Friedrich Bodewin Vissering: Unterschied zwischen den Versionen
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Vissering wurde am 3. | Vissering wurde am 3. August 1826 als Sohn des Landwirts Wilhelm ''Willem'' Vissering und dessen Ehefrau Henriette Antoinette Catharina Friederike von Briesen in Osteel geboren.<ref name=":0" /> Er besuchte das [[Ulrichsgymnasium]] in Norden und später die polytechnische Akademie in Hannover. Als junger Mann unternahm er umfangreiche Reisen und betrieb Landwirtschaft auf seinem Gut Wilhelminenhof bei Dornum. Weiter war er Präsident des landwirtschaftlichen Hauptvereins für das Fürstentum Ostfriesland, Ehrenmitglied der Landwirtschafts-Gesellschaft zu Oldenburg und Hannover, zudem [[Gasthaus|Armendirektor]], Gemeindevorstand und Standesbeamter.<ref>Appell, Wolfgang (2016): Erlang-Surium, Erlangen, S. 15</ref> | ||
Von 1884 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Provinz Hannover 2 (Aurich, Wittmund, Leer) und die Nationalliberale Partei.<ref>Specht, Fritz / Schwabe, Paul (1904): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten, Berlin, S. 116</ref> Im Reichstag war er in den Ausschüssen für Betriebsunfälle, deutsche Schutzgebiete (Kolonien), Reichsstempelabgaben, Postdampfschiffsverbindungen und Seuchen tätig.<ref>[http://zhsf.gesis.org/biorabkr_db/biorabkr_db.php?id=2548 Kurzbiographie des Friedrich Bodewin Vissering], abgerufen am 22. April 2021</ref> | Von 1884 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Provinz Hannover 2 (Aurich, Wittmund, Leer) und die Nationalliberale Partei.<ref>Specht, Fritz / Schwabe, Paul (1904): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten, Berlin, S. 116</ref> Im Reichstag war er in den Ausschüssen für Betriebsunfälle, deutsche Schutzgebiete (Kolonien), Reichsstempelabgaben, Postdampfschiffsverbindungen und Seuchen tätig.<ref>[http://zhsf.gesis.org/biorabkr_db/biorabkr_db.php?id=2548 Kurzbiographie des Friedrich Bodewin Vissering], abgerufen am 22. April 2021</ref> | ||
1851 heiratete er die Baronesse Johanne Henriette Georgette von Blonay-Mountfacon. Mit ihr hatte er sechs Kinder.<ref name=":0" /> Seine Tochter Appolonia heiratete Carl Keitel, ihr Sohn und damit Visserings Enkel war Wilhelm Keitel, einem der Hauptangeklagten bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Keitel wurde vom Tribunal umfangreicher Kriegsverbrechen, die ihm als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht zur Last gelegt wurden, schuldig gesprochen und | 1851 heiratete er die Baronesse Johanne Henriette Georgette von Blonay-Mountfacon. Mit ihr hatte er sechs Kinder.<ref name=":0" /> Seine Tochter Appolonia heiratete Carl Keitel, ihr Sohn und damit Visserings Enkel war Wilhelm Keitel, einem der Hauptangeklagten bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Keitel wurde vom Tribunal umfangreicher Kriegsverbrechen, die ihm als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht zur Last gelegt wurden, schuldig gesprochen und wenig später hingerichtet. | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
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==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
*[[Gut Lintel]] | *[[Gut Lintel]] | ||
*[[Uvo Pauls]] | |||
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | [[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | ||