Ekeler Mühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Zu Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Mühle an [[Simon Möller]] verpachtet, der seine letzten Ersparnisse aufbrauchte, um die abgängige Mühle wieder instand zu setzen. Offenbar kam der Graf seiner vertraglichen Pflicht nicht nach und wurde schließlich von Möller verklagt. Der Graf verlor den Prozess und zahlte ihm 1.000 Gulden.<ref name=":3">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 119</ref> Im Laufe der nächsten Jahrzehnte hatte die Mühle viele weitere Pächter und wurde naturgemäß mehrfach restauriert oder gar neugebaut. Seit dem 16. Oktober 1737 wurde die Mühle dann nicht mehr in Zeit-, sondern in Erbpacht vergeben.<ref name=":3" /><ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3405</ref> | Zu Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Mühle an [[Simon Möller]] verpachtet, der seine letzten Ersparnisse aufbrauchte, um die abgängige Mühle wieder instand zu setzen. Offenbar kam der Graf seiner vertraglichen Pflicht nicht nach und wurde schließlich von Möller verklagt. Der Graf verlor den Prozess und zahlte ihm 1.000 Gulden.<ref name=":3">Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 119</ref> Im Laufe der nächsten Jahrzehnte hatte die Mühle viele weitere Pächter und wurde naturgemäß mehrfach restauriert oder gar neugebaut. Seit dem 16. Oktober 1737 wurde die Mühle dann nicht mehr in Zeit-, sondern in Erbpacht vergeben.<ref name=":3" /><ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3405</ref> | ||
Nach [[Gerhard Canzler]] sollte in der Ekeler Mühle im Jahre 1798 ein französischer Soldat (Füsilier) einquartiert werden, wogegen sich der Müller [[Hinrich Behrends]] rechtlich zu wehren versuchte. Als Begründung gab er an, dass die Ekeler Mühle als Teil der [[Sandbauerschaft]] zum Amt Norden gehöre und daher für eine Einquartierung nicht in Frage käme. Der Ausgang der Klage ist nicht bekannt.<ref>Canzler, Gerhard (undatiert): "Husarenstraße" in Norden</ref> Warum es in dieser Zeit zu einer Einquartierung französischer Soldaten kam, ist unklar, denn die [[Französische Besatzungszeit]] in Ostfriesland begann erst 1806. | |||
Wie die anderen Norder Roggenmühlen war die Ekeler Mühle auch eine ''Geldmühle''. Als Mahlgeld erhielt sie von Getreide ohne Unterschied per Tonne 6 Stüber, für braunen Malz per Tonne 5 Stüber.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3178</ref> Das Gegenstück dazu waren die ''Mattenmühle'', bei denen der Müller als Entgelt für das Mahlen ein Teil des Mahlguts erhielt. In der Zeit um 1856 war ein R. Tjards der Müller zu Ekel.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 36</ref> | Wie die anderen Norder Roggenmühlen war die Ekeler Mühle auch eine ''Geldmühle''. Als Mahlgeld erhielt sie von Getreide ohne Unterschied per Tonne 6 Stüber, für braunen Malz per Tonne 5 Stüber.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3178</ref> Das Gegenstück dazu waren die ''Mattenmühle'', bei denen der Müller als Entgelt für das Mahlen ein Teil des Mahlguts erhielt. In der Zeit um 1856 war ein R. Tjards der Müller zu Ekel.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 36</ref> | ||