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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Am 20. Juli 1779 verkaufte der Kaufmann [[Hinrich Hermann Feidler]] das von ihm selbst bewohnte Haus am östlichen [[Marktplatz]], das damals noch die Adressbezeichnung [[Norder Kluft]], 5. [[Rott]], Nr. 599 trug. Das Gebäude wurde sodann von [[Johann Christoph Voss]] erworben, der sich im Kaufvertrag verpflichtete, die Straße vor und neben dem Haus stadtmäßig zu unterhalten.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 189</ref>
Am 20. Juli 1779 verkaufte der Kaufmann [[Hinrich Hermann Feidler]] das von ihm selbst bewohnte Haus am östlichen [[Marktplatz]], das damals noch die Adressbezeichnung [[Norderkluft]], 5. [[Rott]], Nr. 599 trug. Das Gebäude wurde sodann von [[Johann Christoph Voss]] erworben, der sich im Kaufvertrag verpflichtete, die Straße vor und neben dem Haus stadtmäßig zu unterhalten.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 189</ref>


In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />
In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />