Süderhof: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Süderhof nahm ursprünglich wohl eine bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer [[Leybucht|Meeresbucht]] lag. Auf dem Grünland des ''Suider-Hoffs'' lagen [[Deichlast|Deichlasten]].<ref>Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I),Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8.</ref> | Der Süderhof nahm ursprünglich wohl eine bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer [[Leybucht|Meeresbucht]] lag. Auf dem Grünland des ''Suider-Hoffs'' lagen [[Deichlast|Deichlasten]].<ref>Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I),Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8.</ref> | ||
1810 befand sich hier eine Garnfabrik.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 10./11. Oktober 1998, Nr. 236, S. 35</ref> 1881 erwarb der Spediteur [[Peter Janssen]] den Suider-Hoff (nach [[Hausnummerierung|alter Nummerierung]] Sielweg<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1897/1898, S. 52</ref> 423,<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 234</ref> danach 39 und schließlich Sielstraße 19)<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 66</ref> von einem Norder Fuhrmann zum Preis von 5.355 Mark. Das noch bis in das 21. Jahrhundert bestehende Haupthaus ließ er 1886 an gleicher Stelle errichten.<ref name=":0" /> Das komplette Gelände wurde bis 2015 abgebrochen und planiert. Anfang der 2020er Jahre entstanden auf dem Gelände, das unter anderem auch die benachbarte [[Kohlenhandlung Ahrends]] umfasste, mehrere Mehrparteienhäuser. | 1810 befand sich hier eine Garnfabrik.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 10./11. Oktober 1998, Nr. 236, S. 35</ref> 1881 erwarb der Spediteur [[Peter Janssen]] den Suider-Hoff (nach [[Hausnummerierung|alter Nummerierung]] Sielweg<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1897/1898, S. 52</ref> 423,<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 234</ref> danach 39 und schließlich Sielstraße 19)<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 66</ref> von einem Norder Fuhrmann zum Preis von 5.355 Mark. Das noch bis in das 21. Jahrhundert bestehende Haupthaus ließ er 1886 an gleicher Stelle errichten.<ref name=":0" /> Nach dem Umzug dere Spedition in das [[Gewerbegebiet Leegemoor]] wurde das Areal verschiedentlich genutzt. Im Gebäude befand sich unter anderem das Werbegeschäft ''Apetz-Werbung''. | ||
Das komplette Gelände wurde bis 2015 abgebrochen und planiert. Anfang der 2020er Jahre entstanden auf dem Gelände, das unter anderem auch die benachbarte [[Kohlenhandlung Ahrends]] umfasste, mehrere Mehrparteienhäuser. | |||
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Aktuelle Version vom 13. Mai 2026, 11:52 Uhr
Süderhof | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | vor 1810 |
| Erbauer | unbekannt |
| Bauweise | unbekannt |
| Erhaltungszustand | 1886 abgebrochen |
| Genaue Lage | Sielstraße 19
26506 Norden |
Der Süderhof (auch: Suider-Hoff) war ein Haus oder Gehöft an der (nach heutiger Zählung) Sielstraße 19 und das namentliche Pendant zum Norderhof an der Norddeicher Straße. Trotz des Namens handelte es sich nicht Höfe im eigentlichen Sinne, sondern um einfache Häuser. Beide Namensursprünge sind nicht geklärt.[1] Der Süderhof darf nicht mit dem Süderhaus, dem Hof Süderhaus und dem Süder-Hauß verwechselt werden.
Der Süderhof nahm ursprünglich wohl eine bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer Meeresbucht lag. Auf dem Grünland des Suider-Hoffs lagen Deichlasten.[2]
1810 befand sich hier eine Garnfabrik.[3] 1881 erwarb der Spediteur Peter Janssen den Suider-Hoff (nach alter Nummerierung Sielweg[4] 423,[5] danach 39 und schließlich Sielstraße 19)[6] von einem Norder Fuhrmann zum Preis von 5.355 Mark. Das noch bis in das 21. Jahrhundert bestehende Haupthaus ließ er 1886 an gleicher Stelle errichten.[5] Nach dem Umzug dere Spedition in das Gewerbegebiet Leegemoor wurde das Areal verschiedentlich genutzt. Im Gebäude befand sich unter anderem das Werbegeschäft Apetz-Werbung.
Das komplette Gelände wurde bis 2015 abgebrochen und planiert. Anfang der 2020er Jahre entstanden auf dem Gelände, das unter anderem auch die benachbarte Kohlenhandlung Ahrends umfasste, mehrere Mehrparteienhäuser.
Galerie
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Das ehemalige Speditionsgebäude von 1886, aufgenommen am 6. Februar 2005.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 13
- ↑ Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I),Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8.
- ↑ Ostfriesischer Kurier vom 10./11. Oktober 1998, Nr. 236, S. 35
- ↑ Adressbuch der Stadt Norden von 1897/1898, S. 52
- ↑ 5,0 5,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 234
- ↑ Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 66