Am Markt 69: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />
In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.<ref name=":0" />


1910 erwarb [[Hermann Wolbergs]] nach zahlreichen Inhaberwechseln das Gebäude und richtete hier neben der Bäckerei auch ein Konditorei ein. Ab dem 1. Januar 1946 führte sein Sohn [[Wolberg Theodor Wolbergs]] das Geschäft fort. Nach der Schließung der Bäckerei wurde das Gebäude zu einem Restaurant (Minna) umgebaut.
1910 erwarb [[Hermann Wolbergs]] nach zahlreichen Inhaberwechseln das Gebäude und richtete hier neben der Bäckerei auch ein Konditorei ein. Ab dem 1. Januar 1946 führte sein Sohn [[Wolberg Theodor Wolbergs]] das Geschäft fort.<ref name=":0" /> Nach der Schließung der Bäckerei wurde das Gebäude zu einem Restaurant (Minna) umgebaut.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 16. Juni 2021, 09:24 Uhr

Am Markt 69

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Basisdaten
Entstehungszeit 1783
Erbauer Johann Christoph Voss
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 69

26506 Norden

Das Haus Am Markt 69 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am östlichen Marktplatz. Bekannt ist es heute vor allem als Restaurant Minna.

Geschichte

Am 20. Juli 1779 verkaufte der Kaufmann Hinrich Hermann Feidler das von ihm selbst bewohnte Haus am östlichen Marktplatz, das damals noch die Adressbezeichnung Norder Kluft, 5. Rott, Nr. 599 trug. Das Gebäude wurde sodann von Johann Christoph Voss erworben, der sich im Kaufvertrag verpflichtete, die Straße vor und neben dem Haus stadtmäßig zu unterhalten.[1]

In dem Vertrag wird ebenso eine Beschreibung festgehalten, die Aufschluss auf das Gebäudeinnere geben. Demnach befanden sich dort neben einem Tresen auch alle weitere Einrichtungsgegenstände für den Betrieb eines Ladens. Ebenso vorhanden waren eine Luke mit Aufzug (Tau), um Korn auf den Dachboden zu ziehen. Im linken Gebäudeteil befand sich das Wohnzimmer mit einem eisernen Ofen und einer Bettstelle. Die Küche befand sich im Vorderhaus und war mit ansehnlichen Bremer Floren (hochwertige Bodenfliesen aus Bremen) belegt. Ebenso zum Haus gehörte eine Zisterne zur Wasserspeicherung, eine Scheune, ein Schweinestall, einen Abort und einen baumbewachsenen Garten. Zur Wasserversorgung hatten die Bewohner freien Zugang zu einem der am Marktplatz befindlichen Brunnen, den sie mit zu unterhalten hatten.[1]

1910 erwarb Hermann Wolbergs nach zahlreichen Inhaberwechseln das Gebäude und richtete hier neben der Bäckerei auch ein Konditorei ein. Ab dem 1. Januar 1946 führte sein Sohn Wolberg Theodor Wolbergs das Geschäft fort.[1] Nach der Schließung der Bäckerei wurde das Gebäude zu einem Restaurant (Minna) umgebaut.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 189

Siehe auch