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Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg brachten jedoch nochmals einen großen Aufschwung, nachdem man bereits kurz nach Kriegsende wieder mit Genehmigung der britischen Militärregierung produzieren durfte. In der letzten Hochblüte, Ende der 1960er Jahre, wurde Doornkaat mit dem legendären Doornkaat-Mann (von Ludwig Hohlwein bereits in den 1920er Jahren geschaffen), der die Doornkaat-Vierkantflasche in der Hand hält, mit dem Slogan ''Doornkaat - heiß geliebt und kalt getrunken'' beworben.
Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg brachten jedoch nochmals einen großen Aufschwung, nachdem man bereits kurz nach Kriegsende wieder mit Genehmigung der britischen Militärregierung produzieren durfte. In der letzten Hochblüte, Ende der 1960er Jahre, wurde Doornkaat mit dem legendären Doornkaat-Mann (von Ludwig Hohlwein bereits in den 1920er Jahren geschaffen), der die Doornkaat-Vierkantflasche in der Hand hält, mit dem Slogan ''Doornkaat - heiß geliebt und kalt getrunken'' beworben.


In den 1970er und 1980er Jahren erfolgte ein schneller Abstieg, der letztlich auch zum Verkauf des Unternehmens führte. Dies lag im Kern am veränderten Trinkverhalten der Bevölkerung, was zu einem Einbruch des Absatzes führte. Auch die geänderte Branntweinsteuer und der drastische Anstieg importierter Spirituosen bestärkte den rückläufigen Trend. Die langjährigen Vorstände [[Gerhard ten Doornkaat Koolman]] und [[Klaus Scherhorn]] verließen das Unternehmen in der Mitte der 1980er Jahre. Die neuen Vorstände [[Jochen Buschbeck]] und [[Hans Alles|Hans A. Alles]] entwickelten Umstrukturierungspläne. In den Jahren 1986 und 1987 wurde das Personal um 35 % reduziert. Das Konzernergebnis der Doornkaat-Gruppe war 1987 mit 4,9 Mio. DM immer noch recht passabel.
In den 1970er und 1980er Jahren erfolgte ein schneller Abstieg, der letztlich auch zum Verkauf des Unternehmens führte. Dies lag im Kern am veränderten Trinkverhalten der Bevölkerung, was zu einem Einbruch des Absatzes führte. Auch die geänderte Branntweinsteuer und der drastische Anstieg importierter Spirituosen bestärkte den rückläufigen Trend. Die langjährigen Vorstände [[Gerhard ten Doornkaat Koolman]] und [[Klaus Scherhorn]] verließen das Unternehmen in der Mitte der 1980er Jahre. Die neuen Vorstände [[Jochen Buschbeck]] und [[Hans Alles|Hans A. Alles]] entwickelten Umstrukturierungspläne. In den Jahren 1986 und 1987 wurde das Personal um 35 % auf 240 im Jahr 1988 reduziert. Das Konzernergebnis der Doornkaat-Gruppe war 1987 mit 4,9 Mio. DM immer noch recht passabel. 1989 verließ Alles das Unternehmen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 106</ref>


Doornkaat beteiligte sich an der Gocher Firma ''Mülhoff'' mit ihrem bekannten Produkt ''Mampe''. Doch auch dies konnte den weiter fallenden Absatz nicht stoppen. Das Fruchtsaftgeschäft kam erheblich unter Druck, die Sparte wurde mit dem Verkauf der Anteile an der Emig Fruchtsaft GmbH 1989 geschlossen.
Doornkaat beteiligte sich an der Gocher Firma ''Mülhoff'' mit ihrem bekannten Produkt ''Mampe''. Doch auch dies konnte den weiter fallenden Absatz nicht stoppen. Das Fruchtsaftgeschäft kam erheblich unter Druck, die Sparte wurde mit dem Verkauf der Anteile an der Emig Fruchtsaft GmbH 1989 geschlossen. Die deutsche Wiedervereinigung führte bei Doornkaat zu einem überraschenden, aber kurzen Absatzplus. Der Verkauf des Stammgetränkes stieg um 21 %. Trotzdem konnte der negative Trend nicht gestoppt werden, im Jahr 1991 waren nur noch 232 Mitarbeiter bei Doornkaat beschäftigt.


Die deutsche Wiedervereinigung führte bei Doornkaat zu einem überraschenden, aber kurzen Absatzplus. Der Verkauf des Stammgetränkes stieg um 21 %. Trotzdem konnte der negative Trend nicht gestoppt werden, im Jahr 1991 waren nur noch 232 Mitarbeiter bei Doornkaat beschäftigt.
Im August 1991 erwarb die ''Berentzen''-Gruppe den Geschäftsbetrieb der damaligen Doornkaat AG, ein Beherrschungsvertrag wurde 1992 abgeschlossen und die Produktion schließlich verlagert. Berentzen verkaufte die Doornkaat AG an die WCM-Gruppe, die die Firma in die NORDAG umwandelte. Gleichzeitig wurden die Brenn- und Markenrechte an die neu gegründete Doornkaat Verwaltung GmbH verkauft, einer neu gegründeten Tochtergesellschaft von Berentzen. Diese wurde sodann wieder in die neue Doornkaat AG umgewandelt. Ab 1997 wurde kein Doornkaat mehr in der Norder Brennerei hergestellt.
 
Im August 1991 erwarb die Berentzen-Gruppe den Geschäftsbetrieb der damaligen Doornkaat AG, ein Beherrschungsvertrag wurde 1992 abgeschlossen und die Produktion schließlich verlagert. Berentzen verkaufte die Doornkaat AG an die WCM-Gruppe, die die Firma in die NORDAG umwandelte. Gleichzeitig wurden die Brenn- und Markenrechte an die neu gegründete Doornkaat Verwaltung GmbH verkauft, einer neu gegründeten Tochtergesellschaft von Berentzen. Diese wurde sodann wieder in die neue Doornkaat AG umgewandelt. Ab 1997 wurde kein Doornkaat mehr in der Norder Brennerei hergestellt.


Das ehemalige Doornkaat-Gelände liegt seither weitestgehend brach, viele Gebäude wurden abgerissen oder dem Verfall, bedingt durch den Verkauf an auswärtige Investoren, überlassen. In einigen Gebäuden erblühte jedoch neues Leben und seit Ende der 2010er Jahre existieren Planungen über eine Neunutzung. Unter anderem soll das neue Dienstgebäude der [[Polizei Norden|Norder Polizei]] auf dem Gelände entstehen.
Das ehemalige Doornkaat-Gelände liegt seither weitestgehend brach, viele Gebäude wurden abgerissen oder dem Verfall, bedingt durch den Verkauf an auswärtige Investoren, überlassen. In einigen Gebäuden erblühte jedoch neues Leben und seit Ende der 2010er Jahre existieren Planungen über eine Neunutzung. Unter anderem soll das neue Dienstgebäude der [[Polizei Norden|Norder Polizei]] auf dem Gelände entstehen.