Gräfin-Theda-Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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| colspan="2" |[[Datei:Gartenstrasse Graefin Theda Schule 11102015.jpg|mini|Die Gräfin-Theda-Schule in der Gartenstraße am 11. Oktober 2015.|alternativtext=|zentriert]] | |||
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Die '''Gräfin-Theda-Schule''' war von 1912 bis 1927 eine ausschließlich Mädchen vorbehaltene [[Höhere Töchterschule]] und anschließend bis zum Neubau des [[Schulzentrum Ekel|Schulzentrums Ekel]] eine Mittel- bzw. Realschule ohne Geschlechtertrennung. 1970 wurde sie geschlossen und wird heute vor allem als Musikschule genutzt. | Die '''Gräfin-Theda-Schule''' war von 1912 bis 1927 eine ausschließlich Mädchen vorbehaltene [[Höhere Töchterschule]] und anschließend bis zum Neubau des [[Schulzentrum Ekel|Schulzentrums Ekel]] eine Mittel- bzw. Realschule ohne Geschlechtertrennung. 1970 wurde sie geschlossen und wird heute vor allem als Musikschule genutzt. | ||
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Nach Kriegsende kam es, bedingt durch einen Zuzug einer Vielzahl von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten zu einem starken Anstieg der Schülerzahlen. Besuchten 1944 noch gut 200 Kinder die Schule, waren es um 1950 bereits über 400. Zu Beginn der 1950er Jahren wurde das bei Weitem über seine Kapazitäten kommende Gebäude um einen Anbau erweitert. In diesem befindet sich heute das [[Medienzentrum]]. Ein vollständiger Neubau war jedoch unbedingt erforderlich.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 112</ref> Die Raumot vergrößerte sich derart, dass der Unterricht an weiteren Standorten im Stadtgebiet abgehalten werden musste, so etwa im Saal des [[Altes Feuerwehrhaus]], der [[Baracke (Schulstraße)|Baracke an der Schulstraße]] oder sogar in einer Baubude nahe des [[Neuer Friedhof|Friedhofs]].<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113</ref> Das Vorhaben scheiterte jedoch lange an der Finanzierung in Angesicht der klammen Stadtkasse. 1965 wird aus der "Mittelschule" eine "Realschule".<ref name=":3" /> | Nach Kriegsende kam es, bedingt durch einen Zuzug einer Vielzahl von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten zu einem starken Anstieg der Schülerzahlen. Besuchten 1944 noch gut 200 Kinder die Schule, waren es um 1950 bereits über 400. Zu Beginn der 1950er Jahren wurde das bei Weitem über seine Kapazitäten kommende Gebäude um einen Anbau erweitert. In diesem befindet sich heute das [[Medienzentrum]]. Ein vollständiger Neubau war jedoch unbedingt erforderlich.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 112</ref> Die Raumot vergrößerte sich derart, dass der Unterricht an weiteren Standorten im Stadtgebiet abgehalten werden musste, so etwa im Saal des [[Altes Feuerwehrhaus]], der [[Baracke (Schulstraße)|Baracke an der Schulstraße]] oder sogar in einer Baubude nahe des [[Neuer Friedhof|Friedhofs]].<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113</ref> Das Vorhaben scheiterte jedoch lange an der Finanzierung in Angesicht der klammen Stadtkasse. 1965 wird aus der "Mittelschule" eine "Realschule".<ref name=":3" /> | ||
1967 erklärte sich schließlich der [[Landkreis Norden]] bereit, die Kosten für einen Neubau zu übernehmen. 1969 wurde mit dem Bau des [[Schulzentrum Ekel]] begonnen. Die feierliche Einweihung fand am 11. Februar 1970 statt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116</ref> Zu dieser Zeit war der bekannte Norder Heimatforscher [[Gerhard Canzler]] Direktor der Schule. Kurze Zeit später wurde der den Namen tragende Schriftzug an der Gebäudemauer entfernt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 120</ref> Von 1974 bis 1980 befand sich in der Schule die "Orientierungsstufe II", die ab dann in das Ekeler Schulzentrum verlegt wurde, da das an seine Kapazitäten kommende [[Ulrichsgymnasium]] eine Nutzung der Räumlichkeiten für eigene Zwecke beantragte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 166</ref> | 1967 erklärte sich schließlich der [[Landkreis Norden]] bereit, die Kosten für einen Neubau zu übernehmen. 1969 wurde mit dem Bau des [[Schulzentrum Ekel]] begonnen. Die feierliche Einweihung fand am 11. Februar 1970 statt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116</ref> Zu dieser Zeit war der bekannte Norder Heimatforscher [[Gerhard Canzler]] Direktor der Schule. Kurze Zeit später wurde der den Namen tragende Schriftzug an der Gebäudemauer entfernt, der sich aber mitterweile wieder an seinem angestammten Platz befindet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 120</ref> Von 1974 bis 1980 befand sich in der Schule die "Orientierungsstufe II", die ab dann in das Ekeler Schulzentrum verlegt wurde, da das an seine Kapazitäten kommende [[Ulrichsgymnasium]] eine Nutzung der Räumlichkeiten für eigene Zwecke beantragte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 166</ref> | ||
Nachnutzer wurde der Landkreis Norden, ab 1977 der Landkreis Aurich. Seit 1996 befindet sich hier die Musikschule (zuvor seit 1992 in der ehemaligen [[Ackerbauschule]]), deren breit gefächertes Angebot hunderten Schülern zugänglich gemacht wird. Es umfasst unter anderem eine musikalische Früherziehung für Kinder ab viereinhalb Jahren, Grundkurse für die Erst- und Zweitklässler, Instrumentalunterricht für Streich-, Blas- und Tasteninstrumente sowie Gitarre, Gesang und Schlagzeug.<ref>[https://www.landkreis-aurich.de/bildung-wirtschaft/musikschule.html Beschreibung der Musikschule in Norden], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> | Nachnutzer wurde der Landkreis Norden, ab 1977 der Landkreis Aurich. Seit 1996 befindet sich hier die Musikschule (zuvor seit 1992 in der ehemaligen [[Ackerbauschule]]), deren breit gefächertes Angebot hunderten Schülern zugänglich gemacht wird. Es umfasst unter anderem eine musikalische Früherziehung für Kinder ab viereinhalb Jahren, Grundkurse für die Erst- und Zweitklässler, Instrumentalunterricht für Streich-, Blas- und Tasteninstrumente sowie Gitarre, Gesang und Schlagzeug.<ref>[https://www.landkreis-aurich.de/bildung-wirtschaft/musikschule.html Beschreibung der Musikschule in Norden], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> | ||
Im Juni 2010 stifteten zehn Schulabgänger des Abschlussjahrgangs 1950 der Schule ein vom Norder Künstler [[Siegfried Apetz]] gemaltes Bildnis von Gräfin Theda, um die Erinnerung an sie zu bewahren.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/29459/Sie-haengt-wieder-in-ihrer-Schule Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 17. Juni 2010], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> | Im Juni 2010 stifteten zehn Schulabgänger des Abschlussjahrgangs 1950 der Schule ein vom Norder Künstler [[Siegfried Apetz]] gemaltes Bildnis von Gräfin Theda, um die Erinnerung an sie zu bewahren.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/29459/Sie-haengt-wieder-in-ihrer-Schule Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 17. Juni 2010], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> | ||
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