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Die Gaststätte '''Zum weißen Seehund''' gehörte bis vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu den bekanntesten in Norden. Sie befand sich in unmittelbarer Nähe zum [[Norder Tief]] an der [[Brückstraße]] 27. Nach dem Krieg wurde das Gebäude abgebrochen und dort Parkplätze errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref>  
Die Gaststätte '''Zum weißen Seehund''' gehörte bis vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu den bekanntesten in Norden. Sie befand sich in unmittelbarer Nähe zum [[Norder Tief]] an der [[Brückstraße]] 27. Nach dem Krieg wurde das Gebäude abgebrochen und dort Parkplätze errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref>  


Der ungewöhnliche Name geht auf einen früheren Eigentümer, den Gastwirt Everts zurück, der 1895 in der Nähe von Baltrum einen Seehund mit weißem Fell erlegt haben soll und seiner Gaststätte daher diesen Namen gab. Ein nicht unwesentlicher Teil seiner Kunden waren Bauern und Transporteure, die mit ihren Kähnen aus den umliegenden Dörfern und [[Marsch|Marschgebieten]] nach Norden kamen, um hier ihre Waren abzusetzen. Lange Zeit erfolgte der Warentransport vor allem zu Wasser, denn Straßen waren entweder nicht vorhanden oder meist in unbefestigtem bzw. miserablen Zustand.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 175</ref>
Der ungewöhnliche Name geht auf einen früheren Eigentümer, den [[Gerd Everts|Gastwirt Everts]] zurück, der 1895 in der Nähe von Baltrum einen Seehund mit weißem Fell erlegt haben soll und seiner Gaststätte daher diesen Namen gab. Ein nicht unwesentlicher Teil seiner Kunden waren Bauern und Transporteure, die mit ihren Kähnen aus den umliegenden Dörfern und [[Marsch|Marschgebieten]] nach Norden kamen, um hier ihre Waren abzusetzen. Lange Zeit erfolgte der Warentransport vor allem zu Wasser, denn Straßen waren entweder nicht vorhanden oder meist in unbefestigtem bzw. miserablen Zustand.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 175</ref>


Eine Gaststätte soll sich hier jedoch bereits seit mindestens 1773 befunden haben. Der Eigentümer der Gaststätte war zugleich Pächter der sogenannten ''Wippe'', einem Kran, mit dem Waren von den Booten (bzw. im Winter den Schlitten) an das Festland gehoben werden konnten.<ref name=":0" />
Eine Gaststätte soll sich hier jedoch bereits seit mindestens 1773 befunden haben. Der Eigentümer der Gaststätte war zugleich Pächter der sogenannten ''Wippe'', einem Kran, mit dem Waren von den Booten (bzw. im Winter den Schlitten) an das Festland gehoben werden konnten.<ref name=":0" />