Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e.V.''' ist der Betreiber der [[Seehundstation Norddeich|Seehundaufzuchtstation]] in [[Norddeich]]. Ziel des Vereins ist es, die Seehundbestände zu erhalten. Dazu betreibt sie neben der Aufzuchtstation auch Räumlichkeiten und Einrichtungen zur Forschung und Aufklärung.
__NOTOC__
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Der '''Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e.V.''' ist der Betreiber der [[Seehundstation Norddeich|Seehundaufzuchtstation]] in [[Norddeich]]. Ziel des Vereins ist es, die Seehundbestände zu erhalten. Dazu betreibt sie neben der Aufzuchtstation auch Räumlichkeiten und Einrichtungen zur Forschung und Aufklärung.
==Geschichte==
==Geschichte==
*siehe auch: [[Seehundstation Norddeich#Geschichte|Geschichte der Seehundstation Norddeich]]
*siehe auch: [[Seehundstation Norddeich#Geschichte|Geschichte der Seehundstation Norddeich]]
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Das große Seehundsterben 1988 stellte für die Station eine große Bewährungsprobe dar: 68 schwerkranke Seehunde wurden in die Station eingeliefert, 1123 tote Seehunde mussten geborgen und entsorgt werden. Das Seehundsterben schuf jedoch Bewusstsein in der Bevölkerung und löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Zahlreiche Spenden konnten in den Ausbau der Forschungseinrichtungen, Beckenanlagen etc. investiert werden.
Das große Seehundsterben 1988 stellte für die Station eine große Bewährungsprobe dar: 68 schwerkranke Seehunde wurden in die Station eingeliefert, 1123 tote Seehunde mussten geborgen und entsorgt werden. Das Seehundsterben schuf jedoch Bewusstsein in der Bevölkerung und löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Zahlreiche Spenden konnten in den Ausbau der Forschungseinrichtungen, Beckenanlagen etc. investiert werden.


Ursprünglich sollte die Station zu einem Forschungsinstitut für Meeressäuger ausgebaut werden, eine entsprechende Absichtserklärung des Landes Niedersachsen lag vor. In dieser Sache führte der Vorstand viele Gespräche, geblieben ist die Einrichtung eines [[Nationalparkzentrum|Nationalparkzentrums]], das am  10. Juli 1992 von der niedersächsischen Umweltministerin Monika Griefahn eröffnet wurde.
Ursprünglich sollte die Station zu einem Forschungsinstitut für Meeressäuger ausgebaut werden, eine entsprechende Absichtserklärung des Landes Niedersachsen lag vor. In dieser Sache führte der Vorstand viele Gespräche, geblieben ist die Einrichtung eines Nationalparkzentrums, das am  10. Juli 1992 von der niedersächsischen Umweltministerin Monika Griefahn eröffnet wurde.


Nach dem Auslaufen des Kooperationsvertrages mit dem Land Niedersachsen am 31.12.2005 und der Kürzung der Mittel für die Umweltbildung durch das Land konnte durch den Einsatz von Vorstand, Geschäftsführung und weiterer Fürsprecher eine Lösung mit Fortbestand der Nationalpark-Einrichtung gefunden werden: Der Standort in Norddeich erhielt den Status als "Nationalparkhaus". Ab 2006 wurde der Betrieb des Nationalparkhauses durch einen direkten Vertrag mit der Nationalparkverwaltung vom Verein übernommen. Nach jahrelangem Bemühen erhielt die Station 1994 auch die Anerkennung als Vogelpflegestation.
Nach dem Auslaufen des Kooperationsvertrages mit dem Land Niedersachsen am 31.12.2005 und der Kürzung der Mittel für die Umweltbildung durch das Land konnte durch den Einsatz von Vorstand, Geschäftsführung und weiterer Fürsprecher eine Lösung mit Fortbestand der Nationalpark-Einrichtung gefunden werden: Der Standort in Norddeich erhielt den Status als "Nationalparkhaus". Ab 2006 wurde der Betrieb des Nationalparkhauses durch einen direkten Vertrag mit der Nationalparkverwaltung vom Verein übernommen. Nach jahrelangem Bemühen erhielt die Station 1994 auch die Anerkennung als Vogelpflegestation.
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Nach 31 Jahren hatte im Juni 2012 die alte Aufzuchtbeckenanlage ausgedient. Sie wurde komplett umgebaut. Es entstanden 14 moderne Einzelbecken für die Kleingruppenhaltung, in denen die Tierpflege besser agieren kann. Durch die Möglichkeit einzelne Tiere zu separieren und unter besondere Beobachtung und nötigenfalls medizinische Versorgung zu stellen, ist eine Kontrolle der Individuen durch die Tierpfleger wesentlich vereinfacht worden.
Nach 31 Jahren hatte im Juni 2012 die alte Aufzuchtbeckenanlage ausgedient. Sie wurde komplett umgebaut. Es entstanden 14 moderne Einzelbecken für die Kleingruppenhaltung, in denen die Tierpflege besser agieren kann. Durch die Möglichkeit einzelne Tiere zu separieren und unter besondere Beobachtung und nötigenfalls medizinische Versorgung zu stellen, ist eine Kontrolle der Individuen durch die Tierpfleger wesentlich vereinfacht worden.


Um die Vielzahl der Aufgaben, die die Station im Laufe der Zeit übernehmen durfte, bewältigen zu können, beschäftigt die Seehundstation im Jahr 2018 25 feste Mitarbeiter. Mit diesem gewachsenen Mitarbeiterstamm fühlen wir uns nun komplett und für alle Aufgaben der Zukunft gut gerüstet.
Um die Vielzahl der Aufgaben, die die Station im Laufe der Zeit übernehmen durfte, bewältigen zu können, beschäftigte die Seehundstation im Jahr 2018 insgesamt 25 feste Mitarbeiter. Hinzu kommen zahlreiche ehrenamtliche Helfer sowie Leistende eines Freiwilligen Ökologischen Jahres oder ähnlichem.
 
Keine der Stationen in unserer Entwicklung wäre möglich gewesen, ohne das beispiellose Engagement unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die uns auf unserem Weg bis hierher begleitet haben und sich auch in Zukunft mit uns um das Wohl der Meeressäuger bemühen wollen. Ohne sie wäre der Betrieb der Station in dieser Form nicht denkbar.


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==
*[https://seehundstation-norddeich.de/website/verein/ Chronik des Vereins], abgerufen am 18. März 2021
*[https://seehundstation-norddeich.de/website/verein/ Chronik des Vereins], abgerufen am 18. März 2021
== Siehe auch ==
* [[Schwanenteich]]


[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Süderneuland I]]
[[Kategorie:Norddeich]]