Westermarsch II: Unterschied zwischen den Versionen
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1871 fiel ganz Ostfriesland an das Königreich Preußen und damit auch die Westermarsch. Die preußischen Beamten begannen, das Land zu kartografieren und unterteilten die Westermarsch in I und II. | 1871 fiel ganz Ostfriesland an das Königreich Preußen und damit auch die Westermarsch. Die preußischen Beamten begannen, das Land zu kartografieren und unterteilten die Westermarsch in I und II. | ||
In den Jahren 1905 bis 1906 wurde die [[Norddeich Radio | | In den Jahren 1905 bis 1906 wurde die [[Norddeich Radio |Küstenfunkstation Norddeich]] in [[Utlandshörn]] errichtet und zunächst dem [[Postamt|Kaiserlichen Postamt]] am [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] angegliedert. Die Küstenfunkstelle war von großer militärischer Bedeutung und bis zu ihrer Schließung am 31. Dezember 1998 ein tragender Faktor für die Sicherheit auf See. Während des Ersten Weltkriegs unterstand die Küstenfunkstelle dem Kommando der Kaiserlichen Marine. Das Gebäude der [[Itzendorfer Schule]] wurde von der Marine requiriert, um dort Soldaten unterzubringen. Nachdem die Marine im November 1918 die Küstenunkstelle geräumt hatte, wurde diese durch Mitglieder des Arbeiter- und Soldatenrates besetzt. | ||
In den Wirren der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg entstand im September 1919 eine Einwohnerwehr, deren Stärke 57 Mann umfasste, die mit 50 Waffen ausgerüstet waren. Damit war sie zwar zahlenmäßiger kleiner als die von Westermarsch I, letztere hatte jedoch keine Waffen erlangen können. | In den Wirren der Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] entstand im September 1919 eine Einwohnerwehr, deren Stärke 57 Mann umfasste, die mit 50 Waffen ausgerüstet waren. Damit war sie zwar zahlenmäßiger kleiner als die von Westermarsch I, letztere hatte jedoch keine Waffen erlangen können. | ||
Auch im Zweiten Weltkrieg erlangte die Küstenfunkstelle wieder große Bedeutung und wurde entsprechend auch mit Flak-Geschützstellungen gegen feindliche Luftangriffe gesichert. Zudem entstand in dieser Zeit ein [[Kriegsgefangenenlager Itzendorf | Kriegsgefangenenlager in Itzendorf]], in dem 15 französische Soldaten inhaftiert waren. Ein weiteres Kriegsgefangenenlager wurde in Utlandshörn errichtet, auch dort waren ausschließlich Franzosen inhaftiert, deren Zahl - über die Zeit schwankend - 15 bis 40 betragen hat. Das Lager trug die Bezeichnung AK Nr. 1016a. | Auch im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erlangte die Küstenfunkstelle wieder große Bedeutung und wurde entsprechend auch mit Flak-Geschützstellungen gegen feindliche Luftangriffe gesichert. Zudem entstand in dieser Zeit ein [[Kriegsgefangenenlager Itzendorf | Kriegsgefangenenlager in Itzendorf]], in dem 15 französische Soldaten inhaftiert waren. Ein weiteres Kriegsgefangenenlager wurde in Utlandshörn errichtet, auch dort waren ausschließlich Franzosen inhaftiert, deren Zahl - über die Zeit schwankend - 15 bis 40 betragen hat. Das Lager trug die Bezeichnung AK Nr. 1016a. | ||
Am 1. November 1941 fielen in der gesamten Westermarsch 40 bis 50 Brandbomben. Ein Bauerhaus wurde eingeäschert. | Am 1. November 1941 fielen in der gesamten Westermarsch 40 bis 50 Brandbomben. Ein Bauerhaus wurde eingeäschert. | ||