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| Text = Siel in Leybuchtpolder | | Text = Siel in Leybuchtpolder | ||
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Das '''Leysiel''' ist ein 1991 fertiggestelltes Siel in [[Leybuchtpolder]] bzw. Greetsiel (Gemeinde Krummhörn). Es ist nicht zu verwechseln mit dem [[Leybuchtsiel]] in [[Neuwesteel]], welches bereits 1929 erbaut wurde. Der Bau des Leysiels mitsamt aller dazugehörigen Baumaßnahmen und Nebenanlagen kostete rund 330 Millionen DM. Das vor dem Leysiel befindliche Sammelbecken wird auch als ''Leyhörner Sieltief'' oder einfach nur ''Sammel- bzw. Speicherbecken Leysiel'' bezeichnet, die Gesamtheit des künstlichen Vorbaus als ''Leyhörn''. | |||
Das '''Leysiel''' ist ein 1991 fertiggestelltes Siel in [[Leybuchtpolder]] bzw. Greetsiel (Gemeinde Krummhörn). Es ist nicht zu verwechseln mit dem [[Leybuchtsiel]] in [[Neuwesteel]], welches bereits 1929 erbaut wurde. Der Bau des Leysiels mitsamt aller dazugehörigen Baumaßnahmen und Nebenanlagen kostete rund 330 Millionen DM. | __TOC__ | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Mit der Eindeichung von [[Neuwesteel]] war es notwendig geworden, dieses neu gewonnene Land entwässern zu können. Der offene | Mit der Eindeichung von [[Neuwesteel]] war es notwendig geworden, dieses neu gewonnene Land entwässern zu können. Der offene Meereszugang stand einer wirkungsvollen Entwässerung entgegen und barg zudem die stetige Gefahr von Sturmfluten an diesen küstennahen Regionen. Das [[Norder Tief]] war zudem im Laufe der Jahre so verschlickt, dass es zu einem akuten ''Binnenwasser-Notstand'' kam. Trotz widerstreitender Interessen mit der [[Stadt Norden]], die mit dem Bau des Siels ihren Zugang zum offenen Meer verlor, wurde das [[Leybuchtsiel]] bis 1929 gebaut. | ||
Schon in den 1960er Jahren gab es erste Pläne zur vollständigen Eindeichung der [[Leybucht]], wie üblich mit dem Bau eines neuen Siels am tiefen Watt. Dieser Plan war jedoch schon bald nicht mehr mit zunehmendem | Schon in den 1960er Jahren gab es erste Pläne zur vollständigen Eindeichung der [[Leybucht]], wie üblich mit dem Bau eines neuen Siels am tiefen Watt. Dieser Plan war jedoch schon bald nicht mehr mit zunehmendem Umweltbewusstsein zu vereinbaren, da die Umgebung ein besonders schützenswertes Biotop ist. | ||
Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen | Weil jedoch die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen kam man ab 1985 langsam zu einem Ergebnis, womit gleich mehrere Probleme gelöst werden konnten: Das neue Leysiel am tiefen Watt ermöglichte wieder ein freies Sielen, ein neuer Deich schützte die [[Liste der Eindeichungen|neu gewonnen Ländereien]], der Greetsieler Hafen konnte fortan fast unabhängig von der Tide von Fischkuttern und Freizeitkapitänen angelaufen werden und die heutige Leybucht als Teil des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer mit ihrem einzigartigen Salzwiesen-Biotop ([[Heller]]) blieb erhalten. | ||
Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den [[Störtebekerkanal]] gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen. | Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den [[Störtebekerkanal]] gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen. | ||
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Das zum Siel gehörende Sperrwerk besitzt im Mündungsbereich einen Schutzhafen von 170 m Länge und 100 m Breite mit einer durchgehenden Sohlsicherung. Es wurde außerdem noch ein 60 m langer Notanleger als Kaianlage gebaut. | Das zum Siel gehörende Sperrwerk besitzt im Mündungsbereich einen Schutzhafen von 170 m Länge und 100 m Breite mit einer durchgehenden Sohlsicherung. Es wurde außerdem noch ein 60 m langer Notanleger als Kaianlage gebaut. | ||
Das Außentief zwischen Schutzhafen und der Wattrinne | Das Außentief zwischen Schutzhafen und der Wattrinne ''Norderley'' hat eine Länge von ca 900 m bei einer Sohlbreite von 35 m und hat eine Ausbautiefe von NN - 4,00 m. Die beidseitigen Leitdämme mit NN + 1,50m schützen das Außentief vor Versandung. | ||
==Quellenverzeichnis== | ==Quellenverzeichnis== | ||