Doornkaat: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Doornkaat''' war lange Zeit das überregional (und oftmals auch bis heute) bekannteste Norder Unternehmen. Der Name wird meist synonym mit dem Hauptabsatzprodukt, einem Kornbrand, verwendet, der seit dem Niedergang der Firma bei ''Berentzen'' in Haselünne weitergebrannt wird. Kenner des ''ursprünglichen Doornkaat'' sagen diesem jedoch nach, dass er von wesentlich geringerer Qualität ist. | '''Doornkaat''' war lange Zeit das überregional (und oftmals auch bis heute) bekannteste Norder Unternehmen. Der Name wird meist synonym mit dem Hauptabsatzprodukt, einem Kornbrand, verwendet, der seit dem Niedergang der Firma bei ''Berentzen'' in Haselünne weitergebrannt wird. Kenner des ''ursprünglichen Doornkaat'' sagen diesem jedoch nach, dass er von wesentlich geringerer Qualität ist. | ||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Das Unternehmen wurde im Jahre 1806 von dem niederländischen Kaufmann [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman]] am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] gegründet. Er war ein Jahr zuvor über Emden nach Norden gekommen und fand zunächst im Hause seines entfernten Verwandten [[Doede Lübberts Cremer]] eine Unterkunft. Die Konkurrenz in der Stadt war seinerzeit groß: Für das Jahr 1813 sind 27 (meist kleinere) Geneverbrennereien in Norden nachgewiesen. Ihre Zahl ging jedoch in den Folgejahren zurück, 1840 waren es noch elf, 1858 hatte Doornkaat nur noch einen städtischen Konkurrenten.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 89</ref> Das mag vor allem darin begründet sein, dass der niederländische Generver dem klassischen, ostfriesischen Kornbrand seit jeher qualitativ weit überlegen war.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 67</ref> Im Laufe der Jahrzehnte wurde ''Doornkaat'' mit seiner populären Qualität zu einer deutschlandweit bekannten Branntweinmarke. | Das Unternehmen wurde im Jahre 1806 von dem niederländischen Kaufmann [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman]] am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] gegründet. Er war ein Jahr zuvor über Emden nach Norden gekommen und fand zunächst im Hause seines entfernten Verwandten [[Doede Lübberts Cremer]] eine Unterkunft. Die Konkurrenz in der Stadt war seinerzeit groß: Für das Jahr 1813 sind 27 (meist kleinere) Geneverbrennereien in Norden nachgewiesen. Ihre Zahl ging jedoch in den Folgejahren zurück, 1840 waren es noch elf, 1858 hatte Doornkaat nur noch einen städtischen Konkurrenten.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 89</ref> Das mag vor allem darin begründet sein, dass der niederländische Generver dem klassischen, ostfriesischen Kornbrand seit jeher qualitativ weit überlegen war.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 67</ref> Im Laufe der Jahrzehnte wurde ''Doornkaat'' mit seiner populären Qualität zu einer deutschlandweit bekannten Branntweinmarke. | ||