Alte Backstube: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Alte Backstube''' (auch: ''Themannsches Haus'') an der [[Westerstraße]] 96 gehört zu den ältesten noch existenten Gebäuden der westlichen Kernstadt und ist möglicherweise sogar das älteste Gebäude im gesamten Stadtgebiet. Seinen Namen verdankt das Haus seiner langjährigen Nutzung als Bäckerei. | Die '''Alte Backstube''' (auch: ''Themannsches Haus'') an der [[Westerstraße]] 96 gehört zu den ältesten noch existenten Gebäuden der westlichen Kernstadt und ist möglicherweise sogar das älteste Gebäude im gesamten Stadtgebiet. Seinen Namen verdankt das Haus seiner langjährigen Nutzung als Bäckerei. | ||
Seit Anfang der 1980er Jahre wird das Gebäude als Gastwirtschaft genutzt. Wegen seiner baugeschichtlichen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz. | Seit Anfang der 1980er Jahre wird das Gebäude als Gastwirtschaft genutzt. Wegen seiner baugeschichtlichen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Der erste Bewohner eines Hauses an dieser Anschrift, ein Daniel Heidebrecher, lässt sich bereits am 17. März 1593 finden. Auch in der Folgezeit lässt sich hier ein bewohntes Haus nachweisen. Spätestens seit 1808 wohnte hier ein Bäcker (und Krämer) namens [[Siebe Reinders Hibben]]. Er erhielt zur genannten Zeit das Haus von seinem verstorbenen Vater. Ihm folgte 1868 ein [[Jacob Eilts|Jacob(s) J. Eilts]]. | Der erste Bewohner eines Hauses an dieser Anschrift, ein Daniel Heidebrecher, lässt sich bereits am 17. März 1593 finden. Auch in der Folgezeit lässt sich hier ein bewohntes Haus nachweisen. Spätestens seit 1808 wohnte hier ein Bäcker (und Krämer) namens [[Siebe Reinders Hibben]]. Er erhielt zur genannten Zeit das Haus von seinem verstorbenen Vater. Ihm folgte 1868 ein [[Jacob Eilts|Jacob(s) J. Eilts]]. | ||
1878 erwarb [[Heinrich Jacob Themann]] das Haus und gründete dort eine Bäckerei. Um diese Zeit wurde das Objekt wohl in nördliche Richtung erweitert. 1912 übernahm sein Sohn [[Emil Themann]] mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb, ihm folgte in der nächsten Generation [[Ludwig | 1878 erwarb [[Heinrich Jacob Themann]] das Haus und gründete dort eine Bäckerei. Um diese Zeit wurde das Objekt wohl in nördliche Richtung erweitert. 1912 übernahm sein Sohn [[Emil Themann]] mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb, ihm folgte in der nächsten Generation [[Ludwig Themann]] und schließlich in der vierten Emil Themann II.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 215</ref> | ||
Neben der Familie Themann wohnte auch der Bäckermeister [[Friedrich Onnecken]] mit im Hause. 1962 ging Emil Themann in Rente, das Adressbuch der Stadt Norden von 1966 verzeichnet ihn noch als Inhaber, eine Bäckerei hat es zu dieser Zeit dort aber offenbar nicht mehr gegeben.<ref name=":0" /> | Neben der Familie Themann wohnte auch der Bäckermeister [[Friedrich Onnecken]] mit im Hause. 1962 ging Emil Themann in Rente, das Adressbuch der Stadt Norden von 1966 verzeichnet ihn noch als Inhaber, eine Bäckerei hat es zu dieser Zeit dort aber offenbar nicht mehr gegeben.<ref name=":0" /> | ||