weitere halbe Stunde Pause. Erkennbar wird neben der hohen Arbeitszeit von bis zu 12 Stunden auch, dass Kinderarbeit im Unternehmen nicht unüblich war.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 45</ref> Auch abseits der Schokoladenmanufaktur war dies damals jedoch eher die Regel als die Ausnahme. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||