Neuer Süderdeich: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''neue Süderdeich''' wurde südlich des [[Alter Süderdeich|alten Süderdeiches]] gezogen, um weiteres, während der [[Erste Dionysiusflut|Sturmfluten im 14. Jahrhundert]] verlorene Ländereien zurückzugewinnen. Der Bau des Deiches fand unter Graf [[Edzard II. Cirksena]], dem Sohn von [[Anna von Oldenburg|Gräfin Anna]], die den alten Süderdeich erbauen ließ. Der neue Süderdeich erstreckte sich etwa vom [[Altes Zollhaus|Alten Zollhaus]] am [[Norder Hafen]] aus westwärts bis an den [[Buscherpolder]].
Der '''Neue Süderdeich''' ist ein zwischen 1581 und 1583 errichteter [[Deich]]. Er erweiterte die [[Westermarsch]] um weiteres Land, das durch Ausdeichung der [[Leybucht]] gewonnen wurde.


Heute wird nur der westliche, größtenteils noch erhaltene Teil des alten Süderdeiches "Süderdeich" genannt. In alten Deichakten wird über diesen Südendeich berichtet, dass dort mehrere Häuser am oder auf dem Deich standen, die nach der [[Februarflut|Sturmflut von 1825]] abgebrochen werden mussten. Der neue Deich, der hier ab 1978 errichtet wurde, ist vor den alten Deich gelegt worden.
== Geschichte ==
Der Neue Süderdeich wurde von [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] aus dem Hause [[Cirksena]] eingedeicht. Dem Bau voran ging der Bau des [[Alter Süderdeich|Alten Süderdeich]] in den Jahren 1546 bis 1551, für den sich Edzards Mutter [[Anna von Oldenburg]] verantwortlich zeichnete. Die Deichlinie erstreckte sich etwa vom [[Altes Zollhaus|Alten Zollhaus]] am [[Norder Hafen]] aus westwärts bis an den [[Buscherpolder]]. Das neu gewonnene Land wurde [[Westermarscher Neuland]] genannt.<ref name=":0">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> In der innerstädtischen Deichlinie am Hafen befand sich das [[Zweites Siel|Große Norder Siel]], das von hier aus die Stadt in das Norder Tief entwässerte.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 125</ref><ref>Imhoff, Mathilde (1988): Die alte Karte von 1590, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 12. November 1988, Nr. 8/9. S. 31</ref> Hier hatte der Neue Süderdeich wahrscheinlich auch eine Verbindung zum [[Udo-Focken-Deich]] von 1425.


==Quellenverzeichnis==
Anders als im Falle seines älteren Pendants kann für den Neuen Süderdeich kein Straßenzug als Orientierung herangezogen werden.<ref name=":1">Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Der innerstädtische Süderdeich wurde zudem in den 1930er Jahren abgetragen und ist damit auch nicht mehr als [[Schlafdeich]] erkennbar.<ref name=":1" /><ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 46</ref>
* [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
 
* [https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft
Heute wird nur noch der westliche, größtenteils noch erhaltene Teil der beiden ehemaligen Deiche ''Süderdeich'' genannt. In alten Deichakten wird berichtet, dass dort mehrere Häuser am oder auf dem Deich standen, die nach der [[Februarflut 1825]] abgebrochen werden mussten. Der neue Deich, der hier ab 1978 errichtet wurde, wurde vor den Neuen Süderdeich gelegt.<ref name=":0" />
* Imhoff, Mathilde (1988): Die alte Karte von 1590, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 12. November 1988, Nr. 8/9. S. 31
 
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
== Einzelnachweise ==
<references />


==Siehe auch==
==Siehe auch==

Aktuelle Version vom 22. Mai 2022, 19:42 Uhr

Neuer Süderdeich

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Basisdaten
Kategorie Orte in Westermarsch I
Stadtteil/-viertel Westermarsch I
Baubeginn 1581
Fertigstellung 1583

Der Neue Süderdeich ist ein zwischen 1581 und 1583 errichteter Deich. Er erweiterte die Westermarsch um weiteres Land, das durch Ausdeichung der Leybucht gewonnen wurde.

Geschichte

Der Neue Süderdeich wurde von Graf Edzard II. aus dem Hause Cirksena eingedeicht. Dem Bau voran ging der Bau des Alten Süderdeich in den Jahren 1546 bis 1551, für den sich Edzards Mutter Anna von Oldenburg verantwortlich zeichnete. Die Deichlinie erstreckte sich etwa vom Alten Zollhaus am Norder Hafen aus westwärts bis an den Buscherpolder. Das neu gewonnene Land wurde Westermarscher Neuland genannt.[1] In der innerstädtischen Deichlinie am Hafen befand sich das Große Norder Siel, das von hier aus die Stadt in das Norder Tief entwässerte.[2][3] Hier hatte der Neue Süderdeich wahrscheinlich auch eine Verbindung zum Udo-Focken-Deich von 1425.

Anders als im Falle seines älteren Pendants kann für den Neuen Süderdeich kein Straßenzug als Orientierung herangezogen werden.[4] Der innerstädtische Süderdeich wurde zudem in den 1930er Jahren abgetragen und ist damit auch nicht mehr als Schlafdeich erkennbar.[4][5]

Heute wird nur noch der westliche, größtenteils noch erhaltene Teil der beiden ehemaligen Deiche Süderdeich genannt. In alten Deichakten wird berichtet, dass dort mehrere Häuser am oder auf dem Deich standen, die nach der Februarflut 1825 abgebrochen werden mussten. Der neue Deich, der hier ab 1978 errichtet wurde, wurde vor den Neuen Süderdeich gelegt.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Beschreibung von Westermarsch I in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  2. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 125
  3. Imhoff, Mathilde (1988): Die alte Karte von 1590, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 12. November 1988, Nr. 8/9. S. 31
  4. 4,0 4,1 Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  5. Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 46

Siehe auch