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Das Land stand seit ungefähr 1870 als ''Kirchenland'' im Eigentum der [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]], die in diesem Bereich ursprünglich ihre [[Ludgeruskirche|Kirche]] errichten wollte.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 18</ref> Drei Jahre später wurde hier von [[Albert Luitjens Lentz]] eine nach ihm benannte Gastwirtschaft eingerichtet. Insbesondere die Bauern der [[Westermarsch]] kehrten hier gerne nach getätigten Einkäufen in der [[Westerstraße]] ein, die damals auch als ''Einkaufsstraße der Bauern'' bezeichnet wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 199</ref><ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 204</ref> Schon zuvor soll es hier seit 1860 einen Gasthof gegeben haben, der aus einem Wohnhaus entstand. Noch bis 1872 befanden sich im rückwärtigen Gebäudeteil Stallungen und eine Hengststation.<ref name=":0" />
Das Land stand seit ungefähr 1870 als ''Kirchenland'' im Eigentum der [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]], die in diesem Bereich ursprünglich ihre [[Ludgeruskirche|Kirche]] errichten wollte.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 18</ref> Drei Jahre später wurde hier von [[Albert Luitjens Lentz]] eine nach ihm benannte Gastwirtschaft eingerichtet. Insbesondere die Bauern der [[Westermarsch]] kehrten hier gerne nach getätigten Einkäufen in der [[Westerstraße]] ein, die damals auch als ''Einkaufsstraße der Bauern'' bezeichnet wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 199</ref><ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 204</ref> Schon zuvor soll es hier seit 1860 einen Gasthof gegeben haben, der aus einem Wohnhaus entstand. Noch bis 1872 befanden sich im rückwärtigen Gebäudeteil Stallungen und eine Hengststation.<ref name=":0" />


1873 kam das Gebäude schließlich in den Besitz von Lentz, der die günstige Lage an der Westerstraße für sich zu nutzen wusste. Neben der Nutzung als Gastwirtschaft verpachtete er Räumlichkeiten an Hausierer, die hier ihr Warenlager hatten und vom Lentzhof aus ihre Wagen in den Dörfern der Umgebung feilboten. Bis 1925 diente ein Nebenraum als Übergangsleichenhalle. Die in der Westermarsch Verstorbenen wurden zunächst hierher transportiert und dann im Lentzhof auf den städtischen Leichenwagen umgebettet. Von da an erfolgte dann die Verbringung auf den [[Neuer Friedhof|städtischen Friedhof]].<ref name=":0" />
1873 kam das Gebäude schließlich in den Besitz von Lentz, der die günstige Lage an der Westerstraße für sich zu nutzen wusste. Neben der Nutzung als Gastwirtschaft verpachtete er Räumlichkeiten an Hausierer, die hier ihr Warenlager hatten und vom Lentzhof aus ihre Wagen in den Dörfern der Umgebung feilboten. Bis 1925 diente ein Nebenraum als ''Übergangsleichenhalle''. Die in der Westermarsch Verstorbenen wurden zunächst hierher transportiert und dann im Lentzhof auf den städtischen Leichenwagen umgebettet. Von da an erfolgte dann die Verbringung auf den [[Neuer Friedhof|städtischen Friedhof]].<ref name=":0" />


1887 starb der Gründer Lentz, sodass die Gastwirtschaft vorerst von seiner Witwe weitergeführt wurde. 1896 übernahm sein Sohn [[Conrad Lentz]] den Gasthof. 1911 ließ er das baufällige Gebäude abreißen und neu errichten. Im Zuge der Elektrifizierung der Stadt ab 1914 erhielt Lentz als einer der ersten einen Zugang zur Stromversorgung.<ref name=":0" />
1887 starb der Gründer Lentz, sodass die Gastwirtschaft vorerst von seiner Witwe weitergeführt wurde. 1896 übernahm sein Sohn [[Conrad Lentz]] den Gasthof. 1911 ließ er das baufällige Gebäude abreißen und neu errichten. Im Zuge der Elektrifizierung der Stadt ab 1914 erhielt Lentz als einer der ersten einen Zugang zur Stromversorgung.<ref name=":0" />